Statement zur GWK-Sitzung vom 22. April 2016:

„Spitzenforschung ist künftig fester verankert“

"Wir begrüßen diese Vereinbarung ausdrücklich", sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Die bisherige Exzellenzinitiative hat deutlich gezeigt, dass sich die substanzielle Förderung hochklassiger Forschung positiv auf das gesamte Wissenschaftssystem und vor allem auf die internationale Sichtbarkeit deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen auswirkt." Diese Dynamik könne jetzt fortgesetzt werden. "Die neue Initiative ist ein klares Signal für die feste Verankerung von Spitzenforschung in einem vielfältigen wissenschaftlichen Umfeld."

Dass die neue Initiative nicht mehr zeitlich begrenzt sein soll, sei ein entscheidender Schritt zu einer nachhaltigen Entwicklung. "Hier sehen wir, dass sich der reformierte Artikel 91b des Grundgesetzes sehr positiv auswirkt", sagt Wiestler. Der Bund steige nun noch weiter in die Forschungsförderung ein. "Das ist wichtig, denn Forschungsförderung auf Weltklasse-Niveau kann für uns kein zeitlich begrenztes Projekt sein. Sie ist eine dauerhafte Aufgabe. Das haben Bund und Länder mit der neuen Initiative deutlich gemacht." Zudem werde Deutschland damit künftig für die talentiertesten Köpfe in aller Welt ein noch attraktiverer Anlaufpunkt.

Neben der Förderung von acht bis elf Exzellenzuniversitäten, denen jährlich insgesamt 148 Millionen Euro zur Verfügung stehen, sieht die GWK-Initiative auch 45 bis 50 Exzellenzcluster vor. Diese erhalten drei bis zehn Millionen Euro pro Cluster im Jahr. "Damit ist gewährleistet, dass wir unsere Spitzenforschung in ihrer ganzen Breite abdecken", sagt Wiestler, "und viele spannende neue Kooperationsmöglichkeiten finden." Am 16. Juni werden die Regierungschefinnen und Regierungschefs von Bund und Ländern abschließend über die GWK-Initiative entscheiden.

 

Pressemitteilung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK)

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