Dr. Heike Hanagarth

Dr. Heike Hanagarth ist Senatorin der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich „Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr“ und ehemalige Vorständin Technik und Umwelt bei der Deutschen Bahn AG.

Sie studierte von 1978 bis 1984 Maschinenbau an der Technischen Universität (TU) Karlsruhe. Von 1984 bis 1988 war sie wissenschaftliche Angestellte am Institut für Werkstoffkunde I an der TU Karlsruhe. Sie promovierte 1989 während ihrer bereits neu aufgenommenen beruflichen Tätigkeit bei der damaligen Daimler-Benz AG.

1988 trat die Maschinenbau-Ingenieurin als Direktionsassistentin der technischen Werkleitung bei der damaligen Daimler-Benz AG in Mannheim ein. 1993 wurde sie Abteilungsleiterin für Werkstoff- und Prozesstechnik für die Bereiche Nutzfahrzeug-Motorenbau, Graugießerei und Omnibusbau.

1998 wechselte Heike Hanagarth als Hauptabteilungsleiterin für Montage, Prüfstände und Lackierung zur Motoren- und Turbinen-Union (MTU) GmbH Friedrichshafen. Hier lag der Fokus ihrer Tätigkeit aufgrund von neuen Produktanläufen und steigenden Stückzahlen auf der Weiterentwicklung des gesamten Fertigungsprozesses der Montagen, Prüfstände und Lackierung sowie der organisatorischen Strukturen. Zu den Neuanläufen zählte unter anderem die Motoren-Baureihe 4000 und Bahn-Powerpacks für Antriebe. Beide Komponenten sind Bestandteile von Diesellokomotiven und Dieseltriebwagen der Deutschen Bahn. Um der wachsenden Nachfrage nach MTU-Antriebssystemen gerecht zu werden, führte sie neue Qualitätsstandards und kürzere Durchlaufzeiten ein. Zugleich wurde auch eine deutliche Kosten-Reduzierung erreicht.

2005 übernahm sie in der MTU-Konzernzentrale die Verantwortung für das weltweite Qualitätsmanagement der Motoren- und Gelenkwellenproduktion. Im Rahmen ihrer Tätigkeit war sie auch zuständig für Zulassungen der Motoren und Antriebsaggregate.

2007 verantwortete Heike Hanagarth im Rahmen des Börsengangs des Unternehmens und einer damit verbundenen Unternehmensneuorganisation zusätzlich den weltweiten Auf- und Ausbau des Qualitäts- und Risikomanagements der Tognum-Gruppe.

2008 wurde sie CEO der ROTORION-Gruppe - eine 100prozentige Tochter der Tognum AG - mit Standorten in Deutschland und Amerika. Dieser Geschäftsbereich produzierte ab dem 1. Juli 2008 als eigenständige GmbH Gelenkwellen für Automobilhersteller. Von 2009 bis 2010 war sie Mitglied der Geschäftsführung der IFA Rotorion-Holding GmbH und leitete anschließend für die Tognum AG von 2010 bis 2011 ein wichtiges strategisches Joint Venture Projekt in Osteuropa.

2011 wechselte sie zur BMW-Group und leitete dort bis Ende November 2013 das Motorenwerk in München mit rund 2.000 Beschäftigten.

Vom 1. Dezember 2013 bis 31. Juli 2015 war Heike Hanagarth Vorständin Technik und Umwelt der Deutschen Bahn AG. Im Februar 2015 wurde sie in das Expertengremium des Hightech-Forums zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie der Bundesregierung berufen.

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    • Eva Maria Heck
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