Programmorientierte Förderung

Mit einer exzellenten Grundlagenforschung, innovativen und interdisziplinären Ansätzen sowie hohem Transfer-Potenzial verfügt Helmholtz über eine ausgeprägte Systemkompetenz. Diese gilt es an den großen Herausforderungen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft strategisch auszurichten. Die Basis dafür bilden Forschungsprogramme mit klar definierten Zielen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Helmholtz-Zentren ihre jeweiligen Kompetenzen einbringen.

Die Helmholtz-Gemeinschaft investiert ihre Ressourcen daher nicht mehr in einzelne Institutionen, sondern in Zentren-übergreifenden Forschungsprogramme, die sich untereinander im Wettbewerb befinden. Durch die Bündelung der vielfältigen Ressourcen der unterschiedlichen Forschungszentren ist Helmholtz in einzigartiger Weise in der Lage, nicht nur Lösungen für Einzelfragen anzubieten, sondern komplexe Fragestellungen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft ganzheitlich zu beantworten und Systemlösungen zu entwickeln. Den sechs Forschungsbereichen kommt dabei die wichtige Aufgabe zu, richtungsweisende Forschungsfelder der Zukunft zu gestalten und gemeinsam mit den besten Partnern Systemlösungen zu erarbeiten.

Wissenschaftliche und strategische Begutachtung

Die Grundlage der programmorientierten Förderung ist ein zweistufiges System: Die erste Stufe ist eine wissenschaftliche Begutachtung der Zentren und der laufenden Programme auf der Ebene der einzelnen Zentren. Die zweite Stufe ist eine strategische Bewertung der künftigen Programme auf der Ebene der Forschungsbereiche. 

Im Fokus der wissenschaftlichen Begutachtung steht die wissenschaftliche Qualität. Die Ergebnisse dienen einer Leistungsbetrachtung sowohl des Helmholtz-Zentrums als auch der einzelnen, zumeist zentrenübergreifenden Programme. Beides ist gleichermaßen wichtig: Die Zentren sind der Motor der Gemeinschaft, denn hier geforscht und sie sind somit Ort des Erkenntnisgewinns. In den Programmen werden die Erkenntnisse und Ergebnisse verknüpft und es werden Systemlösungen erarbeitet. 

Gegenstand der strategischen Bewertung sind die entlang der forschungspolitischen Ziele erstellten Programmvorschläge für die kommende Förderperiode. Inwieweit adressieren sie die Herausforderungen, formulieren Ziele zur Lösung und zeigen Wege zum Erreichen dieser Ziele auf? Wie bringen die Zentren ihre Kompetenzen zusammen und nehmen dabei die Empfehlungen der wissenschaftlichen Begutachtung auf? Und wie ist der Beitrag eines Programms zur Umsetzung der Strategie des Forschungsbereichs? 

Die von internationalen und unabhängigen Experten erstellten Gutachten bilden die Grundlage für die Empfehlung des Helmholtz-Senats, in welcher Höhe und in welcher Aufteilung Bund und Länder die Forschungsprogramme fördern. Darüber hinaus entstehen so auch Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Programme und Forschungsbereiche. 

Dank dieses Zusammenspiels von Qualitätssicherung und perspektivischer Begutachtung ist die Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft bestens aufgestellt. Ihre Forschungsergebnisse können sich mit denen führender Institute auf der ganzen Welt messen, und sie wird auch in den kommenden Jahren für wesentliche Impulse bei den komplexen Fragestellungen geben. 

 

 

 

 

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Kontakt

    • Dr. Sören Wiesenfeldt
    • Leiter Bereich Forschung
      Helmholtz-Gemeinschaft