Jahresveranstaltung 2012

Effective Resource Technologies - The European Way

The lack of a secure supply of non-energetic raw materials is a threat to a number of industrial sectors in Europe. These raw materials are thus vital for the EU‘s economy and crucial for the development of sustainable technologies. Yet, within the EU, exploration and extraction face increased competition with different forms of land use and a highly regulated environment. Drawing on the EU strategies on raw materials, our Round Table discussed solutions to these challenges. It will also presented examples of how Helmholtz scientists, in collaboration with international partners, are working to provide new solutions through innovative research and industrial applications. Whatever path we follow – new extraction, recycling or substitution – the key to the solution will always require intense research and technological development.

Programm

Einladung: "Effective Resource Technologies"

Thema Rohstoffe beim „Runden Tisch“ in Brüssel

Das Helmholtz Büro Brüssel veranstaltete am 19. März 2012 einen Round Table zum Thema „Effective Resource Technologies – The European Way“, um einen Beitrag zu den Rohstoff-Diskussionen auf europäischer Ebene zu leisten. Rund 150 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Industrie tauschten sich über Möglichkeiten der Forschung aus. Denn Rohstoffe wie Kupfer, Gallium und Seltene Erden sind unverzichtbar – etwa für Photovoltaik-Anlagen, Elektroautos oder in Informationstechnologien. Um Engpässe zu vermeiden, sind Substitution, Recycling und die Nutzung moderner und effizienter Abbautechnologien vielversprechende Strategien. Innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft befassen sich u. a. das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) mit dem Helmholtz-Institut Freiberg (HIF) für Ressourcentechnologie sowie das GEOMAR mit diesem Themenkomplex.

In Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union eröffnete der Bayerische Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, den Abend. Bayern setze wegen geringer Rohstoffvorkommen auf Forschung und Technologieentwicklung sowie auf starke internationale Vernetzung. Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, erklärte, dass Helmholtz mit seinen Forschungsschwerpunkten ein Vorreiter sei. Neben nationalen Forschungsprogrammen seien aber auch gemeinsame und koordinierte EU-Ansätze unverzichtbar, um eine Strategie für ganz Europa zu entwickeln.

Als Vertreter der EU-Kommission erläuterten Gwenole Cozigou (Generaldirektion Unternehmen und Industrie) und Dr. Rudolf Strohmeier (Generaldirektion Forschung und Innovation) den Ansatz der EU-Kommission. Recycling sei dabei ein wesentlicher Schlüssel. Strohmeier griff auch die Budgetverteilung im nächsten Forschungsrahmenprogramm auf. Prof. Dr. Roland Sauerbrey, Direktor des HZDR, verdeutlichte, dass derzeitige Abbautechnologien ineffizient seien und die europäische Bergbauindustrie damit erhebliche Wettbewerbsnachteile hätte. Gleichzeitig stellte er aktuelle Forschungsansätze des HZDR vor, zum Beispiel Forschung zu Bakterien und Proteinen, die Seltene Erden von anderen Metallen trennen können.

Eindrücke von der Podimusdiskussion - (c) Helmholtz-Gemeinschaft / Fotograf: Vivian Hertz

In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Dr. Patrice Christmann, Prof. Dr. Jens Gutzmer (HIF), Dr. Marion Jegen-Kulcsar (Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel - GEOMAR), Henryk Karas (Corporate Advisor des Bergbauunternehmens KGHM, Polen, und Vorsitzender der European Technology Platform on Sustainable Mineral Resources), Wilfried Kraus (BMBF-Ministerialdirigent) und Jürgen Mlynek Chancen und Risiken des marinen Bergbaus, das Problem mangelnder Akzeptanz für Bergbau bei gleichzeitig starker Nachfrage nach Rohstoffen, die ökonomischen und ökologischen Konsequenzen veralteter Abbau-Technologien und die Notwendigkeit europäischer Forschungsansätze. Um diese Aufgaben zu bewältigen, seien nicht nur Fördergelder und die realistische Abschätzung europäischer Rohstoffvorkommen nötig, sondern auch die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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