Flüchtlingsinitiative der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat Mitte Dezember 2015 gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit eine neue Initiative gestartet: Sie bietet Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, einen Einstieg in eine wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Beschäftigung. Die Helmholtz-Gemeinschaft kommt damit ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nach und eröffnet talentierten Menschen eine berufliche Perspektive. 

Für wissenschaftlich oder technisch ausgebildete Menschen gibt es im Rahmen der neuen Initiative verschiedene Möglichkeiten, in einen wissenschaftlichen oder wissenschaftsnahen Beruf einzusteigen. Das können Hospitationen, Praktika oder Anstellungen für Wissenschaftler sein oder Ausbildungsplätze für Jugendliche. Um zu prüfen, welches Angebot am besten zu welchem Interessenten passt, erfasst die Bundesagentur für Arbeit zunächst die Qualifikationen der Bewerber, sobald sie einen Aufenthaltsstatus haben. Anschließend leitet die Agentur die Bewerbungsunterlagen geeigneter Kandidaten an die thematisch passenden Helmholtz-Zentren weiter. Inzwischen haben durch die Initiative mehr als 100 geflüchtete Menschen in einem unserer Helmholtz-Zentren eine neue Perspektive gefunden - als Studenten, Praktikanten, Doktoranden oder Angestellte. (Stand Oktober 2016)

Sollten die Sprachkenntnisse eines Bewerbers nicht ausreichen, wird die Bundesagentur unterstützen. Sie übernimmt neben der Vermittlung zusätzlich die Kosten für sechswöchige Probekurse an den Helmholtz-Zentren sowie für eventuell nötige Qualifizierungsmaßnahmen oder Einstiegsqualifizierungen, zum Beispiel Sprachkurse.

Mittelfristig sollen mit der Initiative bis zu 300 Menschen in die Helmholtz-Zentren der Gemeinschaft integriert werden. Dafür stehen aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten in diesem Jahr zunächst 1 Million Euro bereit. Zusätzlich beteiligen sich die jeweiligen Zentren.

Sind Sie interessiert an der Initiative. Dann wenden Sie sich bitte zunächst an die Service-Rufnummer der Bundesagentur für Arbeit: 0800 4 55 55 00

Pressemitteilung: "Wir bieten Flüchtlingen eine Perspektive in der Wissenschaft"

Website der Bundesagentur für Arbeit

Tag der Wissenschaften in Berlin

Portrait Khaled Alomari: "Wir studierten bei Kerzenlicht"

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Kontakt

    • Anne Einhäupl
    • Persönliche Referentin des Präsidenten
      Helmholtz-Gemeinschaft
    • Roland Koch
    • Pressesprecher / Teamleiter Pressearbeit
      Helmholtz-Gemeinschaft

Flüchtlinge in der Forschung

Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler und Flüchtling Fuad Abu Sameer sprechen in einem Radionbeitrag des SWR über die Initative.

 

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