Helmholtz-Validierungsfonds

Einreichung fakultativer Voranträge bis Mitte Oktober 2018 und Einreichung von Hauptanträgen bis Mitte Dezember 2018

Zu den Ausschreibungsunterlagen

Zielstellung des Förderinstruments

Mit dem Helmholtz-Validierungsfonds (HVF), der aus Mitteln des Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten gespeist wird, sollen Lücken geschlossen werden: Zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren marktfähigen Anwendungen einerseits, zwischen öffentlicher Forschung und privaten Investitionen andererseits. Mit dem Validierungsfonds möchte die Helmholtz-Gemeinschaft die Finanzierungslücke verringern und eine Brücke zwischen Idee und Anwendung schlagen. 

Validierung

Die finanzielle Unterstützung durch den HVF soll es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Helmholtz-Zentren ermöglichen, Forschungsergebnisse soweit voranzutreiben, dass eine Wertsteigerung und Kommerzialisierbarkeit erreicht wird. Dazu mangelt es häufig an einer Validierung – also einem Nachweis, der die Ergebnisse für Partner aus der Wirtschaft interessant macht. Dies kann beispielsweise in Form eines Nachweises der generellen Anwendungsfähigkeit, eines geeigneten Produktionsverfahrens oder einer präklinischen Prüfung erfolgen. 

Validierungsförderung

Die Fördersummen aus dem HVF liegen i.d.R. zwischen 250.000 Euro und 1 Mio. Euro pro Jahr – in begründeten Fällen kann die Untergrenze auch unterschritten werden. Da die Zuwendung durch die Zentren oder durch Mittel von Kooperationspartnern aus der Wirtschaft zu 25, 50 oder 75 % kofinanziert wird, ist das Projektvolumen höher. Insgesamt verfügt der HVF über eine Ausstattung von 30 Mio. Euro für die Jahre 2016 bis 2020. Die Fördermittel werden an das entsprechende Helmholtz-Zentrum in meilensteinabhängigen Tranchen ausgezahlt. Neben direkten projektbezogenen Personal- und Sachkosten können insbesondere Kosten für Aufträge an Dritte finanziert werden. Die Zuwendung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt und ist bedingt rückzahlbar. Die Rückzahlung ist begrenzt auf die Höhe der Förderung aus dem Helmholtz-Validierungsfonds. Der Vorrang nach Arbeitnehmererfindergesetz bleibt bestehen, somit entsteht durch die Rückzahlungsoption kein Nachteil für die Erfinderinnen und Erfinder. 

Management der Vorhaben

Die ausgewählten Validierungsvorhaben werden nicht nur finanziell, sondern auch durch Managementkompetenzen unterstützt. So ist vorgesehen, Managementinstrumente zu vermitteln und Teambuilding-Prozesse zu fördern. Im Rahmen eines Patenmodells werden erfahrene Wirtschaftsexperten und Projektmanager die Vorhaben unterstützen. Dabei werden die interne und externe Paten z.B. die Erreichung der Meilensteine des Validierungsprojekts unterstützen und bestätigen. Die Erfüllung der Meilensteine ist Voraussetzung für den Mittelabruf, der in entsprechenden Tranchen von i.d.R. 3 bis 6 Monaten erfolgt. Sollte ein Meilenstein nicht erreicht werden, kann eine sofortige Beendigung der Zuwendung nach dem „kill early“-Prinzip die Folge sein.

Ausschreibung

Einreichung fakultativer Voranträge bis Ende April 2018 und Einreichung von Hauptanträgen bis 25. Juni 2018

Antragsverfahren

Validierungsvorhaben aus den Helmholtz-Zentren werden in einem zweistufigen Antragsverfahren ausgewählt, wobei die Einreichung eines Vorantrags im Gegensatz zu den ersten beiden Förderrunden nicht mehr zwingend notwendig ist. Es ist nunmehr möglich auch sofort Hauptanträge einzureichen, allerdings erhöht sich dadurch das Risiko einer schlechten Bewertung durch die Gutachter. Voranträge sind somit eher als eine Projektskizze zu verstehen, für die ein gutachterlicher Vorab-Check angeboten wird. Vor- und Hauptanträge werden i.d.R. durch die gleichen unabhängigen Gutachter beurteilt; beim Hauptantrag wird ein weiterer externer Gutachter einbezogen. Die Voranträge im Umfang von bis zu sieben Seiten und die Hauptanträge im Umfang von ca. 30 Seiten können jederzeit eingereicht werden, allerdings ergeben sich Fristen für den Hauptantrag ca. 2-3 Monate vor den Sitzungsterminen des Entscheidungsboards. Das mit externen Experten besetzte Entscheidungsboard tagt ein- bis zweimal im Jahr und wählt die Validierungsprojekte aus. Einen Monat nach Einreichung des Vorantrags wird den Antragstellern das Gutachten mit Empfehlungen hinsichtlich einer Hauptantragstellung zur Verfügung gestellt. Im Hauptantragsformular ist die Projektplanung zu detaillieren; weiterhin muss eine Konkretisierung der Meilenstein- und Finanzplanung in der Datei Projektinformationen erfolgen. Beizufügen ist die schriftliche Bestätigung des Helmholtz-Zentrums, dass der Antrag unterstützt und der Eigenanteil gewährleistet wird. 

Aktuelle Modifikationen und Termine

Im Zuge der Neustrukturierung des Impuls- und Vernetzungsfonds ab 2017 und auf Basis der Empfehlungen aus der Evaluation des Helmholtz-Validierungsfonds (HVF) gelten seit 01.01.2017 folgende flexiblere Konditionen:
•    Die Kosten für eine Vorabanalyse von Projekten im Hinblick auf betriebswirtschaftliche Plausibilität und relevante Märkte, FTO, technische Durchführbarkeit etc. vor der Hauptantragsstellung werden unabhängig von einer Bewilligung des Hauptantrags durch die Geschäftsstelle kofinanziert, wenn dies als Empfehlung aus dem Gutachten des Vorantrags hervorgeht. Die Empfehlung des Gutachters muss durch zwei Mitglieder des HVF-Entscheidungsboards bestätigt werden. Kosten bis zu 50.000 € können kofinanziert werden, wobei der Eigenanteil der Zentren stets 50 % beträgt (somit max. 25.000 € Zuwendung aus dem HVF).
•    Für die Validierungsvorhaben werden drei Stufen möglicher Kofinanzierung eingeführt:
1.    Die 1. Stufe umfasst einen Eigenanteil der Zentren in Höhe von 75% und eine HVF-Zuwendung von 25%; aufgrund der geringen finanziellen Beteiligung wird auf einen Rückfluss seitens des HVF verzichtet.
2.    Die 2. Stufe ist wie bisher eine 50%ige Kofinanzierung. Hier bleibt die Rückflussregelung wie bisher bestehen.
3.    Die 3. Stufe beinhaltet einen Eigenanteil der Zentren von 25%, und der Anteil des HVF beträgt 75%. Dadurch bleibt eine Eigenverantwortung der Zentren für die Projekte gewährleistet, zugleich werden bisher von den Instituten nicht finanzierbare Projekte möglich. Da der Fonds bei diesen Projekten jedoch in ein höheres Risiko geht, wird hier der Rückfluss auf das 1,5fache der Zuwendung erhöht. Das bedeutet bei einer Zuwendung aus dem HVF in Höhe von 1 Mio. € werden aus den späteren Einnahmen 1,5 Mio. € an den Fonds zurückgezahlt.
In den Anträgen ist eine der drei Stufen auszuwählen; dessen unbenommen obliegt es dem Entscheidungsboard einen anderen Ko-Finanzierungsschlüssel zu empfehlen.
•    Es sind weiterhin kostenneutrale und finanzierte Verlängerungsoptionen möglich, letztere v.a. für Verwertungsaktivitäten. Über die Zuwendungen von Verlängerungsoptionen wird unter Einbeziehung der zwei festgelegten Berichterstatter des Entscheidungsboards entschieden.
•    Projektspezifisch werden Business-Development-Aktivitäten vom Fondsmanagement über die Finanzierung von erfahrenen externen Experten unterstützt.

Die Antragsteller werden gebeten, im Antrag anzuzeigen, welches Finanzierungsmodell für den Fall favorisiert wird, dass den beschriebenen Änderungen der Konditionen durch die Gremien zugestimmt wird. Auch wenn die Einreichung von Anträgen fortlaufend möglich ist, sollten Voranträge für die kommende Runde daher bis Ende April 2018 eingereicht werden, damit den Antragstellern genug Zeit verbleibt, um die Gutachterempfehlungen in den Hauptantrag einzuarbeiten. Der Hauptantrag muss bis zum 25. Juni 2018 in der Geschäftsstelle vorliegen, damit eine Berücksichtigung im Auswahlprozess für die kommende Entscheidungsboardsitzung im Herbst 2018 gewährleistet ist.

Flyer Helmholtz-Validierungsfonds

Ausschreibung Helmholtz-Validierungsfonds

Vorantrag Helmholtz-Validierungsfonds

Hauptantrag Helmholtz Validierungsfonds

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Projektinformationen Hauptantrag Validierungsfonds

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Kontakte

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    • Dr.-Ing. Jörn Krupa
    • Leiter Bereich Transfer und Innovation
      Helmholtz-Gemeinschaft