Validierungsprojekte

Die Validierung ist eine der kritischsten Phasen im Technologietransfer. In diesem Schritt wird die Weiterentwicklung neuer Technologien in anwendbare Produkte und Dienstleistungen vorangetrieben. Dazu gehört, die vielversprechendsten Anwendungsfelder zu identifizieren und funktionsfähige Demonstratoren zu entwickeln, eine Produktion außerhalb des Labormaßstabs voranzutreiben oder (prä)klinische Studien durchzuführen.

Mit dem Helmholtz-Validierungsfonds (HVF) werden seit 2011 Vorhaben unterstützt, die die Lücke zwischen Forschungsergebnissen und deren marktfähigen Anwendungen angehen. Jedes Jahr werden ca. drei bis sechs Projekte ausgewählt. Zwischen 2011 und 2017 sind so 34 Vorhaben mit bis zu 2 Mio. € zur Förderung ausgewählt worden.

2018 sind in einer gemeinsamen Initiative mit Fraunhofer und der Hochschulmedizin vier weitere Projekte im Rahmen der Proof-of-Concept-Initiative (PoC) hinzugekommen, die die Synergiepotentiale bei der Validierung im lebenswissenschaftlichen Bereich nutzen und bis zum frühen klinischen Wirkungsnachweis geführt werden sollen.

Die Fördersummen aus dem HVF liegen i. d. R. zwischen 250.000 Euro und 1 Mio. Euro pro Jahr – in begründeten Fällen kann die Untergrenze auch unterschritten werden. Da sich die  Helmholtz-Zentren oder Kooperationspartner aus der Wirtschaft zu 25, 50 oder 75 % an der Förderung beteiligen, ist das Projektvolumen höher. Die Fördermittel werden an das entsprechende Helmholtz-Zentrum in meilensteinabhängigen Tranchen ausgezahlt. Neben direkten projektbezogenen Personal- und Sachkosten können insbesondere Kosten für Aufträge an Dritte finanziert werden. Die Förderung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt und ist bedingt rückzahlbar. Die Rückzahlung ist begrenzt auf die Höhe der Förderung aus dem Helmholtz-Validierungsfonds.

Weitere Details und die Bewerbungs-Deadlines finden sich auf der Programm-Seite

 

Der klinische Wirksamkeitsnachweis (Proof-of-Concept) eines innovativen Therapie- oder Diagnostikverfahrens ist in aller Regel notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weitergabe von Projekten an Unternehmen, wo sie zur Marktreife weiterentwickelt werden können. Die gemeinsam von Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft und Hochschulmedizin getragene PoC-Initiative richtet sich deshalb auf erfolgversprechende Projekte in späten präklinischen Phasen aus, die mit absehbarem Aufwand zu einem frühen klinischen Wirksamkeitsnachweis (early clinical Proof-of-Concept) geführt werden können.

Mit der PoC-Initiative wird eine organisationsübergreifende Kooperation vorbereitet, um bestehende Kompetenzen und Infrastrukturen für die Entwicklung von Arzneimittel, Diagnostika und Medizinprodukten in einer gemeinsamen, allen Wissenschaftseinrichtungen offenstehende Plattform zu bündeln. Die Plattform soll einem effizienteren Brückenschlag zwischen der akademischen Forschung und der Weiterentwicklung durch die Wirtschaft dienen.

Anfang 2018 wurden aus 82 Skizzen vier Konsortien ausgewählt, die in den kommenden drei Jahren mit bis zu drei Mio. Euro gemeinsam von Helmholtz und Fraunhofer gefördert werden.

Weitere Details finden sich auf der Programm-Seite.

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    • Dr. Martin Kamprath
    • Referent Bereich Transfer und Innovation
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    • Barbara Diehl
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