Ausgründungen

Die Spin-Offs aus den Forschungszentren basieren auf Technologien und Erkenntnissen jahrelanger, exzellenter Forschung. Die neuen Services, Produkte und Verfahren können Bestehendes nicht nur stark verbessern oder günstiger machen. Mitunter bieten sie erstmalig Lösungen für dringende Probleme.

Wir fördern Ausgründungen direkt mit dem Spin-Off-Programm „Helmholtz Enterprise“, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Zentren auf dem Weg zum eigenen Unternehmen unterstützt.

Batch II/2017

CEN-Mat stellt maßgeschneidert hochspezielle Nanomaterialien mit gezielter Kontrolle der Materialieneigenschaften her. Mittels einer neuen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Syntheseroute erzeugt das Unternehmen zugeschnittene Materialien für Kunden aus der Energie-, Automobil- oder Pharmaindustrie.

µyPrint vermarktet einen neuartigen molekularen Drucker, der exakt definierte und hochaufgelöste Oberflächenmuster für Anwendungen in der biomedizinischen Forschung und klinischen Diagnostik für Forschungseinrichtungen und später Industriekunden herstellt.

Eximmium vertreibt  Antikörper an Hersteller von Biopharmazeutika, die mit einer eigens entwickelten Plattformtechnologie basierend auf extrazellulären Vesikeln hergestellt werden. Mit der neuen Technologie lassen sich bislang nicht bekannte Tumorantigene identifizieren und gleichzeitig Antikörper dagegen erzeugen.

DcubeRoc entwickelt und vertreibt Softwaremodule, welche die komplexen Vorgänge in Rissnetzwerken im Untergrund für unterschiedlichste geologische Anwendungen möglichst realistisch simulieren können. Diese Technologie kann von Ministerien, Energie- oder Bergbauunternehmen bei der Energiegewinnung aus Geothermie oder die Endlagerung radioaktiver Stoffe genutzt werden

Batch I/2017

Kinfinity Solutions macht durch den Datenhandschuh Kinfinity Glove die menschliche Hand zum Interaktions- und Eingabegerät. So lassen sich einerseits neue Anwendungsfelder im Bereich Virtual-Reality und Augmented Reality erschließen. Andererseits können komplexe Bewegungen von Roboterarmen ohne Programmieren vorgegeben werden.

VECTOR21 entwickelt und vertreibt eine Marktsimulationssoftware für die strategische Unternehmensabteilungen und Beratungen. Anders als bei alternativen Softwareprodukten, sind die Szenarien beispielsweise für die Diffusion alternativer Fahrzeugtechnologien interaktiv und live. Der Anwender greift einfach auf Inputdatencharts zu und die Software berechnet komplexe Analysen in Sekundenschnelle.

Batch II/2016

Industrie 4.0 fordert und bedingt den Einsatz von schutzzaunlosen Robotersystemen zur sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK). Sich bewegende Roboterwerkzeuge und auch Werkstücke stellen ein großes Gefährdungspotenzial für Menschen. COBOTECT bietet ein Sicherheitsmodul an, welches in hoher Geschwindigkeit Roboterwerkzeuge und Werkstücke mit einem Airbag umschließt und wieder frei gibt.

Für die Reparatur von Teilen aus Faserverbundkunststoffen, wie sie in der Windenergie-, Flugzeug- und Automobilbranche genutzt werden, hat mSquare eine neue Generation von Reparatur-Heizmatten entwickelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen zeigen die reparierten Bauteile deutlich verbesserte Materialeigenschaften auf, bei gleichzeitig deutlich kürzerer Reparaturdauer.

Batch I/2016

dermaSight entwickelt ein Mesoskopie-Gerät basierend auf einem bildgebenden Verfahren für dermatologische und endoskopische Anwendungen. Es setzt auf die sogenannte "ultra-breitbandige, optoakustische Mesoskopie", um 3D-Bilder mit hoher Auflösung aufzunehmen. Molekulare und physiologische Parameter können so in Echtzeit erfasst und Diagnosen somit deutlich schneller gestellt werden.

Bisher sind in der Bergbau- und Ressourcenindustrie für die Erschließung neuer Lagerstätten von seltenen Erden oder Metallen kostspielige Expeditionen und Probebohrungen nötig. ReSens+ kann mittels eigen-entwickelter Algorithmen anhand von Satelliten- oder Flugzeugaufnahmen die Verortung, Qualität und Quantität von Bodenressourcen flächenhaft und sehr schnell genau bestimmen.

Erzlabor hat ein Verfahren zur Mineralienanalyse weiterentwickelt, das ressourceneffiziente Aufbereitungs- und Verarbeitungsstrategien bei der Gewinnung oder beim Recycling von Rohstoffen ermöglicht. Das Verfahren der Automatisierten Mineralogie führt zu einer Senkung der Prozess- und Produktionskosten durch eine höhere Analytikgeschwindigkeit und verbesserte Output-Qualität.

Is It Fresh hat druckbare Sensoren auf Basis eine neuen Tintentechnologie entwickelt, welche das derzeit viel diskutierte Ablaufdatum bei Lebensmitteln quasi überflüssig macht. Mit ihrer Hilfe lassen sich Daten über jedes Lebensmittelprodukt generieren, wie frisch es ist.

Die von den Jülicher Wissenschaftlern entwickelte sFIDA-Technologie kann Oligomere, die beispielsweise mit verantwortlich für das Entstehen und Fortschreiten der Alzheimerschen Demenz (AD) sind, ultrasensitiv und spezifisch quantifizieren. Darüber hinaus kann die Technologie auch für andere Proteinfehlfaltungskrankheiten, wie die Parkinson-Krankheit, angewendet werden. Sie wird zunächst als diagnostisches Dienstleistungsprodukt für Kunden aus der pharmazeutischen Industrie und der akademischen Forschung angeboten.

Für die Behandlung der Alzheimerschen Demenz (AD) hat das Forschungszentrum Jülich einen völlig neuartigen Wirkstoffkandidaten entwickelt, der im Tiermodell sowohl seine Wirksamkeit in der Verzögerung der Krankheit als auch seine Sicherheit bei der Behandlung gezeigt hat. Dieser potenzielle Wirkstoff einen einzigartigen Wirkmechanismus, der sich direkt und spezifisch gegen toxische Oligomere des Aβ-Peptids richtet. Zudem zeichnet sich der Wirkstoffkandidat durch relativ günstige Herstellungskosten aus und kann oral verabreicht werden.

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    • Dr.-Ing. Jörn Krupa
    • Leiter Bereich Transfer und Innovation
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    • Dr. Martin Kamprath
    • Referent Bereich Transfer und Innovation
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