Ausgründungen

Seit 2005 entstanden 242 Spin-offs aus der Helmholtz-Gemeinschaft. Zwei Drittel davon wurden durch das Helmholtz Enterprise Programm gefördert.

Die folgende Liste fasst die Ausgründungen übersichtlich zusammen:

Ausgründungen der Helmholtz-Gemeinschaft

Batch I/2020

B² Sensors offers a portable, one-sensor solution for early and reliable detection of multiple gaseous compounds in water and air. The state-of-the-art infrared sensor allows simultaneous identification and quantification of a broad range of dissolved compounds. The oil and gas industry, for prospecting as well as for monitoring pipelines for leakages, is one of the primary markets. The sensor is also designed for environmental and climate research and monitoring of ocean and inland waters. The B² Sensors Team has over 20 years of accumulated experience in the development, design, construction and production of underwater sensors and technologies.

Produktionsmaschinen und Anlagen sind durch ihre Abmaße und großen Gewichte heute nur mit hohem Aufwand auf- und abzubauen. Bestehende Produktionslinien neu anzuordnen ist ebenso mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Im Ausgründungsprojekt wird daher ein modulares Schwerlast-Transportsystem entwickelt und anschließend auf den Markt gebracht, mit dem Maschinen und Anlagen verschiedenster Größen und Gewichte komfortabel und sicher angehoben und per Fernbedienung von einer einzelnen Person bewegt werden können.

Enginears is team of scientists and clinicians developing novel medical devices for the ear, nose, and throat. Common ailments, such as middle ear infections, are misdiagnosed at a significant rate in children, leading to unnecessary treatment and excess medical costs. The team has developed miniaturized tools that put advances in medical imaging technologies into the hands of practitioners, improving the speed and accuracy of diagnosis for common pediatric conditions.

Novel, compact measurement system for the determination of absolute luminescence yields of LEDs or solar cells.

More environmentally friendly and quality assured repair of fibre composite structures with applications in aviation.

PALS is a method for non-destructive material analysis of defects on the nanometer scale.

Multifunctional sensor for non-contact monitoring and control of industrial plants.

Cloud-based software platform to improve discovery of suitable advanced materials for R&D purposes.

Enzyme catalytic process development for companies producing fine chemicals and active ingredients.

Service for special thin film coatings in areas such as optics, biology and electronics.

Soil gas analysis to reduce financial risks in exploration and to improve the accuracy of drilling planning.

Batch II/2019

Das Forscherteam um Rolf Müller und Mark Brönstrup vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) erforscht in enger Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Evotec neue Wirkstoffkandidaten der Cystobactamid-Familie. Cystobactamide haben das Potenzial zur empirischen Antibiotika-Therapie komplizierter Harnwegs- und Bauchrauminfekte und sollen für diese Anwendung weiter optimiert werden. Die Wirkstofffamilie der Cystobactamide hemmt ein bekanntes bakterielles Enzym (die Gyrase), allerdings durch einen Mechanismus, der resistenzbrechend gegenüber den klinisch breit eingesetzten Fluoroquinolonen ist. Die Kooperation verbindet das Know-how des HZI im Bereich der Naturstoffe mit der weltweit führenden translationalen Wirkstoffforschungsplattform im Bereich Antibiotika von Evotec. Das Projekt befindet sich am Übergang in die Leitstrukturoptimierung und hat Förderung unter anderem vom BMBF eingeworben.

Das Helmholtz Enterprise-Projekt Myxobiotics unter Leitung von Thomas Hesterkamp verfolgt die Ausgründung und Risikokapitalfinanzierung mit dem mittelfristigen Ziel, ein fortgeschrittenes Cystobactamid als Entwicklungskandidaten nominieren zu können. Für die Entwicklung der Wirkstofffamilie soll auch weitere öffentliche Förderung eingeworben werden. Mit dem Helmholtz Enterprise Plus-Modul wird ein erfahrener Industrieberater finanziert.

Der menschliche Stoffwechsel spiegelt Prozesse von Gesundheit und Krankheit wider. Es gibt spezifische sogenannte Biomarker, die den Ausbruch und verschiedene Stadien einer Erkrankung abbilden – so auch bei der chronischen Nierenerkrankung (CKD) und bei der Endometriose: CKD ist eine der häufigsten und schwersten Komplikationen des Diabetes und des Bluthochdrucks. CKD erhöht das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen bis hin zum Herzinfarkt. Das Endstadium des Nierenversagens ist tödlich, wenn es nicht durch aufwendige und teure Interventionen wie Dialyse oder Nierentransplantation behandelt wird. Die Endometriose, eine chronische Erkrankung mit unklarer Ursache, die durch Wucherung des Endometriums außerhalb des Uterus charakterisiert ist, betrifft fast jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter. Sie äußert sich durch teilweise schwere Menstruationsschmerzen, Unfruchtbarkeit und weitere Komplikationen wie Entzündungen oder sogar Krebs.

Jerzy Adamski (Helmholtz Zentrum München), Klaus Weinberger (sAnalytiCo, Belfast, und UMIT, Hall) und ihre Mitarbeiter entwickelten neue diagnostische und prognostische Biomarker für bisher ungelöste Fragestellungen in der Nephrologie und Gynäkologie. Die neu entwickelten diagnostischen Verfahren für diese beiden Indikationen verwenden die gleiche Technologieplattform, die Tandem-Massenspektrometrie, um erkrankungsspezifische Metabolitenmuster nachzuweisen. Die neuen Verfahren werden die klinische Entscheidungsfindung in definierten Indikationen unterstützen. In der Nephrologie werden die Biomarker eine praktikablere und zuverlässigere Auswahl von Lebendnierenspendern, eine Stratifikation von CKD-Patienten in die optimalen Therapieschemata und letztlich auch eine frühe Risikoeinschätzung für alle Diabetiker und Hochdruckpatienten ermöglichen. Bei der Endometriose wird der neue Test die Zeit bis zu einer definitiven Diagnose verkürzen, unnötige Eingriffe vermeiden, die Behandlung von Unfruchtbarkeit unterstützen und die Lebensqualität von Patientinnen verbessern. Helmholtz Enterprise unterstützt das Projekt Metaron bei den ersten Schritten zur geplanten Ausgründung mit dem Ziel, die Biomarker-Assays klinisch zu validieren und als in vitro-Diagnostikprodukte auf den Markt zu bringen.

Mit der steigenden Nachfrage nach Hochtechnologiemetallen für die Wirtschaft steht der Bergbau vor komplexen Herausforderungen. Die nachhaltige Rohstoffversorgung erfordert energieeffiziente und sozialverträgliche Verfahren mit geringer Umweltbelastung. Mit mehr als sechs Jahren Erfahrung aus internationalen Projekten hat die Abteilung Explorationstechnologie des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) erfolgreich neuartige, digitale Kartierungsverfahren entwickelt. Durch die Integraftion von Multi-Sensor- und Multi-Skalen-Ansätzen konnten diese Verfahren erfolgreich in zahlreichen Anwendungen demonstriert werden. Die entwickelten Technologien minimieren die Auswirkungen auf die Umwelt, stärken die Akzeptanz in der Bevölkerung und verbessern gleichzeitig bestehende Erkundungstechnologien. Dank zahlreicher Machbarkeitsstudien sind diese Fähigkeiten im Team um Richard Gloaguen heute voll einsatzfähig und marktreif.

Das Ziel des Helmholtz Enterprise-Projekts "TheiaX" ist es, die Bedürfnisse der Industrie nach schneller und genauer Charakterisierung von Rohstoffen mittels innovativer abbildender Sensoren zu erfüllen. Diese Sensoren können auf verschiedenen Plattformen, zum Beispiel auf Drohnen installiert werden. Weiterhin nutzt TheiaX das Potenzial der künstlichen Intelligenz und der virtuellen Realität, um ein wirtschaftliches, schnelles, nicht invasives Entscheidungsinstrument für die Rohstofferkundung und -gewinnung bereitzustellen. TheiaX bietet digitale Abbilder, die als zuverlässige Grundlage sowohl für die strukturelle und lithologische Kartierung als auch für ein Umwelt-Monitoring dienen können. So lassen sich menschliche Eingriffe in den Untersuchungsgebieten minimieren. „Wir stellen geeignete Produkte bereit, die die Sicherheit der Arbeitnehmer verbessern, die Umweltbelastung verringern und den Geologen und Ingenieuren vor Ort die wichtigsten Informationen rechtzeitig zur Verfügung stellen, um entsprechende Entscheidungen zu treffen“, sagt Robert Zimmermann, Mitglied des Gründungsteams.

Batch I/2019

Die GFZ-Forscherin Elisa Fagiolini hat im Projekt WaMoS (Water Monitoring from Space) eine Software entwickelt, mit der klimatisch exponierten Regionen geholfen werden kann, sich besser auf Krisenereignisse wie Wassermangel oder Überflutungen vorzubereiten. Mithilfe der Hydrogravimetrie-Software lassen sich anhand von Satellitendaten der „GRACE“ sowie „GRACE-FO“-Missionen des GFZ und der NASA weltweit Änderungen im Wasserhaushalt spezifischer Regionen analysieren. Die Software kann dabei zwischen einzelnen Komponenten des gesamten Wasserhaushalts unterscheiden. Essenziell kann die WaMoS-Software beispielsweise in jenen Regionen für Wasserversorger, Agrarunternehmen oder Versicherer sein, die langfristig planen müssen.

In hiesigen Breiten kann dagegen die Entwicklung von Martin Israel vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wirken: Wenn Landwirte im späten Frühjahr Wiesen mähen und Felder ernten, sterben dabei alleine in Deutschland Jahr für Jahr 100.000 Rehkitze, die sich vor Fressfeinden im hohen Gras verstecken und von den Erntemaschinen aus übersehen werden. Abhilfe schaffen soll der „Fliegende Wildretter“, den das DLR-Team entwickelt hat und der sich bereits in zahlreichen Praxistests bewährte. Der mit Sensoren ausgestattete DLR-Flugroboter fliegt vor der Ernte automatisch das Feld ab und speichert im Sekundentakt hochaufgelöste Wärmebilder und deren Lagedaten. Eine Spezialsoftware analysiert diese nach dem Flug. Die Fundstellen werden georeferenziert und können auf ein GPS-Gerät übertragen werden, das dann den Landwirt oder den Jagdpächter auf den Fundort hinweist. Ein Vorteil des „Fliegenden Wildretters“ ist, dass die Technologie auch bei Sonnenschein die versteckten Rehkitze erkennt.

Batch II/2018

Präzisionsmessgerät für den Tensor des elektrischen Widerstands für die Entwicklung von Hightech-Materialien im Bereich Mikroelektronik.

Ultra-hochdichte Peptidarrays für eine beschleunigte Medikamentenentwicklung im Bereich Biologicals.

Umformverfahren für Kunststoffteile, welches wirtschaftlicher als 3-D-Druck und flexibler als Prägetechniken oder Spritzguss ist.

Batch I/2018

Osteolabs hat eine innovative Methode zur diagnostischen Früherkennung als auch zur Therapiekontrolle von diagnostizierter Osteoporose entwickelt. Dabei werden klinisch getestete nicht-invasiven Calcium Isotopen Biomarker für den B2B- als auch B2C-Markt eingesetzt.

Neofizient hat ein Innenraummesssystem entwickelt, welches schnell und günstig energetische Gebäudemodelle erstellen kann. Die automatisierte Erstellung von energetischen Gebäudemodellen ermöglicht eine effiziente energetische Beurteilung und Dokumentierung von Gebäuden für die Kunden in den Bereichen Energieberatungen, Stadtwerke und große Liegenschaftsverwaltungen.

MyoPax-Biobank bietet Patienten jeden Alters, mit fortschreitendem Muskelschwund die Möglichkeit an, eigenen Stammzellen für die zukünftige individualisierte Behandlung von Muskelkrankheiten und –defektezu konservieren. Die Biobank für muskuläre Zelltherapeutik ist die Vorstufe für eine aussichtreiche Therapie, die derzeit am MDC entwickelt wird und absehbar in wenigen Jahren zur Verfügung stehen soll.

Theraselect lokalisiert mit der sogenannten MALDI Imaging Methoden eine Vielzahl von Molekülen markierungsfrei in klinischen und präklinischen Gewebeschnitten. Bei Arzneimittelstudien können damit Wirkstoffe und ihre Stoffwechselprodukten (Metaboliten) bildanalytisch unterschieden werden, um so den Erfolg einer Applikation nachzuweisen. Ebenso können für die personalisierte Tumordiagnostik umfangreiche, spezifische Biomarkerprofile erfasst werden. Die MALDI Imaging Analyse übertrifft dabei die bisherigen (immun)histologischen bzw. molekularen Verfahren an Schnelligkeit, Kosteneffizienz, Zuverlässigkeit und Objektivierbarkeit.

FCPP (Fuel Cell Power Pack) entwickelt, montiert und vertreibt Brennstoffzellensystem für den Einsatz in Lastenfahrrädern und Kleinelektrofahrzeugen speziell für den innerstädtischen Last-Mile Transport. FCPP führt zusätzlich Geschäftsmodellkonzeptionierung basierend auf verschiedenen Last-Mile – Logistikkonzepten für die Kunden durch.

Simutence entwickelt eine verbesserte Simulationsmethode für die virtuelle Produktentwicklung von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) im Rahmen von Dienstleistungen und Zusatzmodulen. Die Rolle von FVK besitzt ein hohes Potential für den Leichtbau in Fahrzeugstrukturen aufgrund ihrer hohen Steifigkeit und geringen Gewichts. Die Simulationssoftware ermöglicht auf Basis der Vorhersage von Fertigungseffekten innerhalb einer virtuellen Prozesskette erstmals "digital twins" von faserverstärkte Kunststoffen aussagekräftig und zuverlässig zu modellieren.

Heisenberg entwickelt Quantenalgorithmen zur Voraussage von Moleküleigenschaften für die Chemie- und Pharmaindustrie. Die Heisenberg Software kann sowohl auf herkömmlichen Computern als auch auf existierenden und zukünftigen Quantencomputern eingesetzt werden. Damit können bereits heute Entwicklungsprozesse bei den Kunden beschleunigt und das Verständnis von chemischen und physikalischen Zusammenhängen erhöht werden. Dadurch können neue Prozesse und Produkte schneller realisiert werden. Heisenberg ermöglicht seinen Kunden bereits jetzt von den Möglichkeiten von Quantencomputern in der Forschung und Entwicklung von Materialien und Medikamenten zu profitieren und die Risiken der Veränderungen zu minimieren.

Batch II/2017

CEN-Mat stellt maßgeschneidert hochspezielle Nanomaterialien mit gezielter Kontrolle der Materialieneigenschaften her. Mittels einer neuen wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Syntheseroute erzeugt das Unternehmen zugeschnittene Materialien für Kunden aus der Energie-, Automobil- oder Pharmaindustrie.

µyPrint vermarktet einen neuartigen molekularen Drucker, der exakt definierte und hochaufgelöste Oberflächenmuster für Anwendungen in der biomedizinischen Forschung und klinischen Diagnostik für Forschungseinrichtungen und später Industriekunden herstellt.

Eximmium vertreibt  Antikörper an Hersteller von Biopharmazeutika, die mit einer eigens entwickelten Plattformtechnologie basierend auf extrazellulären Vesikeln hergestellt werden. Mit der neuen Technologie lassen sich bislang nicht bekannte Tumorantigene identifizieren und gleichzeitig Antikörper dagegen erzeugen.

DcubeRoc entwickelt und vertreibt Softwaremodule, welche die komplexen Vorgänge in Rissnetzwerken im Untergrund für unterschiedlichste geologische Anwendungen möglichst realistisch simulieren können. Diese Technologie kann von Ministerien, Energie- oder Bergbauunternehmen bei der Energiegewinnung aus Geothermie oder die Endlagerung radioaktiver Stoffe genutzt werden

Batch I/2017

Kinfinity Solutions macht durch den Datenhandschuh Kinfinity Glove die menschliche Hand zum Interaktions- und Eingabegerät. So lassen sich einerseits neue Anwendungsfelder im Bereich Virtual-Reality und Augmented Reality erschließen. Andererseits können komplexe Bewegungen von Roboterarmen ohne Programmieren vorgegeben werden.

VECTOR21 entwickelt und vertreibt eine Marktsimulationssoftware für die strategische Unternehmensabteilungen und Beratungen. Anders als bei alternativen Softwareprodukten, sind die Szenarien beispielsweise für die Diffusion alternativer Fahrzeugtechnologien interaktiv und live. Der Anwender greift einfach auf Inputdatencharts zu und die Software berechnet komplexe Analysen in Sekundenschnelle.

Batch II/2016

Industrie 4.0 fordert und bedingt den Einsatz von schutzzaunlosen Robotersystemen zur sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK). Sich bewegende Roboterwerkzeuge und auch Werkstücke stellen ein großes Gefährdungspotenzial für Menschen. COBOTECT bietet ein Sicherheitsmodul an, welches in hoher Geschwindigkeit Roboterwerkzeuge und Werkstücke mit einem Airbag umschließt und wieder frei gibt.

Für die Reparatur von Teilen aus Faserverbundkunststoffen, wie sie in der Windenergie-, Flugzeug- und Automobilbranche genutzt werden, hat mSquare eine neue Generation von Reparatur-Heizmatten entwickelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen zeigen die reparierten Bauteile deutlich verbesserte Materialeigenschaften auf, bei gleichzeitig deutlich kürzerer Reparaturdauer.

Batch I/2016

dermaSight entwickelt ein Mesoskopie-Gerät basierend auf einem bildgebenden Verfahren für dermatologische und endoskopische Anwendungen. Es setzt auf die sogenannte "ultra-breitbandige, optoakustische Mesoskopie", um 3D-Bilder mit hoher Auflösung aufzunehmen. Molekulare und physiologische Parameter können so in Echtzeit erfasst und Diagnosen somit deutlich schneller gestellt werden.

Bisher sind in der Bergbau- und Ressourcenindustrie für die Erschließung neuer Lagerstätten von seltenen Erden oder Metallen kostspielige Expeditionen und Probebohrungen nötig. ReSens+ kann mittels eigen-entwickelter Algorithmen anhand von Satelliten- oder Flugzeugaufnahmen die Verortung, Qualität und Quantität von Bodenressourcen flächenhaft und sehr schnell genau bestimmen.

Erzlabor hat ein Verfahren zur Mineralienanalyse weiterentwickelt, das ressourceneffiziente Aufbereitungs- und Verarbeitungsstrategien bei der Gewinnung oder beim Recycling von Rohstoffen ermöglicht. Das Verfahren der Automatisierten Mineralogie führt zu einer Senkung der Prozess- und Produktionskosten durch eine höhere Analytikgeschwindigkeit und verbesserte Output-Qualität.

Is It Fresh hat druckbare Sensoren auf Basis eine neuen Tintentechnologie entwickelt, welche das derzeit viel diskutierte Ablaufdatum bei Lebensmitteln quasi überflüssig macht. Mit ihrer Hilfe lassen sich Daten über jedes Lebensmittelprodukt generieren, wie frisch es ist.

Die von den Jülicher Wissenschaftlern entwickelte sFIDA-Technologie kann Oligomere, die beispielsweise mit verantwortlich für das Entstehen und Fortschreiten der Alzheimerschen Demenz (AD) sind, ultrasensitiv und spezifisch quantifizieren. Darüber hinaus kann die Technologie auch für andere Proteinfehlfaltungskrankheiten, wie die Parkinson-Krankheit, angewendet werden. Sie wird zunächst als diagnostisches Dienstleistungsprodukt für Kunden aus der pharmazeutischen Industrie und der akademischen Forschung angeboten.

Für die Behandlung der Alzheimerschen Demenz (AD) hat das Forschungszentrum Jülich einen völlig neuartigen Wirkstoffkandidaten entwickelt, der im Tiermodell sowohl seine Wirksamkeit in der Verzögerung der Krankheit als auch seine Sicherheit bei der Behandlung gezeigt hat. Dieser potenzielle Wirkstoff einen einzigartigen Wirkmechanismus, der sich direkt und spezifisch gegen toxische Oligomere des Aβ-Peptids richtet. Zudem zeichnet sich der Wirkstoffkandidat durch relativ günstige Herstellungskosten aus und kann oral verabreicht werden.

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