29.08.2016

Die Meereswissenschaften präsentieren sich im Bundesforschungsministerium

Mitmach-Stand der Helmholtz-Schülerlabore beim Tag der offenen Tür bot interessante Experimente und Informationen für Jung und Alt

29.08.2016/Berlin. Der Tag der offenen Tür des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am 27. und 28. August 2016 in Berlin stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Wissenschaftsjahrs 2016*17 – Meere und Ozeane. Die Schülerlabore von fünf Helmholtz-Zentren beteiligten sich am vergangenen Wochenende mit einem gemeinsamen Stand für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene zu verschiedenen Themen der Meeresforschung.

 

Wie eng Bildung und Forschung miteinander verknüpft sein können, zeigten beim diesjährigen Tag der offenen Tür der Bundesregierung die Schülerlabore in der Helmholtz-Gemeinschaft. An einem gemeinsamen Stand im Bundesministerium für Bildung und Forschung boten sie den Besucherinnen und Besuchern auf anschauliche Weise Einblicke in aktuelle Arbeitsthemen ihrer Forschungszentren, aufbereitet in leicht verdauliche Portionen, wie sie auch Schulklassen in den Schülerlaboren der Einrichtungen präsentiert bekommen: an handlichen Tankmodellen konnten Jung und Alt beispielsweise die Strömungsverhältnisse zwischen Nord- und Ostsee simulieren und sich so veranschaulichen, weshalb die tieferen Bereiche der Ostsee unter sehr geringen Sauerstoffgehalten leiden.

 

Über den Online-Zugriff auf aktuelle Messdaten in der Nordsee hatten Interessierte zudem die Möglichkeit, sich einen unmittelbaren Eindruck über Strömungen, Wellenhöhen, Temperaturen und Salzgehalte verschaffen. Eine „Augmented Reality Sandbox“ erlaubte den Gästen, reale Landschaften nachzubilden und dann durch Wassersimulationen Ereignisse wie Deichbrüche oder Überschwemmungen nachzustellen.

 

Die Besucherinnen und Besucher, einschließlich der Gastgeberin, Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, zeigten sich sehr interessiert, probierten aus und stellten viele Fragen. Trotz des heißen Sommerwetters, das eigentlich eher zum Baden einlud, tummelten sich stets zahlreiche Neugierige an den Ständen und ließen sich die Zusammenhänge zwischen vereinfachtem Experiment und wissenschaftlicher Forschung erläutern.

 

Die Ausstellenden ihrerseits freuten sich über diese große Aufmerksamkeit. Insbesondere die Jugendlichen, welche die Schülerlabore zur Unterstützung mitgebracht hatten, waren begeistert: „Es ist toll, wie sich die Menschen für unsere Themen interessieren!“, sagte Mark Kolbus aus Bremerhaven, dessen Schulunterricht in der gymnasialen Oberstufe zum Teil am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) stattfindet. „Außerdem macht es einfach Spaß, den Leuten zu zeigen, was wir im Schülerlabor so machen“, ergänzte Anna Morawski, eine Schülerin der 11. Klasse, die bereits seit längerer Zeit im „Freitagsforscherclub“ des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel mitarbeitet.

 

Diesen Aspekt betonte auch Dr. Antje Wichels vom AWI Helgoland: „Ähnlich wie hier versuchen wir auch in unserer täglichen Arbeit in den Schülerlaboren, durch enge Anknüpfung an aktuelle Forschung, Motivation und neue Impulse für die schulische Bildung zu vermitteln.“

Die Ausstellungsbeiträge entstanden in Zusammenarbeit der Schülerlabore der Helmholtz-Zentren aus Kiel, Bremerhaven, Helgoland, Geesthacht und Potsdam. „Der direkte Draht zwischen unseren Schülerlaboren ermöglicht uns Projekte, die jeder für sich nur mit Mühe durchführen könnte“, erläuterte Dr. Joachim Dengg vom GEOMAR, Sprecher des Netzwerks Schülerlabore in der Helmholtz-Gemeinschaft. Und so sind auch neue, gemeinsame Vorhaben schon in Planung, unter anderem ein zwei-wöchiger, meereswissenschaftlicher Workshop im Herbst 2017 auf Helgoland für Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet.

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