Winterfest für Flüchtlinge gemeinsam mit dem Haus der kleinen Forscher

Die Barthaare des Löwen genau in die Mitte des Papptellers zu malen, ist Arashk leider missglückt. Etwas krakelig sind sie eher am rechten Rand der Maske gelandet. Und das, nachdem der kleine Junge aus dem Iran den Hintergrund zuvor minutenlang gelb ausgemalt hat. Traurig hält er nun den schiefen Löwen in der Hand. Aber er lässt sich nicht entmutigen. Wenn es mit dem König der Tiere nichts wird, soll es eben ein Pandabär werden – und das klappt gleich im ersten Anlauf. Stolz klebt er noch die schwarzen Ohren an die Maske, zieht ein Gummiband auf der Rückseite ein. Fertig. Auf geht’s zum nächsten Basteltisch.

Arashk war eines von rund 30 Kindern aus der Flüchtlingsunterkunft Berlin-Köpenick, die am vergangenen Montag im Haus der kleinen Forscher einen Bastel- und Experimentiernachmittag verbracht haben. Sie alle sind im Grundschulalter und sollten hier einfach einmal ein paar entspannte Stunden erleben. „In ganz Berlin, in ganz Deutschland wird viel gespendet. Das ist toll. Auch die Helmholtz-Gemeinschaft engagiert sich intensiv. Aber oft ist es das Zwischenmenschliche, das den Familien nach ihrer langen und anstrengenden Reise fehlt“, sagte Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, der sich für die Kinder aus Syrien, dem Iran oder Bosnien und Herzegowina Zeit nahm. „Auch das wollen wir hier heute ein Stück weit ändern.“ Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus dem Haus der kleinen Forscher und der Helmholtz-Geschäftsstelle machten den Nachmittag möglich.


Und die Kleinen konnten dabei auch spielerisch Neues entdecken. An verschiedenen Experimentiertischen ließ sich herausfinden, was Magnete mit Büroklammern anstellen, wie man einen kleinen Stromkreis bastelt oder wie ein Smartphone die Schwingungen eines Pendels in ein Diagramm umwandelt. Daneben wurden Mandalas ausgemalt, die Gesichter geschminkt und Fähnchen gebastelt.

„Forscher in aller Welt haben eines gemeinsam, sie bekommen irgendwann Hunger“, sagte Michael Fritz, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Haus der kleinen Forscher. Dank des persönlichen Engagements der Helferinnen und Helfer sowie einer finanziellen Unterstützung der Helmholtz-Geschäftsstelle gab es deshalb Kuchen und belegte Brötchen. Die wurden im Lauf des Nachmittags munter aufgefuttert – und anschließend zogen die Löwen, Pandabären, die Feen und vielleicht auch Nachwuchswissenschaftler fröhlich wieder von dannen.

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