Der Forschungsbereich "Schlüsseltechnologien"

Mehr als 80 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begutachteten in vier hochkarätigen Panels die wissenschaftliche Qualität der Beiträge der Helmholtz‐Zentren FZJ, KIT und HZG zu den Programmen des Forschungsbereichs Schlüsseltechnologien.

Die Gutachterinnen und Gutachter identifizierten über den gesamten Forschungsbereich hinweg zahlreiche Aktivitäten, die sie als weltweit führend bewerteten. Besonders hoben sie in diesem Zusammenhang den Betrieb des Jülich Supercomputing Centers und die 3D-Gehirn-Kartierung hervor. Dem Bereich der Quantenmaterialien bescheinigen die Experten gleichfalls eine sehr hohe Qualität. Ebenso seien die Beiträge im Forschungsfeld Optik und Photonik oder in der Strukturbiologie herausragend. Überzeugt hat in gleicher Weise die Forschung an metallischen und polymeren Biomaterialien, sowie die Arbeiten zur Pflanzen-Phänotypisierung. Besondere Anerkennung finden auch die Aktivitäten im Bereich der Technikfolgenabschätzung.

Die holistische Konzeption der Forschungsprogramme sowie deren inter- und transdisziplinäre Ansätze erfüllten in optimaler Weise die Mission der Helmholtz-Gemeinschaft. Ein großer Mehrwert entstehe durch Querverbindungen zwischen den Programmen, wie beispielsweise in der Verbindung von Supercomputing, Neurowissenschaften und biologischen Grundlagen oder in der guten Kooperation der Zentren des Forschungsbereichs, die sich mit ihren komplementären Kompetenzen bestens ergänzen.

Hervorragende Bedingungen für Forschung von höchster Qualität böten die verschiedenen, oft weltweit führenden Forschungsinfrastrukturen. Vom Supercomputing Center über Mikro- und Nanozentren zu neuester Elektronenmikroskopie stünden den Forschenden beste Forschungsanlagen zur Verfügung. Hierzu zählten auch einmalige, bildgebende Anlagen für Neuro- und Biowissenschaften, ein Zentrum zur Forschung an Zebrafischen oder eine Plattform zur Erforschung und Verarbeitung von Magnesium. Diese wenigen Beispiele der Großforschungsanlagen sowie zahlreiche vorhandene Spezialinstrumente verdeutlichten die einmalige Kombination hochwertiger wissenschaftlicher Infrastrukturen, die eine maßgebliche Basis für die Stärke des Forschungsbereichs bilden.

Die Gutachterinnen und Gutachter empfahlen einer Steigerung der Ressourcen für die Datenwissenschaften. Für diesen Bereich solle zudem ein  ganzheitlicher Ansatz entwickelt werden, der auch die Zusammenführung der Aktivitäten zu Simulation und Modellierung beinhalte. Die Zukunftsfelder Quantencomputing sowie Neuromorphes Computing sollten weiter gefördert werden. Eine Stärkung von Simulation und Modellierung wurde ebenfalls für die Materialwissenschaft empfohlen wie auch ein Ausbau der Bioinformatik. Darüber hinaus solle das Gebiet der Technikfolgenabschätzung forciert werden, insbesondere in Hinblick auf die Digitale Transformation.

Der Forschungsbereich ist nach Ansicht der Gutachterinnen und Gutachter mit vielen Aktivitäten auf höchstem internationalem Niveau sehr gut aufgestellt. Sie unterstützen ausdrücklich die vorgestellte Entwicklung hin zu einem Fokus auf Information auf der Grundlage der herausragenden Forschung der drei Zentren.

Zu den anderen Forschungsbereichen:

Forschungsbereich "Energie"

Forschungsbereich "Erde und Umwelt"

Forschungsbereich "Gesundheit"

Forschungsbereich "Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr"

Forschungsbereich "Materie"

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