Querschnittsaktivitäten und Allianzen

Um Forschungsfelder zusammenzubringen, profilbildende Schwerpunkte zu fördern oder Netzwerke mit anderen wissenschaftlichen Partnern in Deutschland aufzubauen, hat der Helmholtz-Forschungsbereich Erde und Umwelt zahlreiche Querschnittsaktivitäten („Cross-Cutting activities“) und Allianzen („Alliances“) ins Leben gerufen.

Helmholtz-übergreifend konzentrieren sich zum Beispiel in der Helmholtz-Klima-Initiative 15 Zentren aus allen sechs Forschungsbereichen auf die beiden Schwerpunkte „Netto-Null-2050“ (Mitigation) und „Anpassung an Extremereignisse“ (Adaptation). Im Cluster „Mitigation“ wollen wir wissenschaftliche Beiträge zu einer Roadmap erarbeiten, die beschreibt, wie Deutschland bis zum Jahr 2050 den Ausstoß an CO2-Emissionen auf netto null reduzieren kann und wie wir aktiv CO2 aus der Atmosphäre entziehen können. Im Cluster „Adaptation“ ist das Ziel, Anpassungsmöglichkeiten in vielen Lebensbereichen wie der Gesundheit, der Landwirtschaft, der Energieversorgung oder dem Verkehr aufzuzeigen. Neun unserer Zentren bringen ihre Expertise zudem in den Helmholtz-Verbund Regionale Klimaänderungen (REKLIM) ein, um Erdsystemmodelle zu entwickeln, in denen die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Ozean, Kryosphäre, Biosphäre, Landoberflächen und Böden berücksichtigt werden. Diese Modelle ermöglichen, regionale Klimaänderungen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft präziser zu analysieren. Gefragt sind die Modelle beispielsweise bei Entscheidungsträgern, die eine fundierte wissenschaftliche Grundlage für ihr politisches und sozioökonomisches Handeln benötigen. Zudem ist eine wichtige Aufgabe von REKLIM, dieses Wissen aus dem Bereich Klimaforschung in die Öffentlichkeit zu bringen. Dazu zählen zum Beispiel das Informations- und Datenportal meereisportal.de, der deutschlandweite Dürremonitor oder der Regionale Klimaatlas Deutschland. In neun weiteren Querschnittsaktivitäten arbeiten einige unserer Helmholtz-Zentren zusammen, beispielsweise in der Fernerkundung, Geoenergie, Bioökonomie und beim Thema resiliente urbane Räume.

Facettenreich ist auch die Topic-übergreifende Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Helmholtz-Forschungsbereichs Erde und Umwelt. So erforschen wir mit flexiblen und mobilen Messsystemen zur Erdbeobachtung (MOSES), wie Extremereignisse die langfristige Entwicklung von Erd- und Umweltsystemen beeinflussen. Damit liefern wir Antworten auf drängende Fragen: Welche Auswirkungen haben Hitzewellen auf den Wasserhaushalt, die Vegetation und die Luftqualität? Wie verändern Überflutungen terrestrische Ökosysteme und Küstengebiete? Wie beeinflussen Ozeanwirbel den Energietransport und die Nahrungsketten der Meere?

In weiteren Helmholtz-übergreifenden Kooperationen widmen wir uns der Umweltbeobachtung und den Auswirkungen des Klima- und Landnutzungswandels auf terrestrische Umweltsysteme (TERENO), der Erdsystemmodellierung (ESM) und der Vernetzung unterschiedlicher Daten aus Atmosphären-, Ozean- und terrestrischer Forschung (Digital Earth). 

Der Erde und Umwelt DataHub hat drei dezentrale, den Kompartimenten zugeordnete Hubs (ATMO, MARE, TERRA). Sie formen eine vernetzte Basisstruktur die auch durch wohldefinierte Arbeitskreise verwoben ist. Der Aufbau und Erhalt des DataHub als FAIR-ready Infrastruktur gibt den Datenwissenschaften in Erde und Umwelt eine solide Basis für neue Erkenntnisse.  

Mit der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft sowie zahlreichen Universitäten kooperieren wir zudem in der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) und der Deutschen ErdSystem-Allianz.

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Kontakt

 

"Taking the pulse of the planet" 

Broschüre des Helmholtz Earth Observatory Network (Januar 2013)

 

Integrierte Forschung zur Lösung globaler Wasserprobleme

Broschüre des Helmholtz Wasser Netzwerks