Das Programm „Renewable Energies“

Das Programm beschäftigt sich mit der Erforschung und Weiterentwicklung innovativer komplementärer Technologien für ein Energiesystem, das auf der Nutzung erneuerbarer Energien basiert. Bisher nicht genutzte Potentiale sollen sowohl wissenschaftlich als auch technologisch unter dem Aspekt eines ganzheitlichen Prozessverständnisses verfügbar gemacht werden. Die Helmholtz- Gemeinschaft ermöglicht den Betrieb einzigartiger großer Forschungsinfrastrukturen, die im Programm zum Erzielen von Durchbrüchen bei der Entwicklung von Energietechnologien genutzt werden. Beispiele sind das Synchrotron BESSY II, der Solarturm in Jülich, die Pilotanlage bioliq oder die Plattform für Geothermieforschung in Groß Schönebeck. Das Portfolio des Programms wurde um die zwei neu konzipierten Programmthemen „Wind Energy“ und „Solar Fuels“ erweitert und erstreckt sich unter Berücksichtigung von Multiskalenansätzen und systemischen Aspekten über sechs Programmthemen.

Dabei wird im Programmthema „Solar Cells of the Next Generation“ die Entwicklung von neuen Materialien, Prozessen und Bauelementen für die Photovoltaik entlang der gesamten wissenschaftlichen Wertschöpfungskette von den Grundlagen bis zum fertigen Solarmodul vorangetrieben. Neue Wärmeträgermedien zur Steigerung der Effizienz und Flexibilität von solarthermischen Kraftwerken werden im Programmthema „Concentrating Solar Thermal Technology“ erforscht. Die Forschung im Programmthema "Bioenergy" konzentriert sich auf Verfahren, die geeignet sind, nachhaltig verfügbare Biomasse in stoffliche Energieträger und Plattformchemikalien umzuwandeln, während die Arbeiten im Programmthema „Geothermal Energy Systems“ die Entwicklung umweltgerechter Technologien zur Erschließung und Nutzung flacher und tiefer geothermischer Reservoire vorantreiben. Das Programmthema „Wind Energy“ zielt auf eine weitere Leistungssteigerung von Windenergieanlagen bei gleichzeitiger Senkung deren Kosten und Verringerung der Umweltauswirkungen wie z.B. der Lärmabstrahlung. Die direkte Erzeugung von Brennstoffen, wie z.B. Wasserstoff, aus leicht verfügbaren Ressourcen (Wasser) mittels Sonnenlicht in neuartigen photoelektrochemischen Zellen sowie in biokatalytischen und solarthermischen Reaktoren wird im Programmthema „Solar Fuels“ erforscht.

Beteiligte Helmholtz-Zentren:
DLR, FZJ, GFZ, HZB, KIT, UFZ

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