Das Programm „Nuclear Fusion”

Das Programm trägt in Zusammenarbeit mit seinen europäischen und internationalen Partnern dazu bei, ein Fusionskraftwerk zu realisieren. Das Programm „Nuclear Fusion“ orientiert sich an der europäischen Roadmap „To the Realization of Fusion Energy“, welche die Grundlage für die Organisation und Aufgabenverteilung im europäischen Fusionsprogramm bildet. Die Helmholtz-Gemeinschaft konzentriert sich dabei auf vier Themenbereiche. Die Forschungsanlage Wendelstein 7-X soll die attraktiven Eigenschaften des „Stellarator“-Konzepts für ein Fusionskraftwerk verifizieren. Der „Stellarator“ bietet gegenüber dem „Tokamak“ die Möglichkeit, ein Plasma ohne großen Zusatzaufwand stationär zu betreiben. Die grundlegenden Bedingungen für die Erzeugung eines brennenden Fusionsplasmas wurden mit Anlagen, die nach dem „Tokamak“-Prinzip arbeiten, bereits erreicht. Mit dem internationalen Großprojekt ITER soll nun erstmalig eine positive Leistungsbilanz nachgewiesen werden. Somit setzen sich die Schwerpunkte der „Tokamak Physics“ in der Helmholtz-Gemeinschaft aus der Aufklärung der physikalischen Grundlagen von Plasmen, der Vorbereitung des ITER-Betriebs und der Entwicklung von Konzepten für ein erstes Kraftwerk zusammen. Der Themenbereich „Fusion Technologies and Materials“ beschäftigt sich mit den grundlegenden technischen Fragestellungen und Entwicklungen für ITER und ein erstes Fusionskraftwerk. Dazu gehören die konzeptionellen Entwicklungsarbeiten für die verschiedenen fusionsspezifischen Kraftwerkskomponenten sowie Materialfragen. Die Erforschung der „Plasma-Wall Interaction“ umfasst die wichtige Frage der Energieabfuhr aus dem Plasma und die daraus resultierenden Lebensdauer- und Sicherheitsaspekte eines Fusionskraftwerks. Die Arbeiten der Plasmatheorie verbinden die plasmaphysikalischen Themenbereiche.

Beteiligte Helmholtz-Zentren: FZJ, IPP, KIT

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Kontakt

    • Prof. Dr. Robert Wolf
    • Programmsprecher Nuclear Fusion
      Max-Planck-Institut für Plasmaphysik