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Audio-Dossier

Entwicklungen in der Krebsforschung

Was ist eigentlich Krebs? Und warum bekommen wir ihn? Christof von Kalle ist geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg sowie Leiter der Abteilung Translationale Onkologie am DKFZ/NCT. Die leicht verständlich und anschaulich erklärten Ausführungen zu Therapiemaßnahmen lohnen das Reinhören.

Christof von Kalle zur Regulation des Zellwachstums

„Der beste Krebs ist einer, der gar nicht erst auftritt“, so von Kalle. Die Bedeutung von Frühdiagnostik und Prävention erklärt er am Beispiel von Darmkrebs. Polypen, die sich zu Krebs entwickeln könnten, kann der Arzt bei einer Darmspiegelung leicht entfernen.

Christof von Kalle zu Frühdiagnostik und Prävention

Eine der einfachsten Methoden ist ein gesunder Lebensstil, das heißt, Tabak und Alkohol meiden, sich gesund und ausgewogen ernähren und sich regelmäßig bewegen.

„Krebsrisikofaktor Nummer eins ist das Rauchen“, sagt Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. In den letzten 50 Jahren hätte die Forschung bewiesen, dass durch Rauchen nicht nur Lungenkrebs entstehe. Auch bei Krebs an Körperstellen wie Mundhöhle, Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse und anderen sei der Zusammenhang eindeutig.

Ein Patentrezept zum Ausstieg gebe es nicht, jedoch diverse Maßnahmen zur Unterstützung, wie Nikotinpflaster. Präventionsmaßnahmen müssten auch in Deutschland vonseiten der Politik unterstützt werden. Als Vorreiter in der Rauchprävention nennt sie Australien und deren erfolgreiche Aktionen gegen das Rauchen.

Ute Mons zu erfolgreichen Präventionsmaßnahmen am Beispiel Australien

Die beste Maßnahme in der Tabakprävention seien Steuererhöhungen. Auch die bildgestützten Warnhinweise auf Zigarettenverpackungen seien eine Maßnahme sowie die aufgedruckte Telefonnummer des Rauchertelefons. Weiterhin gebe es Werbeverbote, Förderungen zum Ausstieg sowie Nichtraucherschutzgesetze.

Ute Mons zu Maßnahmen der Tabakprävention wie Steuererhöhungen & Werbeverboten

Susanne Weg-Remers ist Leiterin des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Sie räumt im kurzen Forschungspodcast mit Krebsmythen rund um Krebsentstehung und -therapie auf.

Susanne Weg-Remers über Mythen zur Entstehung von Krebs

Therapien von Heilpraktiker:innen oder anderen alternativen Mediziner:innen brächten keinen Überlebensvorteil, so Weg-Remers. Wirksamkeitsnachweise fehlten in den meisten Fällen. Teilweise seien empfohlene Diäten als Therapie gegen Krebs sogar eher schädlich, da die erkrankten Körper durch Fastenzeiten noch zusätzlich geschwächt würden. Die Risiken alternativer Heilmethoden seien nicht einzuschätzen.

Susanne Weg-Remers zu alternativen Therapiemythen

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren und hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden.

In unserem Resonator-Forschungspodcast sprechen wir mit Christof von Kalle, geschäftsführender Direktor des NCT Heidelberg sowie Leiter der Abteilung Translationale Onkologie am DKFZ/NCT; mit Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg sowie mit Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Weitere Podcasts: 

Der Krebsinformationsdienst - Resonator-Podcast

Videos

Tumore mit Ionen zu bestrahlen ist eine wirkungsvolle Methode zur Behandlung von Krebs. Mediziner:innen und Physiker:innen der Dresdner Universitätsmedizin und des HZDR arbeiten im OncoRay-Zentrum gemeinsam an der dafür nötigen, hochpräzisen Technik.

Bereits heute kann die Medizin Tumorgewebe mit speziellen Medikamenten gezielt ansteuern. HZDR-Forscher:innen arbeiten an einer Möglichkeit, diese Medikamente auf sicherem Wege mit radioaktiven Stoffen zu verbinden.

Ein Blick hinter die Kulissen des Krebsinformationsdienstes

Strahlentherapie mit Ionen -- Scharfe Strahlen gegen Krebs hochpräzise überwachen

Eckart von Hirschhausen stellt fest: Fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und großes Engagement – das ist es, was den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums zu dem Ansprechpartner bei allen Fragen zum Thema Krebs macht.

Krebstherapie durch Bestrahlung von innen und außen

Eckart von Hirschhausen beim Krebsinformationsdienst

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