30 Jahre Tschernobyl

Am 26. April jährte sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 30. Mal. In unserer Serie erzählen Helmholtz-Forscher, wie sie die Tage und Wochen nach dem Unglück erlebten und wie sich ihre wissenschaftlichen Karrieren durch den Unfall verändert haben.

Mit mobilen Ganzkörperscannern ins Krisengebiet

Vor 30 Jahren war Peter Hill Doktorand an der Universität Mainz. Als er von der Reaktorkatastrophe erfuhr, ahnte er nicht, wie sehr das Ereignis seine weitere Berufslaufbahn bestimmen sollte. Jahre später untersuchte er im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Bevölkerung im Unglücksgebiet.

"Wir handelten weitgehend aus eigenem Antrieb"

Hans Kiefer ist Physiker und renommierter Strahlenschutz-Experte. Am damaligen Kernforschungszentrum Karlsruhe, dem heutigen Karlsruher Institut für Technologie, leitete er bis 1988 die Hauptabteilung Sicherheit. An die Zeit der Tschernobyl-Katastrophe erinnert sich der Zweiundneunzigjährige noch genau.

"Ein umfangreiches Messprogramm lief an"

Am 30. April 1986 meldete der Strahlenschutzbeauftragte des Rossendorfer Forschungsreaktors bei Dresden einen Anstieg der Radioaktivität in der Hallenluft der Einrichtung. Erst später wurde klar, dass die Ursache für den Anstieg mehr als 1.000 Kilometer weiter im Osten lag.

"Die Verunsicherung war riesengroß"

Dorothea Alber war 1986 Doktorandin am Hahn-Meitner-Institut in Berlin. Schon bald nach der Reaktorkatastrophe unterstützten die Forscher des Institutes die Berliner Landesbehörden bei der Messung von Lebensmitteln und Muttermilch.

Der Mensch als Risiokofaktor

Eckhard Krepper war vor 30 Jahren Doktorand am Zentralinstitut für Kernforschung (ZfK) Rossendorf. Auch heute beschäftigt sich der Physiker im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) noch mit Themen rund um die Sicherheit von Kernreaktoren.

Druck-Version

Kontakt

    • Kommunikation und Außenbeziehungen
    • Helmholtz-Geschäftsstelle

Die Mechanik des Unglücks

In unserem Forschunsgspodcast erklärt Christoph Pistner vom Öko-Institut, was vor 30 Jahren im Reaktor von Tschernobyl geschah.

 

Zum Podcast