Helmholtz-Wintergespräche in Moskau

Bereits zum 3. Mal trafen sich Vertreter deutscher und russischer Politik, Wissenschaft und Bildung zu den "Helmholtz-Wintergesprächen". Sie diskutierten über gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland. Die Veranstaltung fand am 6. Februar in Moskau statt.

In diesem Jahr standen die Gespräche unter der Überschrift "Nachwuchsförderung als Treiber der Internationalisierung: Herausforderungen, Formate und gemeinsame Lösungen". Die Auswahl des Themas war nicht zufällig. Gleich zwei Faktoren haben darauf Einfluss genommen. Einerseits wurde 2017 die neue Internationalsierungsstrategie der Helmholtz-Gemeinschaft präsentiert. In ihr hat das Thema Nachwuchsförderung einen besonderen Stellenwert. Andererseits haben die Vertreter deutscher und russischer Wissenschaft und Politik während eines Treffens in Berlin im November 2017 anlässlich der Vorbereitung der Road Map zur deutsch-russischen Zusammenarbeit festgestellt, dass dem Thema der Nachwuchsförderung künftig eine besondere Bedeutung beigemessen wird.

In einer Videobotschaft an die Gäste der Helmholtz-Wintergespräche betonte Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler: "...wer, wie wir, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen angehen und lösen möchte, der muss dies auch im internationalen Kontext tun. Deshalb haben wir unsere Strategie mit innovativen Förderprogrammen unterlegt, die die weltweite Vernetzung, insbesondere auch mit russischen Partnerinstitutionen, stärken sollen. Eine besondere Rolle spielt dabei der wissenschaftliche Nachwuchs. Russland und Deutschland eint das Ziel, zum Magneten für die besten Talente werden zu wollen. Gleichzeitig brauchen wir einen noch stärkeren, auch persönlichen Austausch zwischen unseren Ländern. Dieser öffnet den Horizont, fördert die Verständigung und bringt neue Kreativität in die Forschungslandschaft."

Diese These war der Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion. Daran nahmen teil: Martina Müller, Group Leader "Oxide Spintronics Laboratory", Peter Grünberg Institute, Forschungszentrum Jülich; Nikita Marchenkov, Stv. Direktor für Förderung der Nachwuchswissenschaftler, Forschungszentrum "Kristallographie und Photonik", Russische Akademie der Wissenschaften; Sebastian Schmidt, Mitglied des Vorstandes, Forschungszentrum Jülich; Akademiemitglied Grigorij Trubnikov, Stv. Minister für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation; Effrosyni Chelioti, Bereichsleiterin Kommunikation und Außenbeziehungen. Moderiert wurde die Diskussion von Maxim Nikitin, der 2016 als Gewinner der Falling Walls Lab in Berlin gefeiert wurde, außerdem wurde er 2018 mit dem Preis des Präsidenten der Russischen Föderation für seine Leistungen als junger Wissenschaftler ausgezeichnet.

Während der Podiumsdiskussion wurde schnell klar, wie vielfältig die Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Forschung zwischen Deutschland und Russland sind. Die Diskutanten verwiesen auf mehrere Megascience-Projekte, die es zwischen Deutschland und Russland gibt, wie  XFEL, FAIR, PIK, ITER, NICA und andere. 

Darüber hinaus wurde deutlich, dass sich Vertreter der deutschen und der russischen Seiten viel von der anstehenden Unterzeichnung der deutsch-russischen Road Map erhoffen. Wie Trubnikov betonte, soll die Road Map die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern für die nächsten zehn Jahre festlegen.

Das große Interesse an den Helmholtz-Wintergesprächen sowohl von den deutschen als auch von den russischen Partnern zeigte die Zahl der Besucher. Eine große deutsche Delegation aus sieben verschiedenen Helmholtz-Zentren, der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft, BMBF und anderen Organisationen kam nach Moskau. Insgesamt haben 140 Gäste am Abend die Gelegenheit genutzt, durch ihr persönliches Networking die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland zu vertiefen.

Impressionen

Videobotschaft des Helmholtz-Präsidenten

 

Helmholtz-Büro Moskau

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