Die Grundfinanzierung der Hochschulen: Veränderungsrate von 2014 auf 2015

Die Entwicklungen der Grundmittel lassen sich nur begrenzt zwischen den Bundesländern vergleichen. Je nach Bundesland unterscheiden sich die einzelnen Ausgabenposten, aus denen sich die Grundmittel zusammensetzen. In Hamburg etwa sind die künstlerischen Hochschulen enthalten, im Saarland hingegen nicht. Bei einigen Bundesländern sind die Mittel aus den Universitätskliniken mit einberechnet (*), bei anderen nicht. Und das Bugdet in Berlin und Nordrhein-Westfalen beinhaltet die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt. So können Vergleiche zwischen den Prozentwerten, die Aufstockungen oder Senkungen angeben, nur eine grobe Orientierung sein. Der Wissenschaftsrat hat den Ländern empfohlen, die Grundmittel um mindestens ein Prozent über der Inflationsrate (die im vergangenen Jahr 0,9 Prozent betrug) zu erhöhen. Für 2015 erreichen sechs Bundesländer (blau) dieses Ziel.
Hessen und Thüringen (blau-grau schraffiert) wollen erst ab dem Jahr 2016 deutlich mehr Geld an ihre Hochschulen verteilen und würden dann aus heutiger Sicht die Empfehlungen des Wissenschaftsrats ebenfalls übertreffen. In Hessen werden die Hochschulen in den Jahren 2016 bis 2020 eine Milliarde Euro mehr erhalten als in den fünf Jahren zuvor, das entspricht einem Zuwachs von 11,4 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2011 bis 2015. Thüringen plant, in den Jahren 2016 bis 2019 insgesamt 1,79 Milliarden Euro an seine Hochschulen verteilen, etwa 18,7 Prozent mehr als zwischen 2012 und 2015. Für Sachsen (weiß-grau schraffiert) ist eine Aufstockung im Jahr 2015 geplant. Zahlen können allerdings noch nicht genannt werden, weil die Haushaltspläne für 2015/16 noch in Arbeit sind.

Zum Artikel aus dem aktuellen Forschungsmagazin Helmholtz Perspektiven, Ausgabe März/April 2015 Kommt da noch was?

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