Neue deutsch-griechische Initiative in der Krebsforschung

Berlin, 8. Dezember 2017 - In Athen ist heute der Grundstein für eine neue deutsch-griechische Forschungskooperation gelegt worden: Das "Athens Comprehensive Cancer Center" (ACCC) ist eine Initiative, die ab sofort von der Nationalen Hellenischen Stiftung für Forschung in Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) realisiert wird. Ziel des neuen Krebsforschungszentrums ist unmittelbar die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der griechischen Bevölkerung.

"Ich freue mich sehr, dass wir heute das Comprehensive Cancer Center Athen als erstes Zentrum dieser Art in Griechenland ins Leben rufen können. Es wird der Krebsforschung und der modernen Krebsbehandlung entscheidende Impulse geben", sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Das ACCC wurde als Pilotprojekt im Rahmen des Helmholtz European Partnering Program ausgewählt und von einem internationalen Ausschuss von Krebsexperten exzellent bewertet. Kernpunkt der Zusammenarbeit sind gemeinsame internationale Forschungsaktivitäten und der Austausch von Wissenschaftlern. "Die länderübergreifende Forschung und der Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind für die translationale Krebsforschung unverzichtbar. Deshalb bringen wir in diesem Pilotprojekt die klügsten Köpfe der Partnerorganisationen aus Griechenland und Deutschland zusammen", sagt Otmar D. Wiestler.

Sie sollen die ganzheitliche Behandlung von Krebs erforschen und anwenden. Ziel ist es, persönlich abgestimmte Therapien für Onkologiepatienten zu entwickeln, Forschungsergebnisse möglichst schnell in klinische Anwendungen zu überführen und die Krebsprävention zu verbessern.

Das DKFZ und die Helmholtz-Gemeinschaft fördern das Vorhaben durch den Austausch von Experten, Beratung und Gastaufenthalte von Wissenschaftlern. Das DKFZ unterstützt den Aufbau des "Athens Comprehensive Cancer Center", kurz ACCC, das sich in Struktur und Aufgaben eng am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg orientiert.

"Gemeinsam können wir auch den Europäischen Forschungsraum weiter voranbringen", sagt Otmar D. Wiestler. "Das wird maßgeblich dazu beitragen, im weltweiten Wettbewerb eine Spitzenposition zu sichern." 

Neue deutsch-griechische Initiative in der Krebsforschung geht an den Start

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    • Roland Koch
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