MOSAiC-Expedition

Eingefroren für ein Jahr

Der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern wird ab Herst 2019 ein Jahr lang quer durch die Arktis driften. Wissenschaftler wollen dabei neue Erkenntnisse über den Klimawandel gewinnen. In unserer Infografik haben wir ein paar verblüffende Fakten zur Expedition zusammengestellt.

Der deutsche Forschungseisbrecher Polarstern wird im Rahmen der MOSAiC-Expedition ab Herbst 2019 fest eingefroren durch das Nordpolarmeer driften. Auf einer stabilen Eisscholle mit einem Durchmesser von mehreren Kilometern entsteht neben dem Forschungsschiff ein zentrales Forschungscamp. Es ist verbunden mit einem Netzwerk an Messstationen, um Ozean, Eis und Atmosphäre sowie das arktische Leben so umfassend wie nie zuvor zu untersuchen. Zusätzlich sind Forschungsflugzeuge und Satelliten für eine arktisweite Abdeckung der Beobachtungen im Einsatz.

Das Forscherteam unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar -und Meeresforschung (AWI) will das arktische Klima so umfassend wie nie zuvor untersuchen. Bisher sammelten die Forscher dazu ihre Daten vor allem im arktischen Sommer. Die gewagte Expedition soll ihnen nun die Möglichkeit geben, dies auch im arktischen Winter zu tun. Das ist nicht nur wichtig, um die Arktis besser zu verstehen, sondern auch die hochkomplexen Klimaprozesse auf dem gesamten Globus. Entwickelt wurde die Expedition unter dem Schirm des International Arctic Science Committee. Der Titel MOSAiC ist ein Akronym für: Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate.

Website zur MOSAiC-Expedition

Interview mit Expeditionsleiter Markus Rex

05.09.2018 , Helmholtz-Redaktion

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