Helmholtz investiert in Zukunftsthemen

Welche Rolle werden künftig Supercomputer in unserem Leben spielen? Welche neuen Materialien werden in der Medizin zum Einsatz kommen? Welche Konsequenzen wird der Klimawandel für uns haben? Zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen trägt die Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft maßgeblich bei. Im Rahmen ihres Impuls- und Vernetzungsfonds fördert sie künftig innovative Themen in strategischen Zukunftsfeldern, die zur Weiterentwicklung und stärkeren Zusammenarbeit der Forschungsbereiche beitragen. „Dadurch nutzen wir die Kompetenzen der unterschiedlichen Zentren und Disziplinen in Helmholtz noch gewinnbringender als bisher“, sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Insgesamt stehen dafür in den nächsten drei Jahren Mittel in Höhe von rund 80 Millionen Euro zur Verfügung.

Welche Rolle werden künftig Supercomputer in unserem Leben spielen? Welche neuen Materialien werden in der Medizin zum Einsatz kommen? Welche Konsequenzen wird der Klimawandel für uns haben? Zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen trägt die Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft maßgeblich bei. Im Rahmen ihres Impuls- und Vernetzungsfonds fördert sie künftig innovative Themen in strategischen Zukunftsfeldern, die zur Weiterentwicklung und stärkeren Zusammenarbeit der Forschungsbereiche beitragen. "Dadurch nutzen wir die Kompetenzen der unterschiedlichen Zentren und Disziplinen in Helmholtz noch gewinnbringender als bisher", sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Insgesamt stehen dafür in den nächsten drei Jahren Mittel in Höhe von rund 80 Millionen Euro zur Verfügung.

In einer ersten Auswahlrunde wurden nun drei Projekte für diese Förderung ausgewählt. Alle drei stammen aus unterschiedlichen Bereichen, haben aber eines gemeinsam: Sie leisten neue Beiträge zur Lösung drängender Herausforderungen unserer Gesellschaft, die in den künftigen Helmholtz-Programmen berücksichtigt werden sollen. Neben dem Innovationspotenzial und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Forschung ist auch die stärkere Einbindung jüngerer Forscherpersönlichkeiten ein wesentlicher Erfolgsfaktor der langfristig ausgerichteten Zukunftsthemen. "Wir müssen und wollen uns ständig weiterentwickeln und dynamisch bleiben, deshalb haben wir dieses Förderinstrument ins Leben gerufen", sagt Wiestler. "Ich freue mich sehr, dass wir viele eindrucksvolle Ansätze für Zukunftsthemen erhalten haben und bin sehr gespannt, wie sich die ausgewählten Vorhaben mit Hilfe unserer Förderung in den kommenden Jahren entwickeln."

Die drei geförderten Projekte sind:

Advanced Technologies for Navigation and Geodesy (ADVANTAGE)

Um ein exaktes Bild der Erde aus dem Weltall zu erhalten, ist die Präzision von Satelliten entscheidend. Ebenso für die verzögerungsfreie und genaue Satellitennavigation und der Vielzahl daraus gesteuerter Anwendungen im Alltag. Das Projekt ADVANTAGE widmet sich der Entwicklung innovativer Technologien für die Navigation und die Vermessung der Erdoberfläche. Die Ergebnisse dieses Zukunftsprojekts werden langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Weiterentwicklung solcher Messgeräte und damit zu einem Wissensgewinn und Technologieschub im Bereich der Raumfahrtforschung führen. Federführend geleitet wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), außerdem ist auch das Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) an dem mit fast vier Millionen Euro geförderten Vorhaben beteiligt.

Scalable Solid State Quantum Computing

Quanteninformationsverarbeitung verspricht eine exponentielle Beschleunigung wichtiger Rechenleistungen sowie physikalisch abgesicherte Kommunikationskanäle. Zwar wurden viele grundlegende Anforderungen zum Erreichen dieser Ziele bereits gezeigt. Um in die praktische Anwendungen zu kommen, müssen die derzeitigen Experimente jedoch um Größenordnungen skaliert werden. Das Projekt, das vom Forschungszentrum Jülich geleitet wird, und dessen Expertise mit dem Wissen der Forscher an der RWTH Aachen und am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bündelt wird, will einen entscheidenden Schritt auf dem langfristigen Weg zu skalierbaren Quantencomputeranwendungen gehen. Das Projekt wird mit sechs Millionen Euro gefördert.

Plasma Accelerator

Plasmabeschleuniger ermöglichen es, sehr kompakt und auf engstem Raum mittels Laser- oder Teilchenstrahl eine Plasmawelle anzuregen und sehr hohe elektrische Feldstärken zu erzeugen. Mit dieser Technik könnten in Zukunft herkömmliche Teilchenbeschleuniger durch sehr viel kleinere, kompaktere Anlagen ersetzt und sogar sehr viel größere Teilchenenergien erreicht werden. Das wäre ein Grundstein für die nächste Generation der Teilchenbeschleuniger. Ziel des aktuellen Vorhabens ist es, die existierenden Beschleunigertechnologien entsprechend weiterzuentwickeln und anlagentechnisch zu komprimieren. Die Miniaturisierung reduziert die Kosten solcher Beschleunigeranlagen und erweitert dramatisch das Spektrum potentieller Nutzer: von der Grundlagenforschung bis hin zu medizinischen Anwendungen in Kliniken. An dem mit sechs Millionen Euro geförderten Projekt wirken Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen am DESY, Helmholtz-Institut Jena, KIT und HZB.

Ansprechpartner: Andreas Schulze (andreas.schulze(at)helmholtz.de - +49 30 206329-75) und Dr. Tobias Sontheimer (tobias.sontheimer(at)helmholtz.de - +49 30 206329-17)

21.11.2016

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