Neue Helmholtz-Institute in Würzburg und Oldenburg

Die Helmholtz-Gemeinschaft baut ihre Kooperationen mit Universitäten aus. Am 11. Oktober hat der Senat der größten deutschen Forschungsorganisation die Gründung von zwei weiteren Helmholtz-Instituten beschlossen. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und die Julius-Maximilian-Universität Würzburg (JMU) können jetzt das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) gründen. Das Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), und die Universität Oldenburg können das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität in Oldenburg (HIFMB) ins Leben rufen.

Beide Helmholtz-Institute sollen auf dem Campus der Universitäten entstehen und so die Partnerschaft zwischen den Zentren und der Universität weiter stärken. Nach der Aufbauphase fördert die Helmholtz-Gemeinschaft die Institute mit jährlich 5,5 Millionen Euro. Die beteiligten Länder Bayern und Niedersachsen stellen insbesondere zur Anschubfinanzierung und für die Errichtung neuer Institutsgebäude zusätzliche Mittel in erheblichem Umfang zur Verfügung. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir den Weg für zwei weitere vielversprechende Helmholtz-Institute ebnen konnten“, sagt Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Wir werden damit die außerordentliche wissenschaftliche Expertise in den beiden Zukunftsbereichen Infektionsforschung und Biodiversität weiter ausbauen.“ Helmholtz-Institute seien ein hervorragendes Instrument, um starke Partnerschaften für spezifische Zukunftsthemen zu etablieren.

Im Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) soll eine neue Generation von Zielmolekülen, sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA), erforscht werden. Den RNAs wird ein enormes Potenzial als Zielstrukturen und Therapeutika im Kampf gegen Infektionskrankheiten zugesprochen, das bisher nicht ausgeschöpft werden konnte. Darüber hinaus wird das Institut die Expertise des HZI in der translationalen Infektionsforschung durch kliniknahe Therapieforschung ergänzen.

Ziel des in Oldenburg entstehenden Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) wird es sein, ein grundsätzlich besseres Verständnis der Bedeutung von Klimawandel und anthropogenen Einflüssen auf die marine Biodiversität zu erarbeiten. Die Wissenschaftler der Universität Oldenburg und des AWI werden gemeinsam die Konsequenzen dieser Auswirkungen für Funktion und Leistung mariner Ökosysteme analysieren. Eine weitere Aufgabe besteht darin, entsprechende Schutz- und Managementstrategien zu entwickeln.

Seit dem Jahr 2009 sind bereits sieben Helmholtz-Institute gegründet worden. Sie haben das Ziel, eine Grundlage für eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Helmholtz-Zentren auf einem für beide Seiten besonders wichtigen Forschungsgebiet zu schaffen. „Die Helmholtz-Institute sind ein Erfolgsmodell. In der Vergangenheit haben sie sich stets zu Schwerpunktzentren auf ihrem wissenschaftlichen Gebiet entwickelt, die für Spitzenforscher aus aller Welt interessant werden“, sagt Wiestler. „Ich hoffe, dass wir diese Partnerschaften künftig noch weiter ausbauen können.“ Wissenschaftliches Potenzial sei ausreichend vorhanden. Auch in der aktuellen Ausschreibungsrunde sei es nicht leicht gewesen, aus der Vielzahl der hervorragenden Anträge eine Auswahl zu treffen.

Im Anschluss an die Senatsbeschlüsse der Helmholtz-Gemeinschaft müssen nun noch die Aufsichtsräte des HZI und des AWI zustimmen. Anschließend ist die Gründung der Institute endgültig beschlossen.

13.10.2016

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