Helmholtz treibt die Energiewende voran

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist an drei der vier von der Bundesregierung geförderten Kopernikus-Projekten zur Energiewende federführend beteiligt. Zwei davon werden von Helmholtz-Zentren koordiniert. Das hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka heute in Berlin bekanntgegeben. Jedes der vier Kopernikus-Projekte erhält bis zu zehn Millionen Euro jährlich bis 2018. Eine Fortführung bis 2025 in gleichem Umfang ist geplant. Für die Förderinitiative konnten sich Konsortien aus Vertretern der Wissenschaft, der Industrie und der Zivilgesellschaft bewerben. Ziel der Projekte ist die Beantwortung von Schlüsselfragen der künftigen Energieversorgung.

Die Helmholtz-Gemeinschaft  ist an drei der vier von der Bundesregierung geförderten Kopernikus-Projekten zur Energiewende federführend beteiligt. Zwei davon werden von Helmholtz-Zentren koordiniert. Das hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka heute in Berlin bekanntgegeben. Jedes der vier Kopernikus-Projekte erhält bis zu zehn Millionen Euro jährlich bis 2018. Eine Fortführung bis 2025 in gleichem Umfang ist geplant. Für die Förderinitiative konnten sich Konsortien aus Vertretern der Wissenschaft, der Industrie und der Zivilgesellschaft bewerben. Ziel der Projekte ist die Beantwortung von Schlüsselfragen der künftigen Energieversorgung.

„Die Kopernikus-Projekte nehmen die wesentlichen Herausforderungen der Energiewende in den Blick. Sie sind eine große Chance für die deutsche Energieforschung, international eine führende Rolle einzunehmen“, sagt Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler. „Daher freut es mich in besonderem Maße, dass die Helmholtz-Gemeinschaft gleich drei dieser Großprojekte aktiv mitgestalten wird.“ Mit dieser Forschungsinitiative habe die Bundesregierung den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen mit der Industrie und der Gesellschaft gelegt, in der eine Brücke von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung geschlagen werden könne. Das sei ein wichtiger Schritt für die schnelle Umsetzung neuer Energiekonzepte, so Wiestler weiter.

Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich Energie, ergänzt: „Die Energiewende bedeutet für das deutsche Energiesystem einen Paradigmenwechsel und ist eine der großen Gesellschaftsaufgaben der Gegenwart und Zukunft. Die Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt mit ihrer Forschung die Umsetzung mit ganzer Kraft und nimmt bei den Kopernikus-Projekten vor allem auch die Schnittstelle mit der Wirtschaft in den Fokus – denn die Chancen, welche die Energiewende für unsere Industrie und die gesamte Gesellschaft bietet, sind enorm.“

Als erstes Kopernikus-Projekt hat das Konsortium ENSURE – Neue Netzstrukturen für die Energiewende unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) den Zuschlag erhalten. Das Konsortium wird untersuchen, wie eine unter technischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Aspekten sinnvolle Energienetzstruktur aussehen sollte. „Unsere Forschung auf diesem Gebiet wird maßgeblich dazu beitragen, dass die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich ist und Technologielieferanten, Infrastrukturbetreiber und Stromkunden von ihr profitieren können. Wir wollen zeigen, wie wir in Deutschland gleichzeitig Energie aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind in das Netz dezentral integrieren und eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten können“, sagt Holger Hanselka. Weitere verantwortliche Konsortialpartner dieses Projekts sind die RWTH Aachen, der Energieversorger E.ON, der Netzbetreiber TenneT TSO, die Technologiekonzerne Siemens und ABB sowie 15 Verbundpartner.

Das Konsortium für das zweite Kopernikus-Projekt „Power-to-X“ steht unter der Federführung des Forschungszentrums Jülich, der RWTH Aachen und der DECHEMA. Ziel des Projektes ist es, elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen durch die Umwandlung in stoffliche Energieträger und chemische Produkte zu speichern und zu nutzen. Die RWTH Aachen und das Forschungszentrum Jülich arbeiten im Rahmen der Jülich-Aachen Research Alliance (JARA) bereits intensiv auf diesem Gebiet zusammen. „Ich bin begeistert, dass das Projekt zur Förderung ausgewählt wurde. Denn Power-to-X-Konzepte bieten die große Chance, den Einsatz von fossilen Rohstoffen deutlich zu reduzieren, und zwar in den für den Wirtschaftsstandort Deutschland so wichtigen Sektoren Energie, Transport und Verkehr sowie Chemie“, sagt Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich. Unter den Verbundpartnern sind auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Ener-gie sowie das KIT.

Das dritte Projekt mit Helmholtz-Beteiligung soll die technischen Voraussetzungen für die Kopplung konventioneller und erneuerbarer Energieträger schaffen. Dieses Themenfeld wird das Konsortium ENavi unter Leitung des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam bearbeiten. Dabei ist das KIT verantwortlicher Konsortialpartner, zu den Verbundpartnern gehören unter anderem das DLR, das Forschungszentrum Jülich, das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung.

Der Zuschlag für das vierte Kopernikus-Projekt „Ausrichtung von Industrieprozessen auf fluktuierende Energieversorgung“ geht an das Konsortium SynErgie unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Stuttgart. Ziel ist es, branchenübergreifend zu zeigen, wie energieintensive Produktionsprozesse und eine schwankende Energieversorgung aneinander angepasst werden können.

Weitere Informationen:

Zur Pressemeldung des KIT
Zur Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich
Zu den Kopernikus-Projekten

05.04.2016

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    • Roland Koch
    • Pressesprecher / Stellv. Bereichsleiter Kommunikation und Außenbeziehungen
      Helmholtz-Gemeinschaft

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