Helmholtz-Gemeinschaft
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10. Mai 2016 Helmholtz-Geschäftsstelle

Die Helmholtz-Gemeinschaft stärkt die Schnittstelle zwischen industrieller und außeruniversitärer Forschung weiter – und richtet dazu sieben neuartige Labore ein: die Helmholtz Innovation Labs (HIL). Ihr Ziel ist es, Unternehmenspartner langfristig in gemeinsame Entwicklungsprojekte einzubinden. Der gegenseitige Austausch soll den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung noch stärker fördern. Für den Aufbau und die Etablierung der Innovation Labs stellt die Helmholtz-Gemeinschaft in den kommenden fünf Jahren rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

Helmholtz fördert gemeinsame Innovationslabore mit Partnern aus der Wirtschaft

Die Helmholtz-Gemeinschaft stärkt die Schnittstelle zwischen industrieller und außeruniversitärer Forschung weiter – und richtet dazu sieben neuartige Labore ein: die Helmholtz Innovation Labs (HIL). Ihr Ziel ist es, Unternehmenspartner langfristig in gemeinsame Entwicklungsprojekte einzubinden. Der gegenseitige Austausch soll den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung noch stärker fördern. Für den Aufbau und die Etablierung der Innovation Labs stellt die Helmholtz-Gemeinschaft in den kommenden fünf Jahren rund zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

„Mit unserer hervorragenden Grundlagenforschung, unserer Systemkompetenz und unseren einzigartigen Forschungsinfrastrukturen bieten wir beste Voraussetzungen für den Transfer von exzellenten Ideen in die Anwendung“, sagt Helmholtz-Präsident Otmar D. Wiestler. „Die Kompetenzen auf diesem Gebiet, die Technologien und auch die damit gewonnenen Daten sind ein Schlüssel für Innovationen.“ Diesen Schlüssel mache die Forschungsgemeinschaft jetzt seinen Industriepartnern zugänglich.
 
In den neuen Helmholtz Innovation Labs werden Helmholtz-Wissenschaftler mit Kollegen aus der Industrie – vom Konzern über den Mittelstand bis zum Start-Up – gemeinsame Projekte bearbeiten. Die Labore werden jeweils an einem Helmholtz-Zentrum eingerichtet, sodass ihnen auch die besonderen Infrastrukturen des Zentrums zur Verfügung stehen. „Die Arbeit in den Innovation Labs soll auf Augenhöhe erfolgen“, sagt Wiestler weiter. „So ermöglicht es der stete enge Austausch zwischen Forschung und Anwendung, komplette Wertschöpfungsketten abzubilden und Technologien auch jenseits bekannter Branchengrenzen zu entwickeln.“
 
Die neuen Labore werden für zunächst drei Jahre aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft und aus Mitteln der Helmholtz-Zentren sowie der beteiligten Unternehmen finanziert. Mit dieser langfristig ausgerichteten Strategie sollen die Helmholtz Innovation Labs über bisherige Transferformen hinausgehen und neue Impulse setzen. Das Spektrum der Labore reicht dabei von User-Labs und Service-Einheiten bis hin zu Joint Labs oder Open Innovation-Plattformen. Nach erfolgreicher Zwischenevaluation wird die Förderung um zwei Jahre verlängert, danach sollen sich die Labore selbst tragen können, etwa über eingeworbene Drittmittel, Beiträge der Ausgründungen oder der Industriepartner.
 
Das neue Modell hat bereits großes Interesse geweckt: Insgesamt wurden bislang 27 Konzepte eingereicht und darin finanzielle Beteiligungen von Partnern aus der Wirtschaft in Höhe von 20 Millionen Euro zugesagt. In einem zweistufigen Auswahlverfahren haben sich jetzt folgende sieben Konzepte durchgesetzt:
 
• HySPRINT (Hybrid Silicon Perovskite Research, Integration & Novel Technologies) am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie: HySPRINT entwickelt neuartige Materialien und energieeffiziente Prozesstechnologien für die Anwendung in der solaren Energiewandlung und der Sensorik.
 
• KIT HUB (KIT Innovation Hub „Prevention in Construction“) am Karlsruher Institut für Technologie: Das Innovation Lab bringt die unterschiedlichen Akteure der Baubranche aus dem Bereich der technischen Infrastruktur (Wasser, Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen, Straßen und Brücken) zusammen. Sie sollen Innovationen zum Erhalt und Ausbau entwickeln und einsetzen.
 
• MTCA.4 TechLab (MicroTCA.4 Technology Lab) am Deutschen Elektronen-Synchrotron: Ziel des Labs ist die Schaffung einer gemeinsamen „Entwicklungswerkstatt“ für die MicroTCA.4-Technologie. Das ist ein ultraschneller Elektronik-Industriestandard, der unter anderem in Industrien mit hohen Datenübertragungen wie im Telekommunikationsbereich oder im Teilchenbeschleunigermarkt eingesetzt werden kann.
 
• MIL (Miro Innovation Lab) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Im Miro Innovation Lab sollen Potenziale der Robotik und Mechatronik aus dem Medizinbereich großen und kleinen Industriepartnern (KMU) zugänglich gemacht werden.
 
• SCIL (Systems and Control Innovation Lab) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: Im SCIL finden KMUs aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Verkehr, Energie und Sicherheit eine Infrastruktur mit verbesserten Simulations- und Modellierungstechniken vor. So lassen sich cyber-physikalische Prototypen entwickeln.
 
• MD-CEL (Max-Delbrück Cell Engineering Lab) am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft: Um Krebspatienten neue immuntherapeutische Ansätze bieten zu können, entwickelt das MD-CEL einfachere, schnellere und sicherere Technologien für die Modifikation von Immunzellen.
 
• MiBioLab (Microbial Bioprocess Lab) am Forschungszentrum Jülich: Ziel des Innovation Labs ist es, neue Technologien für die Industrialisierung von Produktionsprozessen in der Biotechnologie zu entwickeln.
 
Weitere Informationen zu Förderinstrumenten der Helmholtz-Gemeinschaft im Technologietransfer:
www.helmholtz.de/transfer/technologietransfer

Kontakt

Roland Koch

Pressesprecher / Teamleiter Pressearbeit

Helmholtz-Gemeinschaft

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10178 Berlin

Telefon: +49 30 206329-56
Fax: +49 30 206329-60
roland.koch (at) helmholtz.de


Dr.-Ing. Jörn Krupa

Leiter Stabsstelle Wissens- und Technologietransfer

Helmholtz-Gemeinschaft

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joern.krupa (at) helmholtz.de


17.01.2017