Helmholtz-Beteiligung an Spitzenclustern

Fünf weitere Spitzencluster werden in den nächsten fünf Jahren mit jeweils bis zu 40 Mio. Euro gefördert. An drei dieser Cluster sind Helmholtz-Zentren beteiligt. Heute werden die Gewinner der dritten Runde im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung offiziell prämiert.

 

Fünf weitere Spitzencluster werden in den nächsten fünf Jahren mit jeweils bis zu 40 Mio. Euro gefördert. An drei dieser Cluster sind Helmholtz-Zentren beteiligt. Heute werden die Gewinner der dritten Runde im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung offiziell prämiert.

„Der Spitzencluster-Wettbewerb ist ein Flaggschiff der Hightech-Strategie für Deutschland, die auch von den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft mit großem Engagement getragen wird “, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Die drei neuen Spitzencluster, an denen Helmholtz-Zentren beteiligt sind, greifen die Themen Bioökonomie, Elektromobilität und Immuntherapie auf. Ich freue mich sehr, dass wir diese Zukunftsthemen nun im Rahmen der Spitzencluster noch rascher voran bringen und insbesondere auch den Wissenstransfer durch die Kooperation im Cluster noch beschleunigen können.“ 

Spitzencluster sind Zusammenschlüsse von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen, die ihre Forschungs- und Entwicklungsfähigkeiten in einem bestimmten Bereich bündeln und Synergien nutzen. Sie erleichtern dadurch die Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte. Den ausgewählten Spitzenclustern wird ein außergewöhnlich hohes regionales Innovationspotential zugesprochen, dessen strategische Weiterentwicklung das BMBF und Industriepartner nun unterstützen. So sollen Schlüsseltechnologien effizient und marktnah entwickelt werden. Thematische Vorgaben gab es in dem Wettbewerb nicht: Ausgewählt wurden die Cluster, die in ihren jeweiligen Branchen die besten Strategien für die Zukunft präsentieren konnten.   

Die ausgewählten Cluster erhalten vom BMBF über fünf Jahre bis zu 40 Millionen Euro für die Umsetzung ihrer Strategie. Mit den Gewinnern der dritten Runde werden inzwischen 15 Spitzencluster mit insgesamt 600 Millionen Euro gefördert. An neun dieser Spitzencluster sind Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Dazu kommen Mittel der beteiligten Unternehmen in gleicher Höhe. Damit werden 1,2 Milliarden Euro zusätzlich in den Innovationsstandort Deutschland investiert.  

BioEconomy Cluster (mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ)

 Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig - UFZ ist einer der Partner im  "BioEconomy Cluster". Ziel dieses Spitzenclusters ist es, Biomasse zur Erzeugung von Werkstoffen, Chemikalien und Energieträgern zu nutzen. Durch Koppelproduktionen und kaskadenförmige Rohstoffnutzung soll eine nachhaltige Wertschöpfung erreicht werden. Der Spitzencluster verbindet die für die Bioökonomie relevanten Industriebereiche wie die chemische Industrie, die Papier- und Zellstoffindustrie, die Land- und Forstwirtschaft, die Energiewirtschaft sowie den Maschinen- und Anlagenbau in Mitteldeutschland und bildet erstmals die gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette branchenübergreifend ab. 

 Elektromobilität Süd-West (mit dem Karlsruher Institut für Technologie und Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist Teil des Spitzenclusters "Elektromobilität Süd-West". Partner aus Fahrzeug-, Energie- und Versorgungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnologien und -dienstleistungen sowie der Produktionstechnologie arbeiten in diesem Verbund an neuen Lösungen in der Elektromobilität. Es sollen schadstoffarme und kostengünstige Produkte entwickelt werden, die nachhaltige Mobilität ermöglichen. 

Cluster für individualisierte Immunintervention (CI3) (mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum) 

Der Cluster CI3 in der Rhein-Main-Region erarbeitet effiziente und nebenwirkungsarme Immuntherapeutika und begleitende Diagnostik-Produkte zur Behandlung von Krebs, Autoimmunerkrankungen und Infektionen. In dieser Kooperation werden rund 100 Partner, darunter auch Arbeitsgruppen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg, zusammenarbeiten.  Ziel ist es, die bereits hervorragende Expertise in der Clusterregion Rhein-Main im Bereich Arzneimittel, Therapieansätze und Diagnostika auf dem Gebiet der individualisierten Immunintervention zu bündeln und an die internationale Spitze zu führen.

 

23.02.2012

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