Wie leben wir morgen – Die Stadt der Zukunft liegt in unserer Hand!

22. Februar 2015, 11 Uhr
Unsere Sonntagsvorlesungen finden im Senatssaal im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin statt.

 

Alexandra Quint, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, Karlsruher Institut für Technologie, Helmholtz- Gemeinschaft

Die These: Stadtneugründungen und massive Stadterweiterungen sind in vielen Teilen der Welt noch immer von Bedeutung. Im stark urbanisierten Europa hingegen geht es eher um behutsame Eingriffe in bestehende Stadtstrukturen, um Verdichten, Umgestalten, Weiterdenken. Der Wunsch der Zivilgesellschaft, Stadt mitzugestalten, ist dabei vielerorts unübersehbar. Bürgerinnen und Bürger wollen mitentscheiden, wenn es um ihre Stadt geht. Sie nehmen die Dinge selbst in die Hand. Eine kooperativ und partizipativ ausgerichtete Stadtentwicklung, wie sie das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ betreibt, kann dazu beitragen, Antworten auf drängende Herausforderungen zu finden, unsere Städte wirkungsvoll und zukunftsgerichtet zu entwickeln. Alexandra Quint berichtet aus der Praxis und gibt Einblicke in das Projekt.

Prof. Wolfgang Kaschuba, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Der andere Blick: Nicht erst seit 1989, aber seitdem in ganz besonderem Maße und Tempo, ist Berlin wieder Weltstadt geworden. Ein Ort des internationalen Tourismus mit einem überwältigenden Kulturangebot, einer enormen gesellschaftlichen, sprachlichen wie stilistischen Vielfalt und vor allem mit der besonderen Atmosphäre einer offenen, toleranten und freien Gesellschaft. All das macht den Charme der „Marke Berlin“ aus. Dies ist vor allem der Vielzahl unabhängiger Köpfe, Initiativen und Szenegruppierungen zu verdanken, die sich um Politik und Planung, um Ökonomie und Ökologie, um Arme und Fremde, um Kieze und Stadtstrände kümmern und die damit die „Kulturalisierung“ der Stadtlandschaft vorangetrieben haben. Nun aber droht dort vielfach eine Gentrifizierung, die das Stadtleben teurer, exklusiver und eintöniger macht. Wolfgang Kaschuba sagt, dass dagegen zukünftig nur noch mehr Stadtpolitik aus und in Bürgerhand hilft.

Impressionen


Eine gemeinsame Veranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin und der Helmholtz-Gemeinschaft in Kooperation mit der Berliner Zeitung.

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