Mentoring-Newsletter Frühjahr 2013

Editorial

Liebe Teilnehmerinnen und Alumni des Programms „In Führung gehen“,

noch bis zum 14. April läuft die aktuelle Ausschreibung zum Programm „In Führung gehen“. Im Herbst werden wir dann bereits zum fünften Mal mit einem neuen Jahrgang des Helmholtz-Mentoring-Programms „In Führung gehen“ für weibliche Nachwuchskräfte starten. Wie in jedem Jahr können wir wieder 30 Teilnehmerinnen aus den Helmholtz-Zentren in das Programm aufnehmen. Wir freuen uns schon jetzt auf die vielen neuen Gesichter und hoffen, mit unserem Mentoring-Programm die Berufsbiografien der neuen Mentees ein wenig in Schwung zu bringen.

Natürlich wollen wir aber auch mit den vergangenen Jahrgängen in Kontakt bleiben. Für unsere Alumni veranstalten wir jährlich im Frühjahr eine Netzwerktagung und halten Sie mit diesem Newsletter auf dem Laufenden. Die zahlreichen Meldungen unter „Personalia“ zeugen von den Wirkungen und der hohen Akzeptanz des Programms. Am meisten freue ich mich über die Anrufe von Teilnehmerinnen und Alumni, die mir persönlich von ihren beruflichen Fortschritten berichten und oftmals die Teilnahme am Mentoring-Programm als zentralen Anstoß für diese Entwicklung interpretieren. Aber auch ehemalige Teilnehmerinnen, die nun die Funktion von Mentorinnen übernehmen oder im Lenkungsausschuss zum Programm mitarbeiten, zeugen von der Nachhaltigkeit des Programms und dem starken Engagement der Teilnehmerinnen.

Herzliche Grüße

Ihre

Birgit Gaiser

Themenspecial: Dual Career

Auf Wunsch der Teilnehmerinnen und aktiven Mentees im Helmholtz-Mentoring-Programm „In Führung gehen“ wurde auf der Netzwerktagung am 8. März 2013 das Thema „Dual Career“ aufgegriffen. Neben Erich Stutzer, Leiter des Referats Familienförderung am statistischen Landesamt Baden-Württemberg und verantwortlich für die Erstellung des Praxishandbuchs Dual Career, nahmen Dr. Christine Kurmeyer - noch in ihrer Funktion als Leiterin des Dual Career Netzwerks Berlin - und Katharina Marquardt, Mentee im Programm und selbst Betroffene von der Herausforderung Dual Career, an der Podiumsdiskussion teil.

Dual Career Paare sind Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner gut ausgebildet sind und eine eigene Berufslaufbahn verfolgen. Ihre Qualifikation und Berufsorientierung macht sie für Organisationen zu begehrten Fachkräften, während in aller Regel Einzelpersonen rekrutiert werden. Gleichwohl sind bei berufsbedingten Umzügen und Auslandsaufenthalten beide Partner betroffen und entscheiden gemeinsam über eine Verlegung des gemeinsamen Lebensmittelpunkts: "Dual Career Couples stehen immer wieder vor dem Problem, dass sie für ihre Karriere auch die Karriere des Partners berücksichtigen müssen. Dieser Effekt wird durch kurze Arbeitsverträge und fehlende Perspektive, sowie hohe Flexibilitätsansprüche verstärkt“ (Katharina Marquardt, GFZ).

Gleichwohl wurden auch kritische Bezüge und die Grenzen des Konzepts aufgezeigt: „Dual Career Politik hat eine dunkle Vergangenheit! Früher ging es um die ‚Versorgung‘ der Professorengattinnen mit teilweise fatalen Folgen – für alle Beteiligten. Keine Unterstützung für Dual Career Paare führt entweder zu Rufabsagen, den gefürchteten Di-Mi-Do-Professuren oder einer de facto Alleinerziehungssituation in Familien, meist für die Frauen“ (Christine Kurmeyer). Im Personalmanagement sind Programme entstanden, die den Bedürfnissen von Dual Career Lebensmodellen entgegen kommen. Dahinter steckt die Idee, dass Organisationen, die bei der Rekrutierung, Bindung und Entsendung von Fachkräften auch deren Partner/innen berücksichtigen. Dadurch soll im Kampf um die besten Köpfe ein Wettbewerbsvorteil geschaffen werden, der jenseits von Gehaltszahlungen dazu dient, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Praxishandbuch Dual Career.

Termine

Auschreibung für den neuen Jahrgang noch bis zum 14. April 2013!

Bitte beachten Sie, dass die Ausschreibung zum kommenden Jahrgang des Helmholtz-Mentoring-Programms „In Führung gehen“ noch bis zum 14. April läuft. Bitte machen Sie geeignete Kandidatinnen auf die Ausschreibung aufmerksam und verteilen den Hinweis in Ihren Netzwerken.

Zur aktuellen Ausschreibung

Nach dem Netzwerktreffen ist vor dem Netzwerktreffen!

Das Netzwerktreffen im kommenden Jahr findet am 10./11. März 2014 wie bereits die vorherigen Male in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) am Gendarmenmarkt statt. Neben ganztägigen Trainings am Montag wird am Dienstag unter anderem eine Podiumsdiskussion stattfinden.

Bitte merken Sie sich jetzt schon den Termin vor. Wir werden informieren, sobald eine Anmeldung zur Veranstaltung möglich ist. Gerne nehmen wir im Vorfeld auch Vorschläge  zur  inhaltlichen Gestaltung an.

Personalia

W1 Professur für Melanie Brinkmann

Frau Prof. Dr. Melanie Brinkmann hat zum 1. November 2012 den Ruf auf die W1 Professur für Angeborene Antivirale Immunität am Institut für Virologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) angenommen. Die Professur ist am HZI angesiedelt.

W2 Professur für Dr. Susanne Aileen Funke

Susanne Aileen Funke ist seit dem 1. April 2013 W2-Professorin für Bioanalytik - Molekularbiologie an der Hochschule Coburg.


Kontaktdaten an der Hochschule:
Prof. Dr. Susanne Aileen Funke
Hochschule Coburg
Friedrich-Streib-Straße 2
96450 Coburg
Tel.: (09561) 317-327
Fax: (09561) 317-311
aileen.funke(at)hs-coburg.de

Junior-Professur für Jana Seifert

Frau Dr. Jana Seifert vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Leipzig ist zum 01. April 2013 an die Universität Hohenheim berufen worden. Ihre Stiftungs-Juniorprofessur 'Feed-Gut Microbiota Interaction' beschäftigt sich mit der Funktion der Mikrobiota im tierischen Verdauungstrakt und deren Interaktion mit dem Wirtstier.

Neue Kontaktdaten:
Prof. Dr. Jana Seifert
Institut für Tierernährung
Universität Hohenheim
Emil-Wolff-Str. 8
70599 Stuttgart
jseifert(at)uni-hohenheim.de

Junior Reserach Group für Christiane Opitz

Seit 1. Februar 2013 leitet Christiane Opitz die Junior Research Group "Brain Cancer Metabolism" G161 am DKFZ. Dort untersucht die Neuroonkologin mit ihrer Arbeitsgruppe, wie die Hemmung von Stoffwechselwegen die Entwicklung von Hirntumoren beeinflusst, was zur Entwicklung neuer Therapieansätze beitragen könnte.

Nadine Weitendorf wechselt zur Universität Hamburg

Frau Nadine Weitendorf wechselte im Jahr 2012 vom DESY zur Universität Hamburg, um dort als Referentin den Wissens- und Technologietransfer auszubauen und die Gründungsaktivitäten der Universität Hamburg aus dem Wissenschafts- und Forschungsbereich zu intensivieren. Ihr Arbeitsbereich umfasst Erfindungen, Patente, Kooperations- und Fördermöglichkeiten sowie Existenzgründungen und Messen der Universität Hamburg. Nadine Weitendorf verlässt die Helmholtz-Gemeinschaft (MDC und DESY) nach fast 10 Jahren, bleibt aber weiterhin aktiv in der Wissenschaft und Forschung.

Neue Kontaktdaten:
Nadine Weitendorf
Dipl.- Wirtschaftsjuristin (FH)
Referentin Wissens- und Technologietransfer
Universität Hamburg
Mittelweg 177
20148 Hamburg
Tel.: +4940-42838-1812 
nadine.weitendorf(at)verw.uni-hamburg.de

Neue Stelle für Dorit Modersitzki

Nach ihren Tätigkeiten als Referentin eines Vizepräsidenten und als Leiterin eines Projektbüros am Karlsruher Institut für Technologie wechselte Dorit Modersitzki nach Berlin. An der Freien Universität Berlin unterstützte sie die Arbeit des Center for Cluster Development, wo sie insbesondere für die Konzeption der Pilotphase eines Faculty Clubs für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verantwortlich war. Seit November 2012 ist Dorit Modersitzki Referentin in der Stabsstelle Internationalisierung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Weiter Informationen finden Sie hier.

 

Iris Dillmann wechselt zum TRIUMF in Vancouver

Frau Dr. Iris Dillmann, Leiterin der Helmholtz-Nachwuchsgruppe "LISA- Lifetime Spectroscopy for Astrophysics" wird zum 1. September 2013 zum kanadischen National-Labor TRIUMF in Vancouver wechseln. Sie verstärkt dort die Astrophysik-Gruppe und wird u.a. ihre Forschung über beta-verzögerte Neutronenemitter für die Astrophysik und Reaktorphysik fortführen. Die laufenden Projekte ihrer Arbeitsgruppe am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und der Universität Giessen werden dabei bis zum Ende der 5jährigen Laufzeit (Ende 2014) fortgeführt.

Neue Kontaktdaten:

Dr. Iris Dillmann
TRIUMF
4004 Wesbrook Mall
Vancouver, BC V6T 2A3
Canada

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