Editorial

Liebe Alumnae und Alumni, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Helmholtz-Akademie,

herzlich willkommen zur Frühjahrsausgabe des Newsletters der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte! Derzeit durchläuft bereits der  5. Jahrgang das Programm für Nachwuchsführungskräfte. Ein kleines Jubiläum, das uns Anlass gibt, auf die erfolgreichen letzten Jahre zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft zu richten:

Im vergangenen Jahr wurden zunächst der 3. und 4. Jahrgang feierlich verabschiedet, der 5. Jahrgang mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete im Herbst 2011 und es gab personelle Veränderungen im Team der Helmholtz-Akademie in der Geschäftsstelle. Im Jahr 2012 wird neben dem Start des 6. Jahrgangs vor allem der Prozess der Neuausrichtung der Akademie im Fokus stehen, den wir momentan konzeptionell vorbereiten.

Mit dem Akademie-Newsletter möchten wir Sie zukünftig regelmäßig über das aktuelle Geschehen in der Akademie informieren und einen Beitrag zur Vernetzung ehemaliger und aktueller Teilnehmerinnen und Teilnehmer leisten, deren Kreis von Jahr zu Jahr wächst. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Vorschläge für die kommenden Ausgaben des Newsletters und wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

 

Herzliche Grüße,
Stephanie Dittmer / Mandy Ritsche / Esther Strätz

In eigener Sache: Bericht aus der Geschäftsstelle

Personalia

Mandy Ritsche ist seit Mai 2011 wieder als Assistentin für die Helmholtz-Akademie und das Mentoring in der Geschäftsstelle zuständig und löst Simone Kammer ab, die für ein Jahr die Vertretung übernommen hatte.

Dr. Esther Strätz ist seit Januar 2012 neue Referentin für die Helmholtz-Akademie in der Geschäftsstelle. Sie ist Nachfolgerin von Dr. Antje Niemann, die zum 01. Januar 2012 ans Helmholtz-Zentrum Berlin wechselte.

Neuausrichtung der Helmholtz-Akademie


Mit der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte hat die Helmholtz-Gemeinschaft ein in der deutschen Wissenschaftslandschaft bisher einzigartiges Programm zur Vermittlung von Managementkenntnissen in der Wissenschaft ins Leben gerufen. Nach vier sehr erfolgreichen Jahren steht die Gemeinschaft nun vor der Herausforderung, die weitere Zukunft der Helmholtz-Akademie zu gestalten.

Für den anstehenden Prozess der strategischen Neuausrichtung haben wir mit osb international einen kompetenten Partner ausgewählt, der uns bei der Erarbeitung einer Neukonzeption bis zur Mitgliederversammlung im September 2012 unterstützen wird.

Neben einer Projektgruppe innerhalb der Helmholtz-Geschäftsstelle wird eine Projektgruppe auf Gemeinschaftsebene eingerichtet, der verschiedene Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Administration der Helmholtz-Gemeinschaft angehören. Aufgabe dieser Projektgruppen wird es sein, die gesamte Konzeptentwicklung bis zur Präsentation der Ergebnisse auf der Mitgliederversammlung zu begleiten und mitzugestalten.

Wesentliches Element innerhalb des Neuausrichtungsprozesses sind neben Best-Practice-Gesprächen mit Verantwortlichen verschiedener Corporate Universities ausgewählter Wirtschaftsunternehmen und der Auswertung bestehender Fortbildungsangebote auch Expertengespräche mit Akteuren innerhalb der Gemeinschaft zur Ermittlung von Anforderungsprofilen und Führungsherausforderungen. Wir werden in diesem Zusammenhang auch auf einzelne Alumni zukommen und freuen uns darüber hinaus über Ihr ganz persönliches Feedback in Bezug auf die Helmholtz-Akademie an unsere E-Mail-Adresse akademie(at)helmholtz.de.

Über den weiteren Verlauf des Projektes werden wir Sie natürlich in den folgenden Ausgaben des Newsletters ausführlich informieren!

Themenspecial: Qualifizierungsmaßnahmen in der Wissenschaft

(von Katrin Rehak, Absolventin des 4. Jahrgangs der Helmholtz-Akademie)

In den letzten Jahren hat es in der Wissenschaftslandschaft große Veränderungen gegeben, die zu einer wachsenden Komplexität der Forschungsorganisationen und -projekte geführt haben. Daraus entwickelten sich eine steigende Nachfrage nach mehr Professionalität im Wissenschaftsmanagement und eine zunehmende Bedeutung von Qualifizierungen. Viele Hochschulen bieten interne Qualifizierungsmaßnahmen an und immer mehr Bundesländer gründen hochschulübergreifende Weiterbildungszentren. Bereits 1994 wurde das CHE, Centrum für Hochschulentwicklung, gegründet. Dieses bietet unter anderem Weiterbildungskurse im Wissenschaftsmanagement an und unterstützt Hochschulen in ihrer Organisations- und Personalentwicklung (CHE, 2009).

Einige außeruniversitäre Wissenschaftsorganisationen besitzen eigene Qualifizierungsinstrumente, so hat die Helmholtz-Gemeinschaft 2007 die Akademie für Führungskräfte als Instrument zur systematischen Personalentwicklung gegründet und 2009 für die gesamte deutsche Wissenschaftslandschaft geöffnet (Helmholtz, 2007; Helmholtz, 2009). Andere Organisationen arbeiten mit dem ZWM in Speyer zusammen, das auf Wissenschaftler zugeschnittene Veranstaltungen anbietet. Anfang 2009 hat die DFG eine neue Veranstaltungsreihe mit dem ZWM ins Leben gerufen (Dzwonnek, 2009). Viele Hochschulen bieten inzwischen auch Masterstudiengänge im Bereich Wissenschaftsmanagement an. Prominente Ausbilder auf diesem Markt sind unter anderem die TU Berlin, die Universitäten Kassel und Oldenburg, die Donau-Universität Krems und die FH Osnabrück.

Ein weiterer Vorstoß, Wissenschaftsmanagement zu professionalisieren und die Ausbildung entsprechenden Personals zu koordinieren, ist die Gründung der AG Wissenschaftsmanagement (2009). Diese AG wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gefördert und wurde als Kooperationsplattform von Hochschulen geschaffen, die im deutschsprachigen Raum Qualifizierungen im Bereich des Hochschul- und Wissenschaftsmanagements anbieten. Ziele des Projekts sind Herstellung von Transparenz, Erfahrungsaustausch und Qualitätssicherung. 2011 nun hat sich das Netzwerk Wissenschafts-management konstitutiert. Das Netzwerk, dessen Ziel es ist, Wissenschaftseinrichtungen professionell zu entwickeln und damit zum Erfolg der Wissenschaft beizutragen, ist offen für alle Wissenschaftsmanagerinnen und -manager an Hochschulen und Forschungseinrichtungen (2012).

Trotz dieser Tendenzen ist eine strukturierte Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter im Sinne systematischer Personalentwicklung in weiten Teilen des deutschen Wissenschaftssystems immer noch ein Novum, obgleich Wissenschaftseinrichtungen und insbesondere Hochschulen traditionell selbst hochqualifiziertes Personal ausbilden. Noch 2007 verfügte nur ein Drittel der Hochschulen über eine explizite Personalentwicklungsstelle auf zentraler Ebene und die angebotenen Maßnahmen werden nur in Ausnahmefällen strategisch koordiniert (Schmidt, 2007).

Nichtsdestotrotz gibt es auch in der Hochschullandschaft erste Ansätze einer nachhaltigen Personalentwicklung. Vorreiter in diesem Bereich sind zum Beispiel die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Bremen, die systematisch Maßnahmen wie Weiterbildung, Coaching und Mentoring für ihre Mitarbeiter eingeführt haben (Webler, 2006). Gezielte Personalentwicklung wie sie mit der Helmholtz-Akademie betrieben wird ist im Wissenschaftsbereich allerdings noch ebenso selten anzutreffen wie das mittlere Format der Akademie zwischen Einzelmaßnahme und Master.

 

Referenzen
AG Wissenschaftsmanagement. 2009. http://www.ag-wissenschaftsmanagement.de.
CHE. 2009. Centrum für Hochschulentwicklung. http://www.che-concept.de.
Dzwonnek, D. 2009. Ein Forum für das Wissenschaftsmanagement. In: forschung – Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft 01/2009.
Helmholtz-Gemeinschaft, 2007. Startschuss für die Helmholtz-Akademie. Presseinformation vom 24. April 2007.
Helmholtz-Gemeinschaft, 2009. Dritter Jahrgang der Helmholtz-Akademie. Presseinformation vom 13. Juli 2009.
Netzwerk Wissenschaftsmanagement 2012. http://www.netzwerk-wissenschaftsmanagement.de.
Schmidt, B. 2007. Die strukturelle Basis der Hochschulentwicklung an deutschen Hochschulen – eine quantitative Internetrecherche. Hochschulmanagement 2 (1). 22-29.
Webler, W.-D. 2006. Personalentwicklung an Hochschulen – Grundbegriffe und Stellenwert. Personal- und Organisationsentwicklung in Einrichtungen der Lehre und Forschung 1 (1). 2-6.
ZWM. Zentrum für Wissenschaftsmanagement Speyer. Weiterbildungsprogramm 2009.

 

Bericht aus dem Programm für Nachwuchsführungskräfte

Abschlussveranstaltung des 3. & 4. Jahrgangs

Am 29. September 2011 wurden den Absolventinnen und Absolventen des dritten und viertens Jahrgangs der Helmholtz-Akademie im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Spreespeicher in Berlin die Zeugnisse überreicht.

Zu den Gästen des Abends gehörten neben den Mentorinnen und Mentoren, die die Nachwuchsführungskräfte auf ihrem Karriereweg begleiten, auch die Kamingäste, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Laufe des Programms persönliche Einblicke in ihre jeweiligen beruflichen Werdegänge gegeben haben. Gastrednerin war Frau Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, die in ihrem Vortrag zum Thema „Warum braucht die Forschung das Management?“ die besondere Bedeutung von Management für die Wissenschaft hervorhob.
Als Moderatorin führte Dr. Stefanie Seltmann, Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am DKFZ und selbst Absolventin des 2. Jahrgangs der Akademie, durch den Abend.

 

Alumni-Tag 2011

Die erste Alumni-Veranstaltung der Akademie mit ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der vier Absolventen-Jahrgänge fand am 30. September 2011 im Spreespeicher in Berlin statt. Den Impuls zum Thema der Veranstaltung „Führen mit Zielen 2.0“ lieferte Prof. Dietrich Borchardt, Institutsleiter am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, der eindrücklich die Umsetzung verschiedener Managementmethoden aus dem Akademie-Programm in seinem Fachbereich schilderte.

 

Bewerbungsstart für den 6. Jahrgang

Ende März 2012 erfolgte der Bewerbungsstart für den 6. Jahrgang des Programms für Nachwuchsführungskräfte. Bis zum 30. April 2012 können die Vorstände der Helmholtz-Zentren geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorschlagen, die sich um einen Platz im Programm bewerben können. Auch in diesem Jahr werden wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer anderer Forschungseinrichtungen, Universitäten und Ministerien in das Programm aufgenommen. Wir wünschen allen Bewerberinnen und Bewerbern viel Erfolg und freuen uns auf ihre Bewerbungen!

Personalia der Jahre 2010 bis 2012

... aus dem ersten Jahrgang

Prof. Dr. Michael Boutros

Deutsches Krebsforschungszentrum
Abteilung Signalwege und funktionelle Genomik
Im Neuenheimer Feld 580
69120 Heidelberg
Tel.: +49 6221 42-1951
Fax +49 (0) 6221 42-1959
m.boutros(at)dkfz.de

Der Molekularbiologe Prof. Dr. Michael Boutros wurde im Dezember 2011 mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet. Ziel des vom ERC geförderten Projekts ist es, erstmalig eine genetische Interaktionskarte zu erstellen, um die Wechselwirkungen zwischen Genen grundlegend zu verstehen.

Prof. Dr. Reinhard Köster

Technische Universität Braunschweig
Zoologisches Institut
Abteilung Zellbiologie und Zellphysiologie
Spielmannstraße 7
38106 Braunschweig
Tel.: +49 531 391-3230
r.koester(at)tu-bs.de

Prof. Dr. Reinhard Köster ist im Sommer 2010 vom Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt an die TU Braunschweig gewechselt, um dort die Leitung der Abteilung Zellphysiologie am Zoologischen Institut zu übernehmen.

Dipl.-Biol./ Dipl.-Journ. Hannes Schlender

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie
Strategische Kommunikation
Hahn-Meitner-Platz 1
14109 Berlin
Tel.: +49 30 80624- 2414
hannes.schlender(at)helmholtz-berlin.de

Hannes Schlender gründete im Frühjahr 2011 die Kommunikationsagentur scienceRELATIONS Wissenschaftskommunikation. Davor war er zunächst für die Kommunikation des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, dann für die des Helmholtz-Zentrums Berlin verantwortlich. In Teilzeit ist er als Projektleiter „Strategische Kommunikation“ weiterhin im HZB tätig.

... aus dem zweiten Jahrgang

Dr. Annette Janz

Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Abteilung Innovationsmanagement
Ingolstädter Landstraße 1
85764 Neuherberg
Tel.: +49 89 31874271
janz(at)helmholtz-muenchen.de

Dr. Annette Janz leitet seit dem 01. Oktober 2011 die neue Abteilung Innovationsmanagement am Helmholtz‐Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, die für das Portfoliomanagement von Entwicklungsprojekten sowie für den Bereich Patente und Technologietransfer zuständig ist.

Prof. Dr. Frank Jenko

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik - IPP
Research Group on Turbulence in Laboratory and Astrophysical Plasmas
Boltzmannstraße 2
85748 Garching
Tel.: +49 89 32992195
fsj(at)ipp.mpg.de

Prof. Dr. Frank Jenko wurde im Juli 2011 mit einem ERC Starting Grant zum Thema „Turbulence in Laboratory and Astrophysical Plasmas“ ausgezeichnet. Die entsprechende Gruppe am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik – IPP lief am 1. November 2011 an.

... aus dem dritten Jahrgang

Dr. Klaus Habicht

Helmholtz-Zentrum Berlin
Abteilung Forschung mit Spallationsneutronen
Hahn-Meitner-Platz 1
14109 Berlin
Tel.: +49 30 8062-42807
habicht(at)helmholtz-berlin.de

Dr. Klaus Habicht wurde im Mai 2011 zum Leiter der Abteilung „Forschung mit Spallationsneutronen“ ernannt. Zuvor hatte er zwei Jahre in kommissarischer Funktion das Institut „Methoden und Instrumente der Neutronenstreuung“ am HZB geleitet. Besonderes Anliegen der neuen Abteilung im Bereich Großgeräte ist es, die Voraussetzungen für die Instrumentierungen von zukünftigen Spallationsquellen zu schaffen.

... aus dem vierten Jahrgang

Univ.-Prof. Dr. med. Peter H. Weiss-Blankenhorn

Forschungszentrum Jülich
Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM-3)
Kognitive Neurowissenschaften
Leo-Brandt-Str. 5
52425 Jülich
Tel.: +49 2461 61-2073
P.H.Weiss(at)fz-juelich.de


Universitätsklinikum Köln
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Kognitive Neurologie
Kerpener Str. 62
50924 Köln
Tel.: +49 221 478-97820
Peter.Weiss-Blankenhorn(at)uk-koeln.de


Prof. Dr. Peter H. Weiss-Blankenhorn wurde im Juni 2010 auf eine W2-Professur berufen und ist sowohl als Leiter der Arbeitsgruppe „Motorische Kognition" und Stellvertreter des Direktors im Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich als auch in der Klinik und Poliklinik für Neurologie des Universitätsklinikums Köln tätig.

Gabriele Scholz

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Holbeinstraße 13-15
53175 Bonn
Tel.: +49 228 43302-284
Gabriele.Scholz(at)dzne.de

Gabriele Scholz war von März 1999 bis Januar 2012 in der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg tätig.
Seit Februar 2012 leitet sie die Abteilung Controlling im Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. in Bonn.

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