Den Weg nach oben bahnen

Das Forschungszentrum Jülich ist Kooperationspartner im Mentoring-Programm TANDEMplus. Es will weibliche Führungspersönlichkeiten zu positiven Rollenmodellen für nachfolgende Generationen aufbauen.

| Von Julia Dreher

JULIA DREHER

ist Mitarbeiterin im Fachbereich Personalentwicklung (P-E) im Forschungszentrum Jülich. Dort betreut sie u.a. das Entwicklungsprogramm für Mitarbeiter/innen in Führungs- und Projektleitungspositionen und die Mentoring-Programme.

j.dreher(at)fz-juelich.de

www.fz-juelich.de/gp/pe

www.tandemplus.de

Das Mentoring-Programm TANDEMplus ist ein Kooperationsprojekt der RWTH Aachen, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie des Forschungszentrums Jülich. Es richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Endphase ihrer Promotion und Postdoktorandinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, die eine Führungsposition in Wissenschaft oder Wirtschaft anstreben. Die beteiligten Wissenschaftseinrichtungen wollen mit ihrem Angebot dazu beitragen, hoch qualifizierte Frauen mit natur- und/oder ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund für eine Leitungsposition in der Wissenschaft oder der Privatwirtschaft zu gewinnen. 

Langfristig verfolgen die Kooperationspartner mit TANDEMplus vor allem zwei Ziele: Zum einen sollen die bereits vorhandenen weiblichen Nachwuchswissenschaftlerinnen der Natur- und Ingenieurwissenschaften sichtbar gemacht und unterstützt werden. Zum anderen sollen diese weiblichen Führungspersönlichkeiten zu positiven Rollenmodellen für nachfolgende Generationen aufgebaut werden – mit dem Ziel, weiblichen Nachwuchs anzuwerben. 

In einem jeweils anderthalbjährigen Programmdurchlauf vereint TANDEMplus die drei Module Mentoring, Training und Networking. Durch das individuelle One-to-one-Mentoring mit einer Führungsperson aus Wissenschaft oder Wirtschaft werden die Wissenschaftlerinnen darin unterstützt, ihre Potenziale zu entdecken, sich Ziele für ihre Karriere zu setzen und Strategien zur Umsetzung dieser Ziele zu entwickeln. Die Erfahrungen der Mentorinnen und Mentoren helfen den Mentees, Karrierehemmnisse wahrzunehmen und Wege zu finden, diesen auszuweichen. Zusätzlich führen die Mentorinnen und Mentoren ihre Mentees in bestehende Netzwerke ein und eröffnen ihnen dadurch die Chance, in der für ihr Fachgebiet einschlägigen Scientific Community teilzunehmen. Unterstützt werden die skizzierten Ziele durch sieben – thematisch individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Durchgangs abgestimmte – Trainingstage sowie vier Netzwerktreffen. Zur Abrundung des Programms finden zu jedem Durchgang eine offizielle Auftakt- und Abschlussveranstaltung mit Zertifikatvergabe an die Mentees statt.  

Die Teilnahme an TANDEMplus bringt für alle Beteiligten vielfältige Vorteile mit sich. Die Mentees profitieren insbesondere davon, dass ihnen das Programm

• Kenntnisse über Strukturen, Prozesse und Spielregeln in den verschiedenen Arbeitsfeldern von Forschung und Wirtschaft vermittelt und ihnen so eine präzisere Karriereplanung ermöglicht,

• durch den persönlichen Austausch mit einer Mentorin bzw. einem Mentor aus ihrem Fachgebiet eine zielgerichtete Beratungsleistung bietet und die fachlichen Kompetenzen der Mentees fördert,

• ermöglicht, ihr persönliches Potenzial – zum Beispiel im Bereich Management- und Führungskompetenzen – weiterzuentwickeln,

• die Einbindung in eine Gruppe von Frauen in einer ähnlichen Position ebnet,

• den Aufbau bzw. die Erweiterung des eigenen Netzwerkes erleichtert, sodass sie Kontakte in den verschiedenen Arbeitsfeldern Hochschule, Forschungseinrichtung und Unternehmen knüpfen können. 

Auch für die Mentorinnen und Mentoren bietet die Teilnahme an TANDEMplus einen Mehrwert, denn sie ermöglicht ihnen

• neue Impulse und Perspektiven,

• die Reflexion des eigenen beruflichen Werdegangs,

• einen hierarchiefreien Umgang mit Nachwuchswissenschaft-lerinnen und einen Einblick in die Situation des Nachwuchses,

• eine Erweiterung der eigenen Beratungskompetenzen durch spezielle Angebote,

• einen Ausbau der eigenen Kontakte.

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