Den Blick nach außen öffnen

Mit „X-Ment“ verfolgt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) einen Cross-Mentoring-Ansatz. Gemeinsam lernen die weiblichen und männlichen Teilnehmenden Organisationen und Netzwerke außerhalb des KIT kennen.

| Von Simone Belgardt

SIMONE BELGARDT

ist Ansprechpartnerin für die Mentoring-Programme X-Ment und TANDEMplus am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Bereich Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung.

Simone.Belgardt(at)kit.edu

www.pew.kit.edu/648.php

www.peba.kit.edu/1009.php

Der Name X-Ment steht für den Cross-Gedanken einer Mentoring-Beziehung zwischen Wissenschaftlerinnen des KIT und Akteuren aus der Wirtschaft, aus universitären und außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen. Damit bietet X-Ment die Möglichkeit, über die Mentoring-Beziehung Organisationen, Strukturen und Netzwerke außerhalb des KIT kennenzulernen. Das erweitert nicht nur die eigenen Netzwerke, sondern kommt dem Grundsatz der Hierarchiefreiheit zwischen Mentee und Mentor(in) in besonderem Maße zugute.  

Die Bausteine des Programms sind auf die Zielgruppe „Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler“ zugeschnitten und regen zur intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Karrierevorstellungen und -zielen an. Dadurch werden die Teilnehmenden darin unterstützt, Entscheidungen im beruflichen wie im privaten Bereich auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen und in entsprechende Handlungsschritte umzusetzen. Neben dem Eins-zu-eins-Mentoring profitieren sie durch eine persönliche Standortbestimmung, durch drei Workshops zu relevanten Schlüsselkompetenzen (siehe Fotos), drei kollegiale Coachings sowie einen Abschlussworkshop zur Reflexion des Lernprozesses. Für das starke Netzwerk unter den Teilnehmenden hat sich die räumliche Nähe zueinander bewährt. Zudem besteht die Möglichkeit, an einem Netzwerktag teilzunehmen, der alle zwei Jahre einen gemeinsamen Rahmen für alle interessierten Wissenschaftlerinnen innerhalb und außerhalb des KIT schafft. Im Jahr 2013 nahmen 60 Personen an dieser Veranstaltung teil. 

Das Mentoring-Programm X-Ment ist bei der Personalentwicklung des KIT angesiedelt und wurde durch eine Mitteleinwerbung beim Europäischen Sozialfonds im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Bewilligt wurde eine Kofinanzierung der beantragten Projektmittel bis zur Höhe von 50 Prozent für die Dauer von 2012 bis 2014. Im Jahr 2013 entschied das KIT aufgrund der positiven Ergebnisse des ersten Durchgangs eine Weiterführung um weitere fünf Jahre von 2015 bis 2019. Insgesamt haben bisher 28 Wissenschaftlerinnen das Programm abgeschlossen, im aktuellen Durchgang befinden sich elf Frauen und drei Männer. 

Mit der Weiterführung des Programms aus KIT-Mitteln wurden in diesem Jahr erstmals männliche Teilnehmer nach einer bestimmten Quote zugelassen. So wurde eine Möglichkeit geschaffen, im Rahmen der unterschiedlichen Module den Austausch über Geschlechterrollen zu fördern. Damit ist X-Ment Teil der Chancengleichheits-Strategie des KIT, die nicht nur reine Enabling-Ansätze verfolgt, sondern die Sensibilisierung beider Geschlechter sowie die strukturelle Verankerung des Themas Chancengleichheit vorantreibt.  

X-Ment unterscheidet sich vom Helmholtz-Programm „In Führung gehen“ und anderen Mentoring-Programmen insbesondere durch die Beteiligung männlicher Wissenschaftler sowie die starke Eigenverantwortung der Mentee bei der Mentorenwahl, die nicht aus einem vorgegebenen Pool erfolgt.

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