Coaching bei Helmholtz

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Helmholtz-Akademie, des Mentoring-Programms „In Führung gehen“ sowie des Netzwerks Helmholtz & Friends hat die Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft im Jahr 2014 einen Coach-Pool aufgebaut.

| Von Esther Strätz

 

Da es sich bei Coaching nicht um einen geschützten Begriff handelt, ist die Bandbreite an Beratungsformen groß und deren Qualität unterschiedlich hoch. Bei der Auswahl der Coaches für den Coach-Pool der Helmholtz-Geschäftsstelle wurden entsprechend im Vorfeld spezifische Anforderungskriterien definiert und mit allen Coaches persönliche Gespräche geführt, um eine hohe Qualität im Kontext des Coaching-Angebots sicherzustellen. Diese wird darüber hinaus durch kontinuierliche Feedback-Runden mit den Coaches fortlaufend gesichert. Im Zuge eines zweistufigen Ausschreibungsverfahrens wurden 26 qualifizierte Coaches ausgewählt, die nun im Rahmen der Personalentwicklungsmaßnahmen der Geschäftsstelle tätig sind.


Fest in die Führungskräfteentwicklung integriert


Coaching ist als Begleitmaßnahme freiwilliger Bestandteil der Programme der Helmholtz-Akademie und des Mentoring-Programms „In Führung gehen“.  Deren Teilnehmer/innen können jeweils bis zu sechs Stunden Coaching abrufen. Diese Stunden sind als Anschubfinanzierung zu verstehen, weiterer Coachingbedarf kann gegebenenfalls in Rücksprache mit den Zentren oder selbst finanziert werden.

Weder die Geschäftsstelle noch die Personalentwicklungen, Vorgesetzten oder Vorstände in den Zentren erhalten dabei Einblick in die Inhalte, die im Coaching bearbeitet werden – die Vertraulichkeit dieses Austausches hat größte Priorität.

Gleichwohl ist dem Akademie-Team daran gelegen, in engem Austausch mit den Coaches zu stehen, um losgelöst von konkreten Fällen ein generelles Feedback zu den im Coaching bearbeiteten Themen zu erhalten, die für die Weiterentwicklung des Programms relevant sein könnten. Um die hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten, behält sich die Geschäftsstelle eine jährliche Überprüfung des Coach-Pools vor.


Systemische Ausrichtung


Das Coaching innerhalb der Akademie folgt einer systemischen Ausrichtung. Systemisches Coaching betrachtet nicht allein die Person sondern stets deren Interaktion im System – eine wichtige Perspektive insbesondere innerhalb eines organisationalen Kontexts. Die/der Coachee analysiert ihren/seinen „Beitrag“ und ihre/seine Möglichkeiten in der Interaktion und entwickelt auf Grundlage dieser Analyse Alternativen zum Problemverhalten oder zu ihren/seinen Sichtweisen. Die Veränderungen auf Seiten der/des Coachee finden dabei in Hinblick auf ihr/sein Verhalten und/oder ihre/seine Sichtweisen statt. Um dieses Ergebnis herbeizuführen, werden unterschiedliche systemische Tools eingesetzt, wie z.B. zirkuläre Fragen oder eine System-Umfeld-Analyse. Die Grundlagen des systemischen Coachings bilden Erkenntnisse der Systemtheorie, die Philosophie des radikalen Konstruktivismus sowie die Ansätze der systemischen Therapie.

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