Sonderausgabe: Zeugen der Wende

Vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. In unserer Serie erzählen heutige Helmholtz-Forscher, wie sie die Tage und Wochen im Herbst 1989 erlebt haben und wie sich ihr Leben seitdem verändert hat. In der nächsten Woche wird es weitere Berichte auf unserer Website zu lesen geben.

Für ihn war der Westen weiter weg als der Südpol

In der Antarktis war Diedrich Fritzsche vor 1989 schon gewesen. Von seinem Arbeitsplatz in Potsdam konnte der Polarforscher bis nach West-Berlin blicken und fragte sich, ob er es vor seinem Rentenantritt im Jahr 2020 auch jemals dorthin schaffen würde. Er kam noch viel weiter.

 

„Im Oktober 89 fuhr ich nach Darmstadt. Zurückkehren wollte ich nicht“

Im Oktober 1989 fuhr der Dresdner Physiker Wolfgang Enghardt zum ersten Mal in seinem Leben in den Westen. Sein Reiseziel: die Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt. Im Gepäck hatte er eine brillante Idee, die Jahre später die Krebstherapie revolutionieren sollte – und eine Rückfahrkarte. Einlösen wollte er das Ticket nicht. Doch dann kam alles anders.

 

„Ich ahnte nicht, was kommen würde" 

Als die Mauer fiel, saß der Physiker Friedrich Wagner in München vor dem Fernseher. Greifswald lag für ihn in weiter Ferne - noch.


 

Teilchen ohne Grenzen

Mit dem Mauerbau schuf die DDR einen unüberwindbaren Eisernen Vorhang. Doch nicht für die Forscher aus Zeuthen. Über eine Datenleitung zu DESY nach Hamburg arbeiteten sie mit ihren westdeutschen Kollegen zusammen - ohne Kontrolle durch die DDR-Organe. Der Elementarteilchenphysiker Thomas Naumann erinnert an diese Tage.

 

„Den Mauerfall erlebten wir in der Antarktis"

Es gab nicht nur zwei deutsche Staaten, sondern auch zwei deutsche Antarktis-Forschungsstationen. Die Kollegen standen im regelmäßigen Funkkontakt. Nach dem 9. November 1989 wurden die Funkgespräche nach und nach etwas länger und entspannter.

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