Krebs

"Ich bin überzeugt davon, dass eine bessere Früherkennung und spezifischere Therapieformen die Krebssterblichkeit weiter sinken lassen werden."
Dirk Jäger, NCT

Für 2018 rechnen Experten mit fast einer halben Millionen neuer Krebsfälle in Deutschland.  Die Wahrscheinlichkeit, an einer Krebserkrankung zu sterben, ist allerdings deutlich gesunken. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten erwarten die Forscher weitere Fortschritte. Auch Dank neuer Therapieansätze wie der Immuntherapie.

Auf dieser Seite finden Sie Ansprechpartner, Factsheets, Grafiken und aktuelle Meldungen zum Thema "Krebsforschung" und "Krebstherapie".

Pressekontakte

In der nachstehenden Liste finden Sie Ansprechpartner der Helmholtz-Zentren, die in der Krebsforschung aktiv sind.

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Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

Sibylle Kohlstädt

Tel: +49 (0) 6221 422854
Email: s.kohlstaedt(at)dkfz.de

Internetpräsenz DKFZ

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Helmholtzzentrum Berlin (HZB)

Ina Helms

Tel: +49 (0) 30 8062-42034
Email: ina.helms(at)helmholtz-berlin.de

Internetpräsenz HZB

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Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR)

Christine Bohnet

Tel: +49 (0) 351 260-2450

Email: c.bohnet(at)hzdr.de

Internetpräsenz HZDR

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Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (GSI)

Ingo Peter

Tel: +49 (0)6159-71-2598
Email: presse(at)gsi.de

Internetpräsenz GSI

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Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Annette Tuffs

Tel: +49 (0) 30 9406 2140
Email: Annette.Tuffs(at)mdc-berlin.de

Internetpräsenz MDC

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Fact-Sheet

Krebs – Zahlen zu Neuerkrankungen und Mortalität

  • Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland lag im Jahr 2014 bei 476.120.
    Die Prognose für 2018 beläuft sich auf 493.600 Neuerkrankungen.
    Seit 1970 haben sich die Zahlen der Neuerkrankungen verdoppelt. Die Ursache dafür ist unter anderem die gestiegene Lebenserwartung.
  • 222.972 Menschen starben 2014 an Krebs.
    338.056 Menschen starben 2014 wiederum an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Im Jahr 2014 wurden in Deutschland insgesamt etwa 1,55 Millionen Krebskranke gezählt, deren Diagnose nicht länger als fünf Jahre zurücklag.
  • Die Krebssterblichkeit hat in den letzten zehn Jahren bei Männern um 12 Prozent, bei Frauen um 7 Prozent abgenommen.

Die häufigsten Krebsarten

Brustkrebs

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebsursache bei Frauen. Risikofaktoren sind dabei das Lebensalter, die hormonelle Situation, der Lebensstil sowie möglicherweise ererbte Risikogene.
  • Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist aber nicht in jedem Lebensabschnitt gleich hoch: Das Risiko steigt mit dem Lebensalter.
  • Obwohl die Zahl betroffener Frauen insgesamt steigt, sterben heute weniger Patientinnen an Brustkrebs als noch vor zehn Jahren.

Prostatakrebs

  • Prostatakrebs ist in Deutschland mit Abstand die häufigste Krebsart bei Männern: Im Jahr 2014 wurde die Erkrankung bei knapp 57.400 Betroffenen neu entdeckt. Viele Männer erfahren von ihrer Diagnose Krebs aufgrund einer Früherkennungsuntersuchung.
  • Tumoren der Vorsteherdrüse treten meistens im fortgeschrittenen Alter auf: Zum Zeitpunkt der Diagnose waren die Betroffenen im Jahr 2014 durchschnittlich 72 Jahre alt.
  • In 2014 lag die Zahl der dokumentierten Todesfälle bei etwa 13.700.

Lungenkrebs

  • Die Anzahl der Lungenkrebs-Erkrankungen lag 2014 etwa bei 34.560 Männern und 19.280 Frauen in Deutschland. Lungenkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen. Die Prognose für 2018 liegt bei 33.700 neu erkrankten Männern und 22.000 neu erkrankten Frauen. Als Hauptrisikofaktor gilt das Rauchen und das passive Rauchen.

Darmkrebs

  • In Deutschland erkrankten 2014 rund 28.000 Frauen und 33.100 Männer erstmals an Dickdarmkrebs. Im Jahr 2018 werden laut Schätzung der deutschen epidemiologischen Krebsregister und des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut 33.000 Männer und 26.000 Frauen an einem kolorektalen Karzinom erkranken.
  • Darmkrebs ist derzeit bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland.
  • Die Darmspiegelung ist heute die Standard-Untersuchungsmethode, wenn es um die Früherkennung von Darmkrebs geht.

Gebärmutterhalskrebs

  • Im Jahr 2014 erkrankten 4.540 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom), die Prognose für 2018 liegt bei 4.300 Neuerkrankungen.
  • 1971 war Gebärmutterhalskrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, 2014 ist sie auf Platz 12.  Auch die Sterblichkeit hat sich seitdem mehr als halbiert auf 1.500 Frauen pro Jahr in Deutschland.
  • Risikofaktoren sind Rauchen, hormonelle Verhütungsmittel, viele Schwangerschaften und Geburten, früher Beginn der Sexualität und viele Sexualpartner sowie Immunsuppression.
  • Auslöser für Gebärmutterhalskrebs sind HP-Viren. Dies erkannte Harald zur Hausen und wurde dafür 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen, der langjährige Vorstandsvorsitzende des DKFZ, erkannte, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen eine der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln.

Quellen:

Krebsstatistiken beim Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums

Krebs in Deutschland für 2013/2014. (Robert Koch-Institut/ Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 2017)

Zentrum für Krebsregisterdaten


Grafiken

Hier finden Sie eine Grafik zum prozentualen Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen in Deutschland (2014).

Weitere Informationen und Grafiken finden Sie in der Publikation "Krebs in Deutschland für 2013/2014".
(Robert Koch-Institut/ Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., 2017)


Pressemitteilungen

Aktuelle Meldungen aus den Helmholtz-Zentren zum Thema Krebs und Krebsforschung.


Krebsinformationsdienst

Der Krebsinformationsdienst ist ein Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums für Krebspatienten, ihre Familien und Freunde sowie für alle Ratsuchenden.
Der Krebsinformationsdienst (KID) beantwortet alle Fragen rund um das Thema Krebs - am Telefon (0800-420 30 40), per E-Mail (krebsinformationsdienst(at)dkfz.de) sowie in persönlichen Sprechstunden in Heidelberg und Dresden. Das geschulte Ärzteteam geht mit fundierten fachlichen Informationen auf individuelle Fragen ein.

Das Ressourcen-Center von krebsinformationsdienst.med unterstützt Fachleute bei Recherchen zu onkologischen Themen

Bekannt als der Ansprechpartner für Krebspatienten und Angehörige gibt der Krebsinformationsdienst seit 2014 auch Fachleuten kompetente Antworten auf ihre Fragen. Vor allem Ärzte, Pflegekräfte, Psychologen und Apotheker nutzen den krebsinformationsdienst.med. Nun wird der Service mit einem online verfügbaren Ressourcencenter weiter ausgebaut: Es liefert nützliche Links für die Recherche von Zahlen, Fakten und Hintergrundinformationen aus der Onkologie und unterstützt damit alle, die beruflich mit der Versorgung von Krebspatienten befasst sind.

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