Helmholtz-Gemeinschaft

Ergebnisse der Begutachtungen im Überblick

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2008 wurden die Forschungsbereiche „Erde und Umwelt“, „Gesundheit“ und „Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr“ und 2009 „Energie“, „Schlüsseltechnologien“ und „Struktur der Materie“ eingehend begutachtet. Bilder: GFZ/HZI/DLR

Als einzige Forschungsorganisation in Deutschland stellt sich die Helmholtz-Gemeinschaft alle fünf Jahre diesem Prozess der Neuordnung der Programme durch unabhängige internationale Experten. Begutachtet werden nicht mehr einzelne Zentren, sondern zentrenübergreifende Forschungsprogramme. Jedes dieser Programme wird von zehn bis fünfzehn renommierten und unabhängigen Gutachtern geprüft, nicht nur bezüglich der wissenschaftlichen Qualität und Originalität sondern auch bezüglich strategischer Aspekte wie der Ausrichtung an der Mission der Helmholtz-Gemeinschaft, der Kooperation mit externen Partnern und der Nachwuchsförderung. Die Bewertungen der Experten helfen, die eigene strategische Planung zu prüfen und nachzusteuern.

Die Ergebnisse der Evaluierung aller sechs Forschungsbereiche in den Jahren 2008 und 2009 durch rund 350 internationale Experten bestätigten von unabhängiger Seite die Qualität der Helmholtz-Forschung und gab außerdem Impulse, wo Stärken strategisch ausgebaut werden können. 

Die als Ergebnis der Begutachtung vom Senat der Helmholtz-Gemeinschaft empfohlene Finanzierung der insgesamt 28 neuen Forschungsprogramme ist in ihrer Gesamtheit im Geschäftsbericht dargestellt. Die Finanzierungsempfehlung lautet:

Programmperiode 2009 bis 2013: 4,569 Milliarden Euro für die Forschungsbereiche Erde und Umwelt, Gesundheit sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr (Kosten inkl. DZNE und Mittel für programmungebundene Forschung).

Programmperiode 2010 bis 2014: 4,836 Milliarden Euro für die Forschungsbereiche Energie, Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie (Kosten inkl. Mittel für programm-ungebundene Forschung).

Zentrenübergreifende Initiativen

In den vergangenen Jahren sind eine Reihe zukunftsorientierter strategischer Projekte aus der Helmholtz-Gemeinschaft hervorgegangen. Insbesondere die zweite Runde der Programmorientierten Förderung hat durch die zentrenübergreifende Zusammenarbeit die Entwicklung solcher Initiativen gefördert. Einige Beispiele:

  • Helmholtz-Kohorte: Krankheiten früher erkennen und besser behandeln
  • Klimainitiative: Neuer Forschungsverbund bündelt Kompetenzen, um regionalen Auswirkungen des globalen Klimawandels zu erforschen
  • Translationsforschung: Grundlagenforschung und klinische Anwendung unter einem Dach
  • Verstetigung der Helmholtz-Allianz „Physics at the Terascale“: Allianz zur Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Datenanalyse, der Entwicklung neuer IT-Strukturen und neuer Technologien innerhalb der Teilchenphysik-Gemeinschaft Deutschlands.

Weitere Ergebnisse des aufwändigen Begutachtungsprozesses sind drei programmübergreifende strategische Initiativen, die auf Empfehlung der Gutachter gefördert werden: Dies sind die Klimaforschungsinitiative, die Translationale Forschung, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller für die klinische Anwendung zu nutzen, sowie der Aufbau einer großen Populationsstudie „Helmholtz-Kohorte“ über die kommenden zwei Jahrzehnte, um Vorbeugung und Frühdiagnostik bei den großen Volkskrankheiten zu verbessern. Außerdem hat sich der Zuwendungsgeber (hier das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) aufgrund der nachdrücklichen Empfehlung der Gutachter entschlossen, die Grundfinanzierung im Forschungsbereich Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr deutlich anzuheben.

Mehr Informationen zur Forschungsausrichtung und den Forschungsprogrammen in der Helmholtz-Gemeinschaft finden Sie unter Forschung.

09.01.2013