Helmholtz-Gemeinschaft

Forschungsprogramme bündeln die Kräfte

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Driftkammer Argus Detektors: Mit dem ARGUS Detektor wurden die Teilchenreaktionen am DORIS-Beschleuniger gemessen. In den 1970er Jahre verfolgten die Forscher an DORIS die Spuren der Quarks. Bild: DESY

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft legen die Inhalte ihrer Forschung innerhalb ihres jeweiligen Forschungsbereichs in strategischen Programmen fest - mit Kooperation über die Grenzen von Institutionen und Disziplinen hinweg und im Wettbewerb um die Forschungsgelder. Die nötigen forschungspolitischen Vorgaben werden von den Zuwendungsgebern festgelegt, nachdem sie zwischen den Helmholtz-Zentren sowie Senat und Politik diskutiert worden sind.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist so in einzigartiger Weise in der Lage, nicht nur Lösungen für Einzelfragen anzubieten, sondern komplexe Fragestellungen ganzheitlich zu bearbeiten, die für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft relevant sind.

Förderung von Programmen

Die Forschungsprogramme, mit denen sich in der Regel mehrere Helmholtz-Zentren um finanzielle Förderung bewerben, sind den sechs großen Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft zugeordnet.

Begutachtung durch Spitzenwissenschaftler

Strategische Begutachtung bildet die Basis für die Finanzierung der Forschungsprogramme. Diese Aufgabe übernehmen renommierte Experten aus aller Welt. Ihre Gutachten bilden die Grundlage für die Entscheidung, in welcher Höhe und in welcher Aufteilung Bund und Länder die Programme fördern. Der Präsident sorgt für das Management des gesamten Prozesses. Nach der ersten Begutachtungsrunde wurden in 2008 die Forschungsbereiche Verkehr und Weltraum, Gesundheit, Erde und Umwelt und in 2009 die Forschungsbereiche Energie, Struktur der Materie, Schlüsseltechnologien in einer zweiten Runde begutachtet. Die zweite Programmperiode beträgt fünf Jahre und hat 2009 bzw. 2010 begonnen.

Zur Entwicklung der Programmorientierten Förderung

Keine andere Forschungsorganisation hat in den vergangenen Jahren eine vergleichbare Reform in Angriff genommen und erfolgreich auf den Weg gebracht wie die Helmholtz-Gemeinschaft. Seit der Gründung des Helmholtz e. V. im Herbst 2001 ist die gesamte Forschung strategisch neu strukturiert. Das Kernstück der Reform ist die programmorientierte Förderung. Die Helmholtz-Gemeinschaft investiert ihre Ressourcen nicht mehr in einzelne Institutionen, sondern in zentrenübergreifenden Forschungsprogrammen, die sich untereinander im Wettbewerb befinden. Den Kernzielen des Paktes für Forschung und Innovation entsprechend steht dabei die Konzentration auf Spitzenleistungen durch Kooperation und Wettbewerb im Vordergrund.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Zentren haben insgesamt 28 Forschungsprogramme entworfen, die alle fünf Jahre von international renommierten Gutachtern hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Exzellenz und strategischen Relevanz evaluiert werden. So ist sichergestellt, dass sich die Forschungsergebnisse der Helmholtz-Gemeinschaft mit denen führender Institute auf der ganzen Welt messen können.

Strategische Programme bilden jetzt die Basis für die Positionierung der Helmholtz-Gemeinschaft in der Forschungslandschaft. Klar definierte Ziele bilden weiterhin die Voraussetzung, dass die Gemeinschaft auf ihre Stärken fokussieren kann und wettbewerbsfähige Spitzenforschung betreibt. Durch die Konzentration ihrer Kräfte in multidisziplinär arbeitenden Teams und durch die Bündelung der vielfältigen Ressourcen ihrer Forschungszentren ist die Helmholtz-Gemeinschaft in einzigartiger Weise in der Lage, nicht nur Lösungen für Einzelfragen anzubieten, sondern komplexe Fragestellungen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft ganzheitlich zu beantworten und Systemlösungen zu entwickeln.

20.08.2014

Kontakt

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Dr. Sören Wiesenfeldt

Bereichsleiter Forschung

Helmholtz-Gemeinschaft

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