Helmholtz-Gemeinschaft

Wortmeldungen des Präsidenten

ZoomProf. Dr. Jürgen Mlynek auf dem Helmholtz-Neujahrsempfang 2012 in Berlin.
Prof. Dr. Jürgen Mlynek auf dem Helmholtz-Neujahrsempfang 2012 in Berlin.

Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, kommentiert Entwicklungen in der Forschungslandschaft.

Dezember 2012

Internationale Kooperationen

Gerade in der Wissenschaft ist internationale Zusammenarbeit von großer Bedeutung. Die besten Köpfe eines Forschungsbereiches sind oft über den Globus verteilt, und so knüpfen immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Kontakte über Landesgrenzen hinaus. Diesen Trend unterstützt auch die Helmholtz-Gemeinschaft, zum Beispiel durch die gezielte Förderung deutsch-russischer und deutsch-chinesischer Forschungsprojekte sowie die Initiierung neuer internationaler Kooperationen. Um uns als starken Partner im weltweiten Wissenschaftssystem zu etablieren, betreiben wir internationale Büros in Brüssel, Moskau und Peking. Unser Brüsseler Büro bringt die Interessen der Helmholtz-Gemeinschaft mittlerweile schon seit zehn Jahren erfolgreich in die Gestaltung des europäischen Forschungsraumes ein. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Kolleginnen und Kollegen in Brüssel für ihren großen Einsatz und die gute Zusammenarbeit bedanken und herzlich zum Jubiläum gratulieren.

November 2012

Neues Kooperationsmodell

Das deutsche Wissenschaftssystem hat in der Gesundheitsforschung einen international bedeutenden Schritt getan: Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und die Charité – Universitätsmedizin Berlin vereinen künftig ihre Forschungsarbeit im neuen Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG). Von der engen Zusammenarbeit dieser beiden Spitzenforschungseinrichtungen im neu geschaffenen Forschungsraum erwarten wir vor allem große Fortschritte im Bereich der Translation, also der Überführung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Daher fördern wir die Aufbauphase des BIG in den Jahren 2013 und 2014 mit insgesamt 45 Mio. Euro. Das neue Kooperationsmodell des BIG erfüllt, wie bereits das Karlsruher Institut für Technologie, die Ziele der Helmholtz-Gemeinschaft, die wir im Strategiepapier „Helmholtz 2020 – Zukunftsgestaltung durch Partnerschaft“ formuliert haben.

Oktober 2012

Zukunftsgestaltung durch Partnerschaft

Mit dem Auslaufen der Exzellenzinitiative im Jahr 2017 und der noch offenen Frage, wie der Pakt für Forschung und Innovation sowie der Hochschulpakt weitergeführt werden, steht die deutsche Forschungslandschaft vor bedeutenden Veränderungen. In unserem Positionspapier „Helmholtz 2020 – Zukunftsgestaltung durch Partnerschaft“ stellen wir unsere Ideen vor, wie wir uns an der Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems beteiligen wollen. Im Fokus stehen das Bündeln von Kompetenzen und Ressourcen, das Gewinnen und Halten der Besten sowie der Betrieb und Ausbau wichtiger Forschungsinfrastrukturen. Eine qualitative Weiterentwicklung, wie wir sie vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs für notwendig erachten, können wir jedoch nur gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit den anderen Forschungseinrichtungen, allen voran mit den Universitäten, und der Wirtschaft erreichen. Ein alleiniges Festhalten an bestehenden Strukturen würde aus unserer Sicht nicht die Fortschritte ermöglichen, die für die großen Herausforderungen wie Energiewende, Klimaveränderung oder demografischer Wandel nötig sind.

September 2012

Langfristig forschen - Nachhaltig wirken

Der Begriff der Nachhaltigkeit hat viele Facetten, für die Helmholtz-Gemeinschaft sind vor allem zwei Bedeutungen relevant:  „Forschen mit Nachhaltigkeit“ und „Forschen für Nachhaltigkeit“. Forschen mit Nachhaltigkeit meint den langen Atem und den Weitblick, den große Forschungsvorhaben wie zum Nachweis des Higgs-Teilchens unbedingt erfordern. Solche Grundlagenforschung ist die Basis für Erkenntnisgewinn, neue Technologien und Innovationen. Forschung für Nachhaltigkeit hingegen adressiert konkret die großen Herausforderungen der Gegenwart: Wie sichern wir unsere Energieversorgung, wie können wir die Ressourcen des Planeten Erde wie Wasser und Rohstoffe nachhaltiger nutzen und wie gewährleisten wir in einer alternden Gesellschaft Gesundheit und Lebensqualität?  Dazu leistet die Helmholtz-Gemeinschaft in vielen Projekten, die wir u.a. auch im brandneuen Geschäftsbericht vorstellen, einen wichtigen Beitrag.

Juli / August 2012

Partnerschaften für die Forschung

Die Universitäten sind unsere privilegierten Partner und wir bauen die Vernetzung kontinuierlich aus. Dafür haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen entwickelt, um gemeinsame Forschungsprojekte zu finanzieren, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Helmholtz-Zentren mit Partnern aus Universitäten und Forschungsinstituten aus dem In- und Ausland arbeiten. So fördern wir nun vier weitere Helmholtz-Allianzen und elf neue Virtuelle Institute mit Mitteln aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Insgesamt stellen wir so für die vier neuen Helmholtz-Allianzen 50 Mio. Euro und für die elf neuen Virtuellen Institute 30 Mio. Euro zur Verfügung. Auch in der Exzellenzinitiative haben die Helmholtz-Zentren gemeinsam mit den Universitäten viel erreicht: Helmholtz-Zentren sind an zahlreichen Exzellenzclustern und Graduiertenschulen beteiligt und darüber hinaus an neun von insgesamt elf Zukunftsprojekten.

Juni 2012

Für die Energiewende Forschungslücken schließen

Vor gut einem Jahr hat die Bundesregierung beschlossen, rascher aus der Kernenergie auszusteigen und die Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen umzustellen. Damit folgte sie der Empfehlung der Ethikkommission zur sicheren Energieversorgung, die nach dem Reaktorunglück in Fukushima die Risiken der Kernenergie neu bewertet hat. Von der Helmholtz-Gemeinschaft wird ein besonderer Beitrag erwartet, damit die Energiewende gelingt. Daher investieren wir zusätzlich zu der langfristig orientierten Programmforschung im Bereich Energie nun 135 Mio. Euro in Forschung zu Speichertechnologien, Stromtransport, Erneuerbaren Energien sowie Effizienzsteigerung.

Die Energiewende ist ein ehrgeiziges Projekt, das die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen verringert, den Klimawandel bremst und den Innovationsdruck steigert. Wir schließen nun bewusst die Forschungslücken und bündeln alle Kräfte, um die Energieversorgung zukunftsfähig zu machen.

Mai 2012

Ausbau der strukturierten Doktorandenausbildung notwendig

In den Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft arbeiten inzwischen mehr als 6.200 junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler an ihrer Promotion. Sie bilden das Rückgrat der Forschung. Die Helmholtz-Gemeinschaft will sie daher so gut wie möglich unterstützen, ihre Doktorarbeit erfolgreich abzuschließen und damit eine anspruchsvolle berufliche Karriere zu starten. Daher haben wir an vielen Helmholtz-Zentren bereits Graduiertenschulen und Helmholtz-Kollegs aufgebaut, in enger Kooperation mit den Universitäten.

Nun können zwei weitere Graduiertenschulen und fünf neue Kollegs gefördert werden. Damit gibt es bald 20 Helmholtz-Kollegs und 13 Helmholtz-Graduiertenschulen, die einen strukturierten Weg zur Promotion ermöglichen. Die jungen Forscherinnen und Forscher profitieren dabei auch durch den Erwerb von Schlüsselkompetenzen, die für ihre spätere Karriere wichtig sind, und durch die Vernetzung mit anderen Arbeitsgruppen.

März 2012

Schrittweise Fusion von MDC und Charité

In diesen Tagen wurde beschlossen, die renommierte Berliner Charité mit dem Max-Delbrück-Centrum (MDC) schrittweise zu fusionieren. Die Charité ist als Universitätsklinikum eine Einrichtung von zwei Berliner Universitäten, das MDC gehört zur Helmholtz-Gemeinschaft und zählt international zu den Top 20 der molekularbiologischen Forschungsinstitutionen. Schon ab 2013 werden MDC und Charité ihre gemeinsamen Forschungskooperationen auf den Gebieten Krebs, Herz-Kreislauf- und Nervensystem-Erkrankungen erheblich verstärken. Ein Jahr später könnten bereits Teile beider Einrichtungen unter einem Dach zusammengeführt werden.  

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die noch engere Zusammenarbeit schafft echten Mehrwert, vor allem in der translationalen Forschung. Dadurch können neue Erkenntnisse aus dem Labor künftig auf kurzem Weg in die Klinik gelangen und so Vorsorge-, Diagnose- und Therapieverfahren verbessern. Die geplante Partnerschaft ist daher nicht nur für das Land Berlin wichtig, sondern macht auch international deutlich, dass Deutschland die translationale Medizin zu chronischen Volkserkrankungen ausbauen will, um die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern.  

Quelle: Newsletter der Helmholtz-Gemeinschaft "hermann" 3/2012

Februar 2012

Forschung für die Nachhaltigkeit

„Zukunftsprojekt Erde“ heißt das Thema des Wissenschaftsjahres 2012, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit uns und anderen Partnern aus der Wissenschaft organisiert. Damit richtet sich der Fokus auf die Frage, wie Forschung eine nachhaltigere Nutzung unserer Ressourcen ermöglicht.

Aus der Helmholtz-Forschung kommen dazu Erkenntnisse über die komplexen Zusammenhänge zwischen der Atmo-, Geo- und Biosphäre und innovative Ansätze in den Bereichen Energie, Rohstoffgewinnung und Land- und Wassernutzung, zum Beispiel ein integriertes Wassermanagament für aride Regionen.

Aus der Forschung kommen dabei auch konkrete Produkte: So ging der deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt nun an die Firma Celitement, einer Ausgründung aus dem KIT. Sie produziert einen Zement, der bei der Produktion nur noch halb so viel CO2 emittiert wie der herkömmliche Baustoff. 

Quelle: Newsletter der Helmholtz-Gemeinschaft "hermann" 2/2012

Dezember 2011/Januar 2012

Ein neues Zentrum stärkt die Gemeinschaft

Zum neuen Jahr wechselt das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in die Helmholtz-Gemeinschaft und nennt sich fortan Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung GEOMAR. Die Forschungseinrichtung hat sich international einen hervorragenden Ruf erworben und passt von ihrer Mission und Ausstattung ausgezeichnet in die Gemeinschaft: Vier Forschungsschiffe, das bemannte Forschungstauchboot JAGO sowie die Tiefseeroboter ROV KIEL6000 und ABYSS ermöglichen den Zugang zu bislang kaum erforschten Bereichen der Ozeane.

Zu den Forschungsthemen zählen die Rolle der Ozeane im Klimawandel, menschliche Einflüsse auf marine Ökosysteme, die Nutzung und der Schutz der marinen Ressourcen sowie die plattentektonischen Prozesse und Naturgefahren. Dabei ergeben sich vielfältige Ansatzpunkte zu einer noch engeren Zusammenarbeit mit weiteren Helmholtz-Zentren, der Forschungsbereich Erde und Umwelt wird strategisch gestärkt. Wir heißen die 750 Kolleginnen und Kollegen herzlich willkommen!

Quelle: Newsletter der helmholtz-Gemeinschaft "hermann" 12/2011-1/2012

November 2011

Schrittweise Fusion von MDC und Charité

Derzeit leben etwa sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr 2050 werden es mehr als neun Milliarden sein – so die Prognose der UNO. Mit der Weltbevölkerung steigen auch die Herausforderungen für Medizin, Politik und Gesellschaft. Volkskrankheiten und eine wachsende Lebenserwartung gehören zu den größten Herausforderungen. Auf dem diesjährigen World Health Summit in Berlin diskutierten Wissenschaftler, Mediziner, Ökonomen und Industrievertreter über Lösungsansätze im globalen Gesundheitssystem.

Die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sich jedes Jahr an diesem globalen Gesundheitskongress, denn er ist für unsere Forschung ein wichtiger Gradmesser. Die Einblicke in Zukunftsthemen wie die translationale Forschung oder die personalisierte Medizin sind richtungsweisend. Der Kongress zeigt, dass wir mit unserer Helmholtz-Mission richtig liegen: Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen komplexe Krankheiten und entwickeln neue Strategien für Früherkennung, Prävention, Diagnose und Therapie.  

Quelle: Newsletter der Helmholtz-Gemeinschaft "hermann" 11/2011

11.06.2013

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Mlynek

Präsident

Helmholtz-Gemeinschaft

praesident (at) helmholtz.de


Dr. Eva-Jasmin Freyschmidt

Persönliche Referentin des Präsidenten

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-42
eva-jasmin.freyschmidt (at) helmholtz.de


Cornelia Sigleur

Büro des Präsidenten, Sekretariat

Helmholtz-Gemeinschaft

Telefon: +49 30 206329-52
cornelia.sigleur (at) helmholtz.de


Reden des Präsidenten

Ausgewählte Reden