Helmholtz-Gemeinschaft
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Helmholtz-Allianz DLR@Uni

Programm

Im Rahmen der Helmholtz-Allianz DLR@Uni werden an den drei DLR Standorten Braunschweig, Stuttgart und München insgesamt 11 Forschungsschwerpunkte - sogenannte Leitprojekte der Allianz - realisiert:

I)  Campus Forschungsflughafen - Braunschweig

1. Leitprojekt "Vereisung durch große, unterkühlte Wassertropfen"

II) Munich Aerospace - München

2. Leitprojekt "Sicherheit im Orbit"

3. Leitprojekt "Autonomes Fliegen"

4. Leitprojekt "Hochauflösende geodätische Erdbeobachtung"

5. Leitprojekt "Advanced Space Communications"

6. Leitprojekt "Aviation Management"

III) Gemeinsame Zukunft gestalten - Stuttgart

7. Leitprojekt "Virtuelle Zulassungsrouten und Design für Aerostrukturen"

8. Leitprojekt "Rückkehrtechnologie für hochenergetische Bahnen"

9. Leitprojekt "Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die dezentrale Stromerzeugung"

10. Leitprojekt "Leichtbaukonzepte für Elektrofahrzeuge"

11. Leitprojekt "Fahrdrahtlose Energieübertragung bei Schienenfahrzeugen"

Der Graduiertenförderung kommt im Rahmen der Allianz besondere Bedeutung zu. Ziel ist es, den promovierenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überfachliche Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die bereits während der Promotionsphase dienlich sind, aber auch darüber hinaus karrierefördernd wirken. DLR@Uni setzt diese gemeinsame "Philosophie" in spezifischen Ausprägungen je nach den besonderen Gegebenheiten an den einzelnen Hochschulen um. Dabei wird immer der Erfahrungsschatz genutzt, der bereits vor Ort in der Graduiertenförderung vorhanden ist. So bringt das DLR sein DLR_Graduate_Program ein, während Hochschulen eigene Graduiertenschulen oder andere Veranstaltungen öffnen.

Der Allianz Bereich DLR@TU Braunschweig trägt den Namen "Campus Forschungsflughafen" und hat Luftfahrt- und Verkehrsforschung als thematische Schwerpunkte. Hier kooperieren fachlich ähnlich aufgestellte Institute des DLR und der TU Braunschweig, die gemeinsam Themen im Bereich der Flugzeug-Vereisung (Super Large Droplet Icing) bearbeiten. Dabei kann auf den Sonderforschungsbereich 880 der DFG sowie auf die neuen Forschungsanlagen von Universität (Vereisungskanal) und DLR (Simulationszentrum) aufgebaut werden. 

Ziel ist es, ein den Flugverkehr erheblich gefährdendes Phänomen besser zu verstehen und aktive Maßnahmen zur Vermeidung und Handhabung für zukünftige Flugzeug-Generationen zu entwickeln. Das Forschungsthema Flugzeugvereisung bietet durch den engen Zusammenhang verschiedener Fachdisziplinen (Vereisung - Enteisung - Aerodynamik - Flugdynamik - Flugleistungen - Flugführung) hervorragende Möglichkeiten, die Kooperation unterschiedlicher Forschungsinstitute zu fördern. Durch aufeinander abgestimmte Experimente in neuen Versuchsanlagen sowohl beim DLR als auch bei der TU Braunschweig, die für eine gemeinsame Nutzung vorgesehen sind ergibt sich ein großer Mehrwert für beide Kooperationspartner.

In München wurde mit Munich Aerospace ein gemeinnütziger, eingetragener Verein gegründet, in dem das DLR, die TU München, die Universität der Bundeswehr und der Bauhaus Luftfahrt e.V. ihre Kompetenzen in der Luft-und Raumfahrt bündeln. Die Aktivitäten des Vereins lassen sich unter der Zielsetzung der Netzwerkbildung im Großraum München subsumieren und umfassen vier Bereiche: Lehre, Forschung, Graduiertenförderung und ein daran geknüpftes Stipendienprogramm. Im Bereich Forschung hat Munich Aerospace die vier breit gefassten Leitprojekte "Geodätische Erdbeobachtung", "Autonomes Fliegen", "Advanced Aerospace Communications & Navigation", "Sicherheit im Orbit" definiert. Im Jahr 2012 konnte das Leitprojekt "Aviation Management" zusätzlich akquiriert werden.

Momentan arbeiten elf Forschergruppen an den verschiedenen Forschungsprojekten, fünf davon werden aus den DLR@Uni-Projektgeldern gefördert. Die aus dem DLR@Uni-Projektbudget geförderten Leitprojekte setzen sich aus Wissenschaftlern von mindestens zwei der vier Munich Aerospace-Partner zusammen. Der Mehrwert der Kooperation besteht in erster Linie in der optimalen Nutzung vorhandener Ressourcen in der Luft- und Raumfahrt-Forschung im Großraum München. Ebenso stärkt die institutsübergreifende Zusammenarbeit die Netzwerkbildung und Ausbildungsqualität hochqualifizierter Nachwuchskräfte für Industrie und Wissenschaft.

Das DLR und die Universität Stuttgart haben im Rahmen von DLR@Uni Stuttgart einen gemeinsamen "Forschungscampus" mit dem Motto "Gemeinsam die Zukunft gestalten" definiert. Die wissenschaftlichen Projekte gliedern sich entlang der vier Projekthäuser Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr. Zu den drei ursprünglich geplanten Leitprojekten, "Virtuelle Zulassungsrouten und Design für Aerostrukturen", "Rückkehrtechnologie für hochenergetische Bahnen" und "Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die dezentrale Stromerzeugung", konnten 2012 weitere Projekte wie beispielsweise "Leichtbaukonzepte für Elektrofahrzeuge" und "Fahrdrahtlose Energieübertragung bei Schienenfahrzeugen" zusätzlich akquiriert werden. Damit erfolgt eine konsequente Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Themenschwerpunkte, die durch das Land Baden-Württemberg in den Jahren 2009 - 2012 und durch die Helmholtz-Allianz seit 2011 finanziell unterstützt wurden, bzw. werden. Darüber hinaus sind die DLR-Institute Bauweisen- und Konstruktionsforschung und Fahrzeugkonzepte und das Universitätsinstitut für Flugzeugbau Mitglieder im neuen BMBF-geförderten Campus Arena 2036 (Schwerpunkt Leichtbau).

Die gemeinsame Graduiertenausbildung unter dem Dach der Allianz DLR@Uni baut auf den bestehenden Graduiertenprogrammen der jeweiligen Partnerorganisationen auf. Diese werden den Doktoranden beider Einrichtungen wechselseitig zugänglich gemacht. Die gemeinsamen Angebote bilden somit eine Synthese bewährter Elemente und werden darüber hinaus um zusätzliche Elemente ergänzt. Zudem führen jährliche, Projekt übergreifende Treffen der wissenschaftlichen Mitarbeiter/ innen und Doktoranden zu einem befruchtenden, die Disziplinen übergreifenden Dialog.So wird in besonderer Weise der interdisziplinäre und institutsübergreifende Austausch ermöglicht und der Blick über den Horizont der eigenen Einrichtung hinaus erweitert.

Weitere Informationen unter:

http://www.dlr.de/community/desktopdefault.aspx/tabid-8786/

Eckdaten

  • Laufzeit: 5 Jahre (01.10.2011 bis 30.09.2016)
  • Fördersumme: 9,2 Mio. Euro
  • Federführung: Deustches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
  • Sprecher: Prof. Dr. Heinz Voggenreiter (DLR) Universitäten: TU Braunschweig, TU München, Universität der Bundeswehr München, Universität Stuttgart
  • Assoziierte Partner-Institute: Bauhaus Luftfahrt e.V. München, Jugendforschungszentrum Herrenberg-Gäu AEROSPACE LAB e.V.

Wissenschaftliche Koordination

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter
Direktor
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie
Pfaffenwaldring 38-40
Tel.: +49 711 6862-44
Fax: +49 711 6862-227
Heinz.Voggenreiter (at) dlr.de

Administrative Koordination

Dr. Werner Etzenbach
Leiter Fachstab Luftfahrt, Energie und Verkehr
Linder Höhe
51147 Köln
Tel.: +49 2203 601-3064
Fax: +49 2203 601-4691
Werner.Etzenbach (at) dlr.de

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Heinz Voggenreiter

Sprecher

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Telefon: +49 711 6862-444


26.08.2016