Impulse geben und vernetzen
Ein zentrales Instrument der Helmholtz-Gemeinschaft zum Erreichen ihrer strategischen Ziele und zur Umsetzung der Prinzipien, denen sie sich im Zuge des Pakts für Forschung und Innovation verpflichtet hat, ist der Impuls- und Vernetzungsfonds. Der Fonds ermöglicht es, schnell und flexibel zu reagieren und Impulse dort zu setzen, wo strategische Ziele rasch erreicht werden sollen.
Im Einklang mit den Zielen des Pakts für Forschung und Innovation ist auch hier die wettbewerbsorientierte Vergabe der Fördermittel das Grundprinzip. Die Aufstockung der jährlich zu vergebenden Summe auf 58,5 Millionen € im Jahr 2009 und 60 Millionen € im Jahr 2010 stärkt die Durchschlagskraft des Impulsfonds als strategisches Instrument.
Die Förderung aus dem Fonds umfasst die folgenden fünf Elemente:
1. Mit Helmholtz-Allianzen Zukunftsthemen besetzen
Zukunftsfähige Themen aufzugreifen und zu international sichtbaren „Leuchttürmen“ auszubauen sind Ziele der Helmholtz-Allianzen: Gemeinsam mit Universitäten und anderen Forschungsinstituten werden in Verbünden mit erkennbar kritischer Masse strategisch wichtige Themen für die Lösung nationaler Forschungsaufgaben bearbeitet. Die Helmholtz-Allianzen entwickeln diese Themen rasch in innovativer Weise weiter und sind dafür mit entsprechenden finanziellen Ressourcen versehen, sodass diese ergänzend zu der mittel- und langfristig angelegten Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft insgesamt helfen, ihre Mission zu jedem Zeitpunkt zu erfüllen.
2. Virtuelle Institute: die Vernetzung im Wissenschaftssystem ausbauen
Mit Helmholtz Virtuellen Instituten wird die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Helmholtz-Zentren entweder neu initiiert oder ausgebaut. In einem Virtuellen Institut bündeln Forschergruppen aus Universitäten und Helmholtz-Zentren ihre Kräfte, um gemeinsam konkrete strategische Forschungsziele zu verfolgen.
3. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Der Impuls- und Vernetzungsfonds fördert wissenschaftlichen Nachwuchs auf allen Qualifikationsebenen: von der Förderung naturwissenschaftlichen Interesses bei Kindern und Jugendlichen über die Graduiertenschulen und - Kollegs bis hin zu Nachwuchsgruppen, die jungen Forschern frühe wissenschaftliche Selbständigkeit bei attraktiver Ausstattung bieten.
4. Rahmenbedingungen für Spitzenforschung schaffen
Höchstleistungen in der Forschung können nur gelingen, wenn Forscherinnen und Forscher erfolgsfördernde Rahmenbedingungen für ihre Arbeit vorfinden. Um Spitzenforschung zu ermöglichen, fördert die Helmholtz-Gemeinschaft aus dem Impulsfonds den Technologietransfer, die Chancengleichheit sowie die Internationalisierung der Forschungstätigkeit.
Mehr über die Schaffung von Rahmenbedingungen für Spitzenforschung
5. Exzellenzsicherung
Spitzenforschung zu betreiben erfordert manchmal zeitnahe Maßnahmen zur Sicherung der Exzellenz in der Forschung. Auch dafür stehen Mittel des Impuls- und Vernetzungsfonds zur Verfügung. Auf diesem Weg ist es möglich, zukunftsweisende Forschungsvorhaben im richtigen Moment voranzutreiben oder schnell zu reagieren, wenn es gilt exzellente Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler zu gewinnen oder zu halten. In der Regel werden diese Projekte auf Empfehlung des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft ausgewählt und zusätzlich von einem externen Gremium begutachtet.






