Helmholtz-Gemeinschaft

Unser Namensgeber: Hermann von Helmholtz

Für die Helmholtz-Gemeinschaft gibt es gute Gründe, den Namen von Hermann von Helmholtz zu tragen, einem der größten Naturwissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Hermann von Helmholtz steht für die ganze Vielfalt der naturwissenschaftlichen Forschung und die Hinwendung zur technologischen Praxis. Er war einer der letzten wirklichen Universalgelehrten. Helmholtz vertrat eine Naturwissenschaft, die Brücken schlug zwischen Medizin, Physik und Chemie. Seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten und Entwicklungen verknüpften Theorie, Experiment und praktische Anwendung. Helmholtz gründete die Physikalisch-Technische Reichsanstalt und amtierte als deren erster Präsident. Die Reichsanstalt war weltweit das erste wissenschaftliche Forschungszentrum außerhalb der Universitäten und gilt damit als eine Vorläuferin der Helmholtz-Gemeinschaft.

Mehr zum Leben und Wirken des Namensgebers der Helmholtz-Gemeinschaft

Vom losen Verbund zur Gemeinschaft

Innerhalb von 40 Jahren wurde aus einem Arbeitsausschuss lose verbundener Forschungszentren die Helmholtz-Gemeinschaft. 1958 als "Arbeitsausschuss für Verwaltungs- und Betriebsfragen der deutschen Reaktorstationen" gegründet, ging es anfangs um den Erfahrungsaustausch in Betriebs- und Sicherheitsfragen, doch schon bald auch um Themen, welche die Großforschungszentren noch heute vereinen: Fragen der strategischen Ausrichtung, Ausbildung, Besoldung und Patentbehandlung, die großen Einfluss auf die Entwicklung der wissenschaftlichen Exzellenz und wirtschaftlichen Verwertung haben. Heute leisten 16 nationale Forschungszentren Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in den Bereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr.

Mehr zur Geschichte der Helmholtz-Gemeinschaft

Zur Geschichte der programmorientierten Förderung in der Helmholtz-Gemeinschaft

Anatomie einer Reform

Die Gründung des Helmholtz-Gemeinschaft e.V. im September 2001 und die zugleich eingeführte Programmorientierte Förderung für die 15 angeschlossenen Großforschungseinrichtungen war die bislang umfassendste Strukturreform in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Sie basiert vor allem auf einem durchgängigen, wissenschaftlichen Evaluationssystem, eingebettet in eine Gesamtstrategie der Helmholtz-Gemeinschaft. Hierzu ist nun ein Buch erschienen, dass diesen Prozess von seinem Begin bis in die heutige Zeit und den heutigen status quo darstellt.

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02.09.2010

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