Объединение Гельмгольц

Helmholtz-Validierungsfonds

Zielstellung des Förderinstruments

Mit dem Helmholtz-Validierungsfonds (HVF), der aus Mitteln des Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten gespeist wird, sollen Lücken geschlossen werden: Zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren marktfähigen Anwendungen einerseits, zwischen öffentlicher Forschung und privaten Investitionen andererseits. Mit dem Validierungsfonds möchte die Helmholtz-Gemeinschaft die Finanzierungslücke verringern und eine Brücke zwischen Idee und Anwendung schlagen. 

Validierung

Die finanzielle Unterstützung durch den HVF soll es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Helmholtz-Zentren ermöglichen, Forschungsergebnisse soweit voranzutreiben, dass eine Wertsteigerung und Kommerzialisierbarkeit erreicht wird. Dazu mangelt es häufig an einer Validierung – also einem Nachweis, der die Ergebnisse für Partner aus der Wirtschaft interessant macht. Dies kann beispielsweise in Form eines Nachweises der generellen Anwendungsfähigkeit, eines geeigneten Produktionsverfahrens oder einer präklinischen Prüfung erfolgen. 

Validierungsförderung

Die Fördersummen aus dem HVF liegen i.d.R. zwischen 250.000 Euro und 1 Mio. Euro pro Jahr – in begründeten Fällen kann die Untergrenze auch unterschritten werden. Da die Zuwendung durch die Zentren oder durch Mittel von Kooperationspartnern aus der Wirtschaft kofinanziert wird, können die Projekte ein Volumen von bis zu 2 Mio. Euro jährlich haben – dies entspricht bei einer Laufzeit von 2 Jahren max. 4 Mio. Euro. Insgesamt verfügt der HVF über eine Ausstattung von 26 Mio. Euro für die Jahre 2011 bis 2015. Die Fördermittel werden an das entsprechende Helmholtz-Zentrum in meilensteinabhängigen Tranchen ausgezahlt. Neben direkten projektbezogenen Personal- und Sachkosten können insbesondere Kosten für Aufträge an Dritte finanziert werden. Die Zuwendung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt und ist bedingt rückzahlbar. Die Rückzahlung ist begrenzt auf die Höhe der Förderung aus dem Helmholtz-Validierungsfonds. Der Vorrang nach Arbeitnehmererfindergesetz bleibt bestehen, somit entsteht durch die Rückzahlungsoption kein Nachteil für die Erfinderinnen und Erfinder. 

Management der Vorhaben

Die ausgewählten Validierungsvorhaben werden nicht nur finanziell, sondern auch durch Managementkompetenzen unterstützt. So ist vorgesehen, Managementinstrumente zu vermitteln und Teambuilding-Prozesse zu fördern. Im Rahmen eines Patenmodells werden erfahrene Wirtschaftsexperten und Projektmanager die Vorhaben unterstützen. Dabei werden die interne und externe Paten z.B. die Erreichung der Meilensteine des Validierungsprojekts unterstützen und bestätigen. Die Erfüllung der Meilensteine ist Voraussetzung für den Mittelabruf, der in entsprechenden Tranchen von i.d.R. 3 bis 6 Monaten erfolgt. Sollte ein Meilenstein nicht erreicht werden, kann eine sofortige Beendigung der Zuwendung nach dem „kill early“-Prinzip die Folge sein.

Verfahren

Validierungsvorhaben aus den Helmholtz-Zentren werden in einem zweistufigen Antragsverfahren ausgewählt. Es handelt sich dabei um einen forschungsbereichsübergreifenden Wettbewerb, bei dem ausschließlich Qualitätskriterien hinsichtlich der Marktchancen entscheiden. Vor- und Hauptanträge werden durch unabhängige Gutachter beurteilt und von externen Experten in einem Entscheidungsboard ausgewählt. Voranträge können jederzeit eingereicht werden, und sowohl Vorantrag als auch Hauptantrag sind mit einem Umfang von 5 bzw. 20 Seiten sehr schlank vorgesehen. Die Einreichung ist fortlaufend möglich; es gibt keine Stichtage. In der Regel wird spätestens 8 Wochen nach Einreichung des Vorantrags entweder eine begründete Ablehnung des Vorantrags oder eine Zulassung zum Hauptantrag erfolgen. Bei einer Zulassung zum Hauptantrag ist das entsprechende Antragsformular auszufüllen und auf max. 20 Seiten die Projektplanung inklusive Meilenstein- und Finanzplan zu detaillieren. Dem Hauptantrag beizufügen ist die schriftliche Bestätigung seitens des zuständigen Vorstands des Helmholtz-Zentrums, dass der Antrag unterstützt und der Eigenanteil des Zentrums gewährleistet wird. Antragsformulare sowie die Ausschreibung, ein Leitfaden und ein Flyer stehen zum Download unter diesem Link zur Verfügung.

09.01.2013

Kontakt

Dr. Jens Fahrenberg

Leiter der Dienstleistungseinheit Innovationsmanagement

Karlsruher Institut für Technologie

Телефон: +49 721 608 25580
jens.fahrenberg (at) kit.edu


Dr.-Ing. Jörn Krupa

Stabsstelle Technologietransfer

Helmholtz-Gemeinschaft

Телефон: +49 30 206329-72
joern.krupa (at) helmholtz.de