Helmholtz-Gemeinschaft

Die Initiative „Wissenschaft im Dialog“

"Wissenschaft im Dialog" ist eine Gemeinschaftsinitiative der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen mit Unterstützung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie dient der Öffentlichkeitsarbeit der Wissenschaft und will die Diskussion und Meinungsbildung mit möglichst vielen gesellschaftlichen Gruppen fördern. Dieses Engagement hat auch in der Helmholtz-Gemeinschaft eine bis in ihr Gründungsjahr 1975 reichende Tradition. Sowohl die Gemeinschaft als auch die einzelnen Helmholtz-Zentren beteiligen sich an der Initiative mit eigenständigen Beiträgen zum alljährlichen Wissenschaftssommer und forcieren den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft mit vielfältigen und attraktiven Angeboten. Das sind zum Beispiel Ausstellungen und Schülerprojekte, bei denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessierten Laien aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Forschung auf unkomplizierte Weise und unterhaltsam näher bringen. Koordiniert werden solche Aktionen von der Wissenschaft im Dialog gGmbH, die 1999 von den Mitgliedern der Initiative gegründet wurde und in deren Lenkungsausschuss die Helmholtz-Gemeinschaft vertreten ist.

Helmholtz und die Wissenschaftsjahre

In den "Wissenschaftsjahren", die zu einem wissenschaftlichen Schwerpunktthema vom Bundesforschungsministerium alljährlich ausgerufen werden, ist die Helmholtz-Gemeinschaft besonders engagiert. Ihre Aktionen konzentrieren sich dabei auf den Wissenschaftssommer, der jedes Jahr in einer anderen Stadt veranstaltet und von der Initiative "Wissenschaft im Dialog" koordiniert wird.

2010 - Jahr der Energie

Das Wissenschaftsjahr 2010 steht unter dem Motto "Jahr der Energie", an dem sich auch die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Im Rahmen des Wissenschaftssommers laden zehn von 24 Helmholtz-Schülerlaboren vom 5. bis 11. Juni 2010 in Magedeburg zu Mitmach-Experimenten rund um das Thema Energie ein. Wie funktioniert ein Raketenantrieb? Was ist ein Vakuum? Herrscht im All wirklich Stille? Diesen und vielen andere Fragen wird in verschiedenen Experimenten nachgegangen.

Weitere Informationen zum Wissenschaftssommer 2010 in Magdeburg

Impressionen vom Wissenschaftssommer 2010 in Magdeburg

Wissenschaftssommer 2010 in Magdeburg. Foto: Stephan Boehme/UFZ
Wissenschaftssommer 2010 in Magdeburg. Foto: Stephan Boehme/UFZ
Wissenschaftssommer 2010 in Magdeburg. Foto: Stephan Boehme/UFZ

2009 - Forschungsexpedition Deutschland

Unter dem Motto "Forschungsexpedition Deutschland" feiert Deutschland 2009 60 Jahre Forschung. Die Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sich wieder mit zahlreichen Aktionen, vor allem im Bereich der Nachwuchsförderung.

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2008 - Jahr der Mathematik

Das Jahr der Mathematik will 2008 die vielen Facetten und die zahlreichen Anwendungen dieser Wissenschaft in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, darunter: Klima und Wetter, Gesundheit und Biologie, moderne Kommunikation, Logistik und Verkehr, Technik, Lehren und Lernen, Kunst und Kultur, Sport und Spiel sowie Finanzen und Wirtschaft. Zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Kultur und Politik laden mit vielfältigen regionalen und überregionalen Veranstaltungen, Ausstellungen, Wettbewerben und Festivals dazu ein, Mathematik zu erleben. Das Wissenschaftsjahr 2008 bietet Gelegenheit, die Vielfalt und die Bedeutung der Mathematik kennen zu lernen und die Faszination für diese Wissenschaft zu spüren. Die helmholtz-Gemeinschaft  ist im Koordinierungskreis des Jahres der Mathematik und ist in die Durchführung des Gesamtprogramms eingebunden.

In der Zeltstadt des Wissenschaftssommers in Leipzig zeigt das das Tsunami-Frühwarnsystem für den Indischen Ozean anhand von Bojenmodellen und einem Modell des Gesamtsystems mit allen Komponenten. Auf dem Wissenschaftsschiff MS Einstein stellt das GFZ unter dem Thema "Tsunami: das Modell einer tödlichen Welle" ein interaktives Modell vor: Besucher können in einem Wellenkanal selbst eine starke Welle erzeugen. Begleitend dazu läuft eine echte mathematische Modellierung des Tsunamis von 2004. Im Museum für Bildende Künste steht "Die 'Kleine Eiszeit'- Klima, Wetter und Geologie im Gemälde" im Mittelpunkt einer Führung und eines Vortrages.

Mit sechs interaktiven Exponaten in der Zeltstadt des Wissenschaftssommers in Leipzig stellt das in seiner Forschung vorhandene mathematische Zusammenhänge vor. Bei "Spielend einfach - Mathematik in der Umweltforschung" können Besucher mehr zum Thema Energien erfahren und in einen Energie-Wettkampf eine Autorennbahn betreiben, den Wirkungsgrad alternativer Energien berechnen und im Kinder-Umwelt-Bus wird anhand einfacher mathematisch-naturwissenschaftlicher  Experimente gezeigt, dass Mathematik überall in der Natur „vorkommt“. Ökosysteme werden modelliert und beim interaktiven Exponat "Flussgebiete am Computer" können Fragen gestellt werden wie beispielsweise: Wie ändern sich die Verteilung und Verfügbarkeit von Wasser in Flusseinzugsgebieten durch den Klimawandel oder andere Landnutzung? Extreme Regenfälle oder Trockenheit -  Wie wahrscheinlich sind Extremereignisse?

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2007 - Jahr der Geisteswissenschaften

Die Helmholtz-Gemeinschaft erforscht die großen und drängenden Fragen der Gesellschaft im naturwissenschaftlichen Bereich. In diesem Forschungszusammenhang kooperiert sie mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus den Geisteswissenschaften, hat jedoch im Jahr der Geisteswissenschaften 2007 kein eigenes Programm aufgestellt.

2006 - Informatikjahr

Die Helmholtz-Gemeinschaft engagierte sich mit besonderen Aktionen der 15 Helmholtz-Zentren in der Initiative Wissenschaft im Dialog für das Informatikjahr, das parallel zur Veranstaltung ESOF2006 stattfand.

2005 - Einsteinjahr

Auch in diesem Jahr engagierten sich die Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft im Wissenschaftssommer. Wollten Sie schon immer einmal wissen, was mit einem Schokokuss im Vakuum passiert? Oder haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum kein Mensch wie ein Ei einem anderen gleicht - von Zwillingen einmal abgesehen? Dann konnten Sie vom 11. - 19. Juni 2005 die Ausstellung Wieso? Weshalb? Warum? Probier`s mal aus! auf dem Bebelplatz in Berlin besuchen: Neun Helmholtz-Schülerlabor luden Kinder und Erwachsene zum Experimentieren ein. Gemeinsam mit den anderen Wissenschaftsorganisationen beteiligte sich die Helmholtz-Gemeinschaft an der Ausstellung auf dem Schiff "MS Einstein". In der interaktiven Ausstellung stellten auch vier Helmholtz-Zentren aus. Und auch auf dem Jahrmarkt der Wissenschaften in Potsdam begegneten Sie unseren Mitarbeitern aus den Helmholtz-Zentren.

2004 ­- Jahr der Technik

Im Jahr der Technik sprachen die Helmholtz-Gemeinschaft und ihre Forschungszentren wieder mit zahlreichen Initiativen eine breite Öffentlichkeit an. Am 4. Juni tauften Walter Kröll (ehemaliger Päsident der Helmholtz-Gemeinschaft) und Hans-Olaf Henkel (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft) das Schiff MS Technik in Berlin, die auf ihrer Kreuzfahrt durch Deutschland zahlreiche Städte anlief. Mit von der Partie: mehrere Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft, die gemeinsam fast die Hälfte der teils interaktiven Exponate stellten. In den Themenbereichen Sehen, Hören, Fühlen und Bewegen stellten die Forschungseinrichtungen modernste Technik vor: Das Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) zeigte, wie man aus dem Flugzeug mit Hilfe von RADAR-Wellen die Dicke von Eisschichten messen und mit unbemannten U-Booten tief unter dem Polareis forschen kann. Das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) stellte u. a. eine Nanofräsmaschine vor, die  Oberflächen besonders fein bearbeitet und so für neue Anwendungen in der Nano- und in der Biotechnologie nutzbar macht. So drangen die Besucher der Ausstellung in Bereiche vor, die Ihnen mit "normalen" Sinnen nicht zugänglich gewesen wären. Eine künstliche Hand des FZK zeigte, wie modernste Technik behinderten oder alten Menschen das Leben erleichtert. Dies waren nur vier der über 20 Ausstellungsstücke, die den Besucher auf der MS Technik erwarteten.Höhepunkt des Jahres der Technik bildete vom 25. September bis 1. Oktober 2004 der Wissenschaftssommer in Stuttgart. In den Ausstellungszelten vor dem Stuttgarter Schloss präsentierten sich zahlreiche Helmholtz-Zentren. Vom Bahnhof bis zum Schloss erstreckte sich die mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konzipierte Ausstellung "MO.VE - Mobilität und Verkehr" und zahlreiche Aktionen zogen Besucher an.

2003 - Jahr der Chemie

Gemeinsam mit den anderen Wissenschaftsorganisationen beteiligte sich die Helmholtz-Gemeinschaft an der Ausstellung auf dem Schiff "MS Chemie". An Bord wurden auf hundert Metern Länge unterschiedliche Aspekte der Chemie beleuchtet. Die Ausstellung lud zum Mitmachen ein. Drei Beispiele: Die Qualität des Rheinwassers verschiedener Tiefen konnte mit einem Laserexperiment des Forschungszentrums Karlsruhe bestimmt werden. Was sich chemisch beim Verquirlen von Öl und Wasser abspielt, machte ein Versuch aus der Polymerforschung des Forschungszentrums Jülich sichtbar. Außerdem wurde demonstriert "wie man aus Schrott Gold macht", auch dies ein Beitrag aus Karlsruhe. Für die MS Chemie hieß es am 9. Juli 2003 in Düsseldorf "Leinen los". Auf seiner Fahrt auf dem Rhein machte das Schiff in mehr als 20 Städten Halt, bis es am 29. September in Karlsruhe seine Reise beendete. Die MS Chemie war beim Publikum ein großer Erfolg: mehr als 40 000 Besucher kamen auf das Schiff und ließen sich von der Chemie im Alltag faszinieren.

2002 - Jahr der Geowissenschaften

Konzipiert als Beitrag der Helmholtz-Gemeinschaft im Jahr der Geowissenschaften, hat die Ausstellung "Kunstwerk Erde" nach der ersten Präsentation im Bremer Wissenschaftssommer auch in Bonn, München und Berlin viele Tausend Menschen fasziniert. Sie zeigt ungewöhnliche Ansichten unseres Heimatplaneten aus der Satellitenperspektive. Ausgewählt wurden die Exponate aus dem gleichnamigen Bildband mit mehr als 150 Aufnahmen. Aufgrund des großen Erfolgs der Ausstellung werden die spannend arrangierten und untertitelten großformatigen Satellitenbilder weiterhin zu sehen sein - in diesem Jahr voraussichtlich vom 23. September bis 21. Oktober 2004 im Park Léopold in Brüssel, Belgien.

23.05.2012