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Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesung "Wasser in der Stadt - Denkanstöße"

Am 29. April fand die zweite Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesung zum Thema "Wasser in der Stadt - Denkanstöße" im Senatssaal der Humboldt-Univeristät zu Berlin statt. Hier finden Sie Impressionen und Mitschnitte der Vorlesungen.

Fotos: Mark Wagner

Die These von Prof. Dr. Markus Weitere, Leiter des Departments Fließgewässerökologie, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ:

Wasser ist eine essentielle Ressource für alle Lebewesen. In Deutschland ist das Wasser (noch) nicht knapp – doch über die Wasserqualität sollten wir uns Gedanken machen. Wasser hat als eigenständiger Lebensraum vielfältige Funktionen. Süßgewässer wie Flüsse und Seen, die gerade einmal 0,3 Prozent des global verfügbaren Wassers enthalten, sind Grundlage für Trink-, Brauch- und Bewässerungswasser wie für die biologische Selbstreinigung, Fischerei oder Biodiversität. Nicht zufällig sind historische Zivilisationen und unsere heutigen urbanen Kulturräume entlang großer Flüsse und Seen entstanden. Doch wie ist es um unsere Flüsse und Seen bestellt? Wie wird sich die Gewässerqualität hierzulande zukünftig entwickeln, wenn sich Klima und Landnutzung verändern? Wird die Energiewende unsere Gewässer beeinflussen? Wie sehen Abwasserkanalnetze der Zukunft aus, wenn die Bevölkerung weiter schrumpft? Die Wissenschaft betrachtet all diese Facetten und versucht, sektorübergreifende Lösungen anzubieten, um unsere Wasserressourcen nachhaltig zu sichern.

© Ingo Blacha

Der andere Blick von Prof. Dr. Harald von Witzke, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Agrarmarktlehre / Internationaler Agrarhandel und Entwicklung, Humboldt-Universität:

Wasser, Boden, Energie und Welternährung: Die Rückkehr von Malthus in neuem Gewand? In der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts muss die  Nahrungsproduktion der Welt mehr als verdoppelt werden, wenn es gelingen soll, den rasch wachsenden Bedarf der Menschheit zu decken. Dieses wird zunehmend schwieriger, denn Boden und Wasser werden knapper und Energie immer teurer. Daher wird immer wieder befürchtet, dass die so pessimistischen Prognosen von Malthus über die Zukunft der Menschheit doch noch zutreffen. Im Vortrag wird gezeigt, welche Mechanismen die Entwicklung auf den Agrarmärkten treiben und was getan werden muss, um eine nachhaltige Sicherung der Welternährung zu gewährleisten. Dabei wird auf die Rolle der Spekulation und der Forschungspolitik ebenso eingegangen wie auf die Kontroverse um die Vorteile moderner Landwirtschaft.

© Ingo Blacha

09.01.2013

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