Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesung am 1. April
Am 1. April fand die erste Helmholtz-Humboldt-Sonntagsvorlesung zum Thema "Wir sind nicht allein - Biologische Vielfalt in der Stadt" im Senatssaal der Humboldt-Univeristät zu Berlin statt. Hier finden Sie Impressionen und Videos zur Veranstaltung.
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- Begrüßung durch Janine Tychsen, Pressereferentin der Helmholtz-Geschäftsstelle. Bild: M. Wagner
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- Begrüßung durch den Gastgeber "Humboldt-Universität zu Berlin". Bild: M. Wagner
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- Vortrag von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens. Bild: M. Wagner
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- Blick zur Bühne. Bild: M. Wagner
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- Vortrag von PD Dr. Rolf Schneider. Bild: M. Wagner
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- Die Referenten beantworten die Fragen aus dem Publikum. Bild: M. Wagner
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Fotos: Mark Wagner
Die These von Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Leiter des Departments Ökonomie,
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ:
Auf den ersten Blick haben Biodiversität und Ökonomie nichts miteinander zu tun. Hier die Natur, die Vielfalt der Arten und Ökosysteme, die Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Dort die Wirtschaft, das Gewinnstreben, das Geld. Und die Wissenschaft vom Umgang mit Knappheit. Alle Mittel dieser Welt sind knapp. Knappheit ist ein allumfassendes, allgegenwärtiges und zeitloses Phänomen. Auch die Umwelt mit allem was sie leistet, was sie uns gibt, wovon wir abhängen, all das wird zunehmend knapp: Arten sterben aus, ihre Vielfalt wird reduziert. Eine ökonomische Betrachtung von Biodiversität ist der Versuch, Hinweise für den Umgang mit Knappheit zu geben, vor allem zum ökonomischen Handeln mit dem knappen Gut der biologischen Vielfalt. Eine zentrale Studie zum Thema Biodiversität und Ökonomie, die so genannte TEEB-Studie, offenbart eine ökonomische Perspektive auf die Biodiversität, mit dem Ziel, Artenvielfalt stärker zu schützen und einen Rückgang von Biodiversität und Ökosystemleistungen zu verhindern.
© Ingo Blacha
Der andere Blick von PD Dr. Rolf Schneider, Institut für Biologie, Vergleichende Zoologie, Humboldt-Universität:
Die Bremer Stadtmusikanten von heute könnten als Wildtiere in der Stadt bezeichnet werden. Die Auffassung, dass Städte nur eine Billigvariante der „richtigen“ Natur bieten, ist überholt. Die Artenvielfalt in Städten ist oft beträchtlich und kann die des Umlandes weit übersteigen. Lange Zeit unbeachtet, heute in den Medien allgegenwärtig, kommt dieses Phänomen nun auch in der Forschung an. In Berlin leben geschätzt 30.000 Tierarten, die meisten völlig unauffällig – aber einige begegnen uns auf Schritt und Tritt. Gründe für diese Vielfalt, Probleme die daraus erwachsen und mögliche Wege zu ihrer Lösung soll der Vortrag aufzeigen, in dem Untersuchungsergebnisse einer kleinen Arbeitsgruppe an der HU an Füchsen, Eichhörnchen, Wanderfalken und Krähenvögeln in Berlin vorgestellt werden.
© Ingo Blacha



