Thema: Langzeitfolgen radioaktiver Belastung für Mensch und Umwelt
Um zu berücksichtigen, wie die ionisierende Strahlung auf den menschlichen Organismus wirkt, wird die Strahlenbelastung mit der Empfindlichkeit biologischer Zellen verrechnet und als Äquivalentdosis in Millisievert ausgedrückt. Die natürliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt etwa 2 Millisievert im Jahr, eine Computertomografie kann den Körper mit zusätzlichen 10 Millisievert belasten. Personal im Flugverkehr, aber auch Mitarbeiter von Kernkraftwerken dürfen bis zu 20 Millisievert im Jahr ausgesetzt werden, um einem höheren Krebsrisiko vorzubeugen. Die ersten Symptome der Strahlenkrankheit treten jedoch erst ab mehr als 1000 Millisievert auf (Informationsquelle Bundesamt für Strahlenschutz). Die gesundheitlichen Folgen durch eine längere Belastung mit ionisierender Strahlung werden am Helmholtz-Zentrum München, am Forschungszentrum Jülich und am KIT untersucht. So haben Helmholtz-Experten am Forschungszentrum Jülich die Langzeitfolgen radioaktiver Belastung in der Region um Tschernobyl untersucht. Forscher des Helmholtz Zentrums München beschäftigen sich mit der Auswirkung ionisierender Strahlung auf die Gesundheit des Menschen. Durch europaweite Forschungsprojekte hat das Helmholtz Zentrum München langjährige Kompetenz im Bereich des Strahlenschutzes und der Strahlenbiologie.

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Hilfe bei der Bewältigung der Japan-Krise
Alle Helfer, die bei der Bewältigung der Krise in Japan im Rettungsdienst oder im Katastrophenschutz tätig waren, können sich im Forschungszentrum Jülich auf radioaktive Strahlenbelastung untersuchen lassen. Die Möglichkeit zu einer solchen Untersuchung steht auch allen anderen Japan-Rückkehrern offen, die sich Sorgen machen, erhöhter Strahlung ausgesetzt gewesen zu sein.

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Helmholtz Zentrum München: Ansprechpartner zum Thema Strahlenschutz und Strahlenbiologie
Das Helmholtz Zentrum München bietet zu Fragen des Strahlenschutzes und der biologischen Wirkung von radioaktiver Strahlung fachliche Ansprechpartner. Bitte stellen Sie Ihre Anfragen zentral über die Pressestelle

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Strahlenbelastung in kontaminierten Regionen geht zurück
Nach dem Tschernobyl-Reaktorunfall 1986 blieben viele Menschen in ihren Dörfern im Umkreis der Sperrzonen wohnen. Doch welchen Risiken durch Radioaktivität sind diese Menschen ausgesetzt, insbesondere da sie auf Nahrungsmittel aus Eigenanbau und aus dem Wald angewiesen sind?Zwischen 1998 und 2007 reisten Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich regelmäßig in den Kreis Korma in Weißrußland, um die Strahlenbelastung zu messen. Die Ganzkörpermessstation hatten sie dafür in einen Minibus eingebaut.
Zum hermann-Artikel April 2009 'Strahlenbelastung in kontaminierten Regionen geht zurück'

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Der Datenschatz aus dem Südural
Manchmal ähnelt die Arbeit von Dr. Peter Jacob der Tätigkeit eines Kriminalkommissars: Welcher Strahlung war ein Arbeiter vor 50 Jahren in der russischen Plutoniumfabrik Majak ausgesetzt? Wie funktionierte das Schleusensystem des Flusses Tetscha, in den damals radioaktiver Abfall eingeleitet wurde?
Einblicke in die Forschung: Der Datenschatz aus dem Südural

