Helmholtz-Gemeinschaft

24. Mai 2011 Helmholtz-Geschäftsstelle

Das Entscheidungsboard des Helmholtz-Validierungsfonds hat vier zukunftsweisende Projekte aus den Themenfeldern Robotik, Krebsforschung und Umwelt für eine Förderung ausgewählt. Die Vorhaben werden innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einer maximalen Gesamtzuwendung von bis zu 3,15 Mio. Euro für alle vier Projekte gefördert.

Technologie-Transfer: Erste Vorhaben durch den Validierungsfonds gefördert

Das Entscheidungsboard des Helmholtz-Validierungsfonds hat vier zukunftsweisende Projekte aus den Themenfeldern Robotik, Krebsforschung und Umwelt für eine Förderung ausgewählt. Die Vorhaben werden innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einer maximalen Gesamtzuwendung von bis zu 3,15 Mio. Euro für alle vier Projekte gefördert.

„Mit der Unterstützung aus dem Validierungsfonds möchten wir anwendungsrelevante Forschungsergebnisse für Partner aus der Wirtschaft interessant machen“, sagt Dr. Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. “Wenn es uns gelingt, den Schritt von der Grundlagenforschung zur verwertbaren Anwendung zu gehen, leisten wir einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme und tragen auch dazu bei, die technologische Basis für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen“, so Zettl weiter.

Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hilft die meilensteinbasierte Projektfinanzierung den Wissenschaftlern, Anwendungen für die Robotikplattform MiroSurge und für die allgemeine Medizinrobotik im Bereich der minimal-invasiven Viszeralchirurgie (z.B. Urologie) zu entwickeln.

Neue Wirkstoffe für die Tumortherapie sind das Ziel zweier Vorhaben am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am Helmholtz-Zentrum München (HMGU). Der Validierungsfonds unterstützt am DKFZ die präklinische Entwicklung von neuen niedermolekularen Substanzen, die als Wirkstoffe für den Eingriff in Tumorstammzellen optimiert werden. Eine neue Wirkstoffklasse von Therapeutika, die insbesondere gegen aggressive Lymphome und zur Unterdrückung des Immunsystems eingesetzt werden kann, ist Ziel des Vorhabens am Helmholtz-Zentrum München.

Das vierte Technologietransferprojekt unterstützt die Markteinführung des am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) entwickelten ARSOlux-Verfahrens, das die Arsenbelastung im Grundwasser ermittelt. Der Herstellungsprozess des preisgünstigen und leicht anwendbaren Arsen-Detektors soll optimiert und der Markt erschlossen werden. Der derzeit wichtigste Absatzmarkt ist Bangladesch, das besonders von Arsenvergiftungen betroffen ist.

Für das neue Instrument des Helmholtz-Validierungsfonds stehen bis 2015 aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds 26 Mio. Euro für Projekte aus Helmholtz-Zentren zur Verfügung. Der neue Validierungsfonds schließt  damit eine Finanzierungslücke auf dem Weg zwischen Forschung und Markt.  Mit dem externen Validierungsfondsmanagement wurde für die nächsten fünf Jahre die Peppermint Venture Partners GmbH aus Berlin beauftragt.

Die nächste Auswahlsitzung findet voraussichtlich am 13. Dezember 2011 in München statt, Voranträge können bis Anfang August 2011 eingereicht werden.

Weitere Informationen:

www.helmholtz.de/forschung/technologietransfer

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28.11.2014