Helmholtz-Gemeinschaft

Die Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"

Lebensbedingungen auf der Erde und anderen Planeten erforschen

Ist Leben auf anderen Planeten möglich? Welche Bedingungen sind dafür auf anderen Himmelskörpern und in entfernten Sonnensystemen gegeben? Wie beeinflussen sich die geologische Entwicklung von Planeten und die Entstehung von Leben gegenseitig?

Auf Fragen dieser Art suchen die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“ unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach Antworten.

 

 

  • Laufzeit: April 2008 bis März 2013
  • Fördersumme: 16,75 Mio. Euro
  • Federführung: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Sprecher: Prof. Dr. Tilman Spohn (DLR-Institut für Planetenforschung)
  • Beteiligte Helmholtz-Zentren: DLR, AWI
  • Partner-Institute: Max-Planck-Institute für Biogeochemie und für Sonnensystemforschung, Observatoire de la Côte d’Azur, Instituts für Weltraumforschung (Österreichische Akademie der Wissenschaften), Polar Geophysical Institute (Russian Academy of Sciences); Service d’Aeronomie (CNRS); Centre de Recherche Astronomique de Lyon, Ecole Normale Supérieure
  • Universitäten: FU-, HU-, TU-Berlin, Münster, Duisburg-Essen, London South Bank University, Yale University
  • Universitäten (ohne Zuwendung): Pennsylvania State University, TU Braunschweig; TH Wildau

Programm

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben" betrachten den gesamten Planeten von seiner Atmosphäre und Magnetosphäre bis zum Planeteninneren und berücksichtigen neben erdähnlichen Planeten wie Mars und Venus auch einige Monde des Sonnensystems, wie Titan und Europa und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

Die Allianzwissenschaftler konnten zeigen, dass einzelne Bakterien- und Sporenkulturen heutige Marsbedingungen mehrere Wochen lang überstehen. Untersuchungen ergaben ferner, dass Wasserfilme um Mikroben auch bei -20°C und Marsatmosphärendruck erhalten bleiben und dass einzelne Minerale die Feuchtigkeit der Marsatmosphäre absorbieren und in eine salzhaltige wässrige Lösung umsetzen, die primitive Organismen zum Stoffwechsel nutzen könnten.

Die MarsExpress-Mission erwies, dass der Mars auch früher eher der Wüstenplanet war, der er heute noch ist. Allerdings gab es damals zeitlich und lokal begrenzte Wasseransammlungen, in denen sich Leben entwickelt haben könnte. Der Beweis für früheres Leben auf dem Mars steht allerdings aus. Auch auf Titan wurden Flüsse und Seen aus Kohlenwasserstoffen mit Hilfe des Infrarotspektometers auf der Mission Cassini-Huygens entdeckt. Die erste „Supererde“ außerhalb unseres Sonnensystems von etwa doppeltem Erdradius konnte mit Hilfe der Corot Mission lokalisiert werden. Der Planet Corot-Exo-7b umkreist mit seinen sechs Erdmassen den Stern Corot-Exo-7 in etwa hundert Lichtjahren Entfernung von uns im Sternbild Einhorn.

Koordination

Karin Eichentopf

Koordinatorin der Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben", Institut für Planetenforschung

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Rutherfordstraße 2
12489 Berlin-Adlershof

Karin.Eichentopf (at) dlr.de


09.01.2013

Koordination

Karin Eichentopf

Koordinatorin der Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben", Institut für Planetenforschung

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Rutherfordstraße 2
12489 Berlin-Adlershof

Karin.Eichentopf (at) dlr.de