Die Helmholtz-Allianz Mem-Brain

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Membran-Technologien für saubere Kohlekraftwerke
Neuartige Membran-Werkstoffe könnten in Zukunft die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid bei fossilen Kraftwerken reduzieren.
Solche Membranen zu entwickeln, ist die Aufgabe der Helmholtz-Allianz Mem-Brain, an der Forscher aus vier Helmholtz-Zentren mit nationalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie beteiligt sind.
- Laufzeit: Oktober 2007 bis Juni 2011
- Fördersumme: 11 Mio. Euro
- Federführung: Forschungszentrum Jülich
- Sprecher: Prof. Dr. Detlev Stöver
- Beteiligte Helmholtz-Zentren: Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG), DESY, Helmholtz-Zentrum Berlin
- Partner-Institute: Ernst-Ruska-Center, Hermsdorfer Institut für Technische Keramik, Flemish Institute of Technical Research/ Belgien, Consejo Superior de Investigationes Cientificas/ Valencia, Spanien
- Universitäten: RWTH Aachen, Bochum, TH Karlsruhe, University of Twente/ Niederlande
- Unternehmen: EnBW Energie Baden-Württemberg AG, GMT Membrantechnik, Plansee SE, Shell Global Solutions, Siemens AG
Programm
Seit Oktober 2007 entwickeln die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz Mem-Brain selektiv wirksame Membranen aus Keramikwerkstoffen und Polymeren, die den Ausstoß von CO2 aber auch von Schadstoffen aus Kohle- und Gas-Kraftwerken drastisch senken und möglicherweise sogar ganz vermeiden können.
Ein Typ von Membranen trennt zum Beispiel im Vorfeld die Luft in Stickstoff und Sauerstoff auf, so dass der Verbrennungsprozess mit reinem Sauerstoff stattfindet. Dadurch wird in den Abgasen ein hoher CO2-Anteil erreicht, der leicht abtrennbar ist. Außerdem wird die Entstehung giftiger Stickoxide vermieden.
Ein zweiter Membrantyp wird entwickelt, der im Anschluss das CO2 aus dem Abgas im Schornstein abtrennen soll. Letztlich soll das Treibhausgas verdichtet und unterirdisch gespeichert werden. Mit dem Bau eines Demonstrationsmodells und der technischen Verfahrensanalyse wird die Anwenderperspektive von Anfang an in die Forschungsarbeiten einbezogen.
Das Forschungsprogramm der Allianz, das für dreieinhalb Jahre mit über elf Mio. Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds gefördert wird, umfasst die erste von drei Entwicklungsphasen. Mit der Phase II soll Mem-Brain ab 2011/12 zu einem Forschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft werden, in der die Komponentenentwicklung und -Testung in Kooperation mit Stromversorgern verfolgt wird, um in der abschließenden Phase ab 2016/17 die großtechnische Implementierung aufzusetzen.
Koordination
Dr. Wilhelm A. Meulenberg
Koordinator der Helmholtz-Allianz Mem-Brain
+49 2461 61-6323
w.a.meulenberg (at) fz-juelich.de

