Die Helmholtz-Allianzen
Das Instrument
Helmholtz-Allianzen bieten den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine attraktive Möglichkeit, neue Themen mit der erforderlichen kritischen Masse zu erforschen oder aktuelle Forschungsthemen in innovativer Weise weiterzuentwickeln. Ziel ist die strategische Weiterentwicklung der Profile der beteiligten Helmholtz-Zentren und im Erfolgsfall die Überführung in ein Forschungsprogramm der Helmholtz-Gemeinschaft.
Die Forschung in den Helmholtz-Allianzen erfolgt in Verbünden aus Hochschulen, Helmholtz-Zentren und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ebenfalls können ausländische Forschungspartner und Unternehmen einbezogen werden. Helmholtz-Allianzen verfügen über eine eigene Managementstruktur und entwickeln gezielte Konzepte zur Nachwuchsförderung und Umsetzung der Chancengleichheit. Das Gesamtvolumen einer Allianz beträgt zwischen fünf und zehn Millionen Euro pro Jahr. Dieses Budget wird über einen Zeitraum von fünf Jahren gemeinsam durch den Impuls- und Vernetzungsfonds des Präsidenten und die beteiligten Helmholtz-Zentren mit ihren Partnern finanziert.
Das Verfahren
Anträge auf Einrichtung einer Helmholtz-Allianz können nur im Zuge einer Ausschreibung der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft und unter Beteiligung mindestens eines Helmholtz-Zentrums eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt in einem dreistufigen Verfahren aus Interessensbekundung, Antragsskizze und Vollantrag.
Die bewilligten Helmholtz-Allianzen:
Helmholtz-Allianz Mem-Brain
Die Helmholtz-Allianz Mem-Brain entwickelt neuartige Membran-Werkstoffe, mit deren Hilfe Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid bei fossilen Kraftwerken reduziert werden sollen.
Federführendes Zentrum: Forschungszentrum Jülich (FZJ)
Helmholtz-Allianz Systembiologie
Ziel der Helmholtz-Allianz Systembiologie ist es, zu einem besseren Verständnis bei komplexen Krankheiten wie Krebs oder Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems beizutragen und neue Interventionsstrategien zu identifizieren.
Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkrankungen
Neue Behandlungsstrategien gegen Krebs auch in fortgeschrittene Krankheitsstadien wollen Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz Immuntherapie von Krebserkrankungen entwickeln, wobei sie auf die Mechanismen einer gezielten Immunreaktion setzen.
Federführendes Zentrum: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz zur Immuntherapie von Krebserkankungen
Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"
Auf die Fragen, ob Leben auf anderen Planeten möglich ist und welche Bedingungen dafür auf anderen Himmelskörpern und in entfernten Sonnensystemen gegeben sind, suchen die Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz „Planetenentwicklung und Leben“ nach Antworten.
Federführendes Zentrum: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Planetenentwicklung und Leben"
Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"
Als ein Netzwerk von Teilchenphysikern deutscher Universitäten und Forschungszentren erforscht die Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala" am Large Hadron Collider (LHC), dem weltweit leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am Forschungszentrum CERN in Genf, die Grundlagen der Materie und deren Struktur.
Federführendes Zentrum: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Physik an der Teraskala"
Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"
Die Helmholtz-Allianz für Geistige Gesundheit im Alter – kurz HelMA genannt – befasst sich mit der Erforschung der altersbedingten neurodegenerativen Erkrankungen Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson und konzentriert sich dabei auf die Verknüpfung von klinischer Forschung mit der Grundlagenforschung.
Federführendes Zentrum: Helmholtz Zentrum München (HMGU)
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Geistige Gesundheit im Alter"
Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor" erforschen am ExtreMe Matter Institut, kurz: EMMI, das Verhalten von Materie bei extrem hohen und niedrigen Temperaturen und bei sehr hoher Dichte.
Federführendes Zentrum: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Weitere Informationen zur Helmholtz-Allianz "Kosmische Materie im Labor"










