Helmholtz-Gemeinschaft

12. Dezember 2003 Helmholtz-Geschäftsstelle

Ansprache des ehemaligen Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Walter Kröll, zur Verleihung des Preises der Helmholtz-Gemeinschaft für Lehrerinnen und Lehrer des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts durch die Beckurts-Stiftung am 12. Dezember 2003 in München.

Helmholtz-Präsident zeichnet engagierte Lehrer aus

Ansprache des ehemaligen Präsidenten der Helmholtz-Gemeinschaft, Professor Dr. Walter Kröll, zur Verleihung des Preises der Helmholtz-Gemeinschaft für Lehrerinnen und Lehrer des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts durch die Beckurts-Stiftung am 12. Dezember 2003 in München.

 

Meine Damen und Herren. Ich habe eben darüber gesprochen, dass die Innovationsbilanz einer Gesellschaft von zwei Faktoren abhängt: vom Innovationspotenzial und von der Fähigkeit, dieses Potenzial zu mobilisieren. Wie wichtig in diesem Kontext die Förderung des Nachwuchses bereits in der Schule ist, dafür hat der Chefökonom des Weltwirtschaftsforums in Genf, Augusto Lopez-Claros, kürzlich prägnante Worte gefunden. Befragt, warum im aktuellen Vergleich des Forums Finnland als das wettbewerbsfähigste Land der Welt abschneidet, nannte er Kriterien wie die makroökonomischen Bedingungen und die Verfassung der politischen Institutionen. Er beschloss seine Aufzählung mit den Worten: "Vor allem das finnische Bildungssystem ist vorbildlich."

Mit gutem Grund also vergibt die Beckurts-Stiftung alljährlich Preise an Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit besonderem pädagogischen Ehrgeiz um den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht verdient machen. Die Helmholtz-Gemeinschaft übernimmt sehr gerne ab diesem Jahr die Finanzierung dieses Preises. Denn wir wissen, wie wichtig dieser Einsatz ist: Durch ihre Arbeit prägen Lehrer die Einstellung junger Leute zu den Naturwissenschaften und ihr Verständnis von der materiellen Welt, die sie umgibt. In den Schulen entscheidet sich, ob begabter Nachwuchs, den wir in der Wissenschaft dringend brauchen, sich für eine technische Ausbildung oder ein Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften entscheidet. Die vierzehn Lehrerinnen und Lehrer, die ich gleich zu mir bitte, sind der Jury vorgeschlagen worden, weil sie Jugendliche in der Sekundarstufe als "Trainer" und "Coach" durch Wettbewerbe wie die Mathematik Olympiade begeleitet haben, oder sich auf andere Weise erfolgreich dafür einsetzen, Jugendliche über den "normalen" Unterricht hinaus zu eigenständiger Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Themen der Mathematik und Naturwissenschaften zu motivieren. Dazu gratuliere ich Ihnen herzlich. Ich bitte jetzt zu mir:

Albert Anderle vom Gymnasium Wertingen

Joachim Brucherseifer vom Wilhelm-Ostwald-Gymnasium Leipzig

Marion Englert-Thiesen von der Lessing-Schule Bremerhaven

Inge Hachtel vom Anno-Gymnasium Siegburg

Ines Hebs von der Gesamtschule Peter Joseph Lenné in Potsdam

Lothar Hesse vom Gymnasium Haus Oberbach am Salesianischen Zentrum in Jülich

Dr. Wolfgang Ludwicki vom Winckelmann-Gymnasium in Stendal

Dr. Hannes Matlok vom Katharineum in Lübeck

Martin Mettler aus Carlsberg

Dr. Monika Noack vom Institut für Mathematik der Humboldt-Universität Berlin

Werner Schlachetka von der Staatlichen Berufsbildenden Schule in Jena

Harald Stamm vom Städtischen Clauberg-Gymnasium in Duisburg

Martina Tschiedel vom Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena

Hans Wolf vom Friedrich-Magnus-Schwerdt-Gymnasium in Speyer

 

12.01.2013